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Komm mit mir ins Abenteuerland

Probefahrt
Matthias Hafen
Nebst speziellem Allradsystem hebt sich der Wrangler Rubicon auch optisch ab. Bild: Matthias Hafen (Bild: Matthias Hafen)

Nebst speziellem Allradsystem hebt sich der Wrangler Rubicon auch optisch ab. Bild: Matthias Hafen (Bild: Matthias Hafen)

Mit dem Jeep Wrangler sucht man keine eben asphaltierten Strassen. Nein, man sucht sich den nächsten Fels aus, den man auf vier Rädern erklimmen möchte – oder ein Flussbett zum Durchqueren. Das alles kann der Wrangler problemlos. Dafür wurde er gebaut. Das fällt auch beim neusten Modell in der Spezialausführung Rubicon Recon auf. Trotz des Jahres 2018 und einer Annäherung an die Alltagstauglichkeit ist dieser Jeep noch ein waschechter Offroader. Einer, der dem Ruf der Wildnis folgt.

Hinter dem Steuer möchte man «Yippieh!» schreien

Schon das Einsteigen ist herausfordernd wie das Aufsitzen bei einem Pferd. Ein Trittbrett wäre hilfreich, würde aber die Bodenfreiheit von bis zu 259 Millimeter erheblich beeinträchtigen. Sitzt man einmal auf den überdurchschnittlich bequemen Sesseln, möchte man nur allzu gerne «Yippieh!» in die Welt hinausschreien. Denn spätestens jetzt merkt man, dass der Jeep Wrangler ein anderes Auto ist. Hier nervt man sich nicht über das Navi, dessen Auflösung etwa so gut ist wie bei einem Computerspiel aus den frühen 1990er-Jahren. Hier zählt der Platz für den zweiten Schalthebel des Allradantriebs und der Untersetzung, die jeder Geländewagen hat, um mit der doppelten Kraft und der halben Geschwindigkeit fahren zu können. Und zwar deutlich mehr als nützliche Ablageflächen oder Staufächer. Starrachsen mit Gasdruckstossdämpfern sorgen für eine beeindruckende ­Geländegängigkeit. Und in der Ausführung Rubicon erhöht der elektronisch entkoppelbare Frontstabilisator die maximale Achsverschränkung gar um weitere 25 Prozent. Nur Bahnhof verstanden? Anders gesagt: Wo andere aufgeben, geht es mit dem Jeep Wrangler erst richtig los.

Dreiteiliges Hardtop bietet Spass im Sommer

Wer dieses Auto im täglichen Asphaltdschungel nutzt, muss Freak oder Fan sein. Die erwähnt bequemen Sitze für alle vier Plätze, das hochwertige Alpine-Soundsystem mit gut funktionierender Anbindung des Smartphones sprechen zwar für eine gewisse Alltagstauglichkeit, das dreiteilig abnehmbare Hardtop für zusätzlichen Fahrspass im Sommer. Und die Sicherheitsausstattung steht den sogenannten Offroadern der heutigen Zeit in nichts nach. Aber mal ernsthaft: Was will man mit einer Stossstange, die so breit ist, dass man das überfahrene Wildschwein gleich daraufbinden kann? Der Jeep Wrangler Rubicon entführt einen gekonnt ins Abenteuerland. Er ist jederzeit bereit, dorthin zu fahren, wo man noch nie war, und dorthin, wo man noch nicht einmal weiss, dass man hinwill.

Matthias Hafen

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