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KRAUT: Der Krause Ampfer hilft immer

Die Naturheilkunde nutzt ihn für Haut und Darm – und die Traditionelle Chinesische Medizin bei Blutmangel: Warum der Krause Ampfer gerade im Frühling nützlich ist.

Der Krause Ampfer findet in fast allen naturheilkundlichen Medizinalsystemen Verwendung. Er wächst ja nahezu überall, meistens ungefragt, mittlerweile rund um die Welt, ursprünglich kommt er aus Europa.

Schon die alten Griechen setzten ihn ein, später die Volksmedizin und die Traditionelle Europäische Naturheilkunde. Verwendet wurde er als kurzzeitiges leichtes Abführmittel und bei Hauterkrankungen, ebenso bei Skorbut und Gelbsucht, bei Rheuma und Gallenbeschwerden, Hämorrhoiden und Lungenblutungen. Die Homöopathie nutzt ihn bei Schnupfen und Entzündungen der Atemwege. Und lässt man die Blätter trocknen, hilft das nach indischer Medizin gegen trockene, juckende Haut.

Der botanische Name lautet Rumex crispus. Das lateinische crispus bedeutet «kraus». Rumex soll von dem indogermanischen Adjektiv rumos abgeleitet sein und «sauer, bitter» bedeuten. Und so schmeckt er denn auch tatsächlich.

Der Krause Ampfer mag nasse und lehmhaltige Böden, seine Wurzel wächst da bis zu drei Meter tief.

Sein erwähnter Geschmack sorgt automatisch dafür, dass man nicht zu viele Blätter aufs Mal isst. Das ist auch gut so. Aufgrund der Oxalate kann es zu Vergiftungen kommen mit starken Durchfällen. Besonders in den älteren Blättern hat es viele Oxalate. Die jungen Blätter, die in diesen Wochen wachsen, enthalten erst wenige, und die Wurzeln haben nie besonders viele. Oxalate sind verbreitet: Auch der Sauerampfer, Artverwandter des Krausen Ampfers, enthält Oxalate, ebenso Rhabarber, Spinat und Kakao.

Für eine Tinktur gräbt man im Herbst – also nach der Blüte – die Wurzel aus, verarbeitet sie getrocknet oder frisch, dann mit Handschuhen, denn der Saft kann Hautentzündungen verursachen. Wer Rumex therapeutisch einsetzen will, spricht sich mit einem Naturheilpraktiker ab, der die Tinktur auf individuelle Bedürfnisse abstimmen kann.

Im Frühling Rumex einzunehmen, kann nach der Traditionellen Chinesischen Medizin TCM eine gute Idee sein: Rumex tonisiert bzw. stärkt nach dem kräftezehrenden Winter das Blut.

Das Blut kann tatsächlich geschwächt sein. Ein einfaches Beispiel ist Blutverlust, zum Beispiel durch eine Verletzung oder nach dem Blutspenden. Auch in der Menstruation geht Blut verloren, das sich der Körper wieder erarbeiten muss.

Im TCM-Verständnis wird Blut auch durch langwierige und/oder chronische Erkrankungen geschwächt, ebenso durch das, was das Leben vieler moderner Menschen auszeichnet: schlechte Ernährung, Schlafmangel und emotionale Dauerbelastungen, nicht nur bei der Arbeit.

Auf einen solchen «Blut-mangel» nach TCM deuten unter vielem anderem Eisenmangel, verschwommenes Sehen, Schwindel, brüchige Nägel, sprödes Haar und trockene Haut.

Selber mische ich im Frühling drei feingehackte frische Blättchen Krausen Ampfers mit schwarzer Melasse. Sauerampfer ginge auch, er wirkt ähnlich. Dreimal täglich nehme ich einen Esslöffel davon zu den Mahlzeiten. Oder ich pflücke ein paar Blättchen, schneide sie wie Schnittlauch und streue sie über Salat oder Gemüse. Probieren! Sie werden es nicht bereuen.

Ulrike von Blarer Zalokar

Hinweis

Die Autorin leitet mit ihrem Mann und ihrem Sohn die Heilpraktikerschule Luzern. Unter anderem hat sie das 5-Elemente-Kochbuch «EssenZ aus der Kuche» verfasst.

www.heilpraktikerschule.ch

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