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Kunstvoll hingebuttert: Wie fantasievolle Butterdekorationen gelingen

Zum perfekten Osterbrunch gehört auch eine schöne Präsentation der Butter. Die Möglichkeiten sind schier unendlich.

Sabine Kuster
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Butterbälle und Butterlamm sind Klassiker – es geht auch kreativer.

Butterbälle und Butterlamm sind Klassiker – es geht auch kreativer.

Bild: Getty

Wie das Lamm zur Butter kam, ist nicht bekannt. Tatsache ist, dass zu Ostern mancherorts nicht nur ein echtes Osterlamm gegessen wird oder ein Kuchen in Form eines Lamms, sondern auch die Butter in dieser Form gekauft werden kann. In manchen Familien gehört das Butter-Lamm fix zum Osterbuffet und führt regelmässig zu Diskussionen, welches Körperende denn als erstes verstümmelt werden darf.

Die Butter ist ein unterschätztes Element auf dem Frühstückstisch. Klar kann man an Ostern ein gekauftes Butterlamm zum Brunch auftischen, aber ein bisschen kreativer zu werden, ist nicht schwer. In der Hotellerie zumindest haben dekorative Figuren auf kalten Buffets Tradition. Urs Meichtry, Leiter der Konditorei-Confiserie an der Richemont Fachschule in Luzern, sucht sich jeweils selbst eine schöne Form: einen Fisch, ein Reh oder ein Rentier – aus Silikon. Hat er die Form noch nicht, so sucht er in einer Hobbyabteilung eine Figur und giesst sich selbst ein Negativ mit Silikon. «Oder ich befestige die Form in einem Topf und giesse Gelatine darüber. Das ist günstiger, um für ein einmaliges Giessen ein Negativ zu erhalten», so Meichtry.

Bei professionellen Buffets werden die Formen mit einem Margarine-Hartfett-Gemisch ausgegossen. «Butter würde auf dem Buffet zu schnell weich», erklärt Meichtry. Zum Essen ist die Dekoration auch nicht gedacht, für Hotels und grosse Anlässe wäre das zu unhygienisch. Sie ist in Hotels eine reine Augenweide bei kalten Buffets.

Butterrosen, geraffelte Kunst­werke und «Ankebölleli»

Für den privaten Brunch lässt sich jedoch mit weicher Butter experimentieren, wenn die Kunstwerke gleich tags darauf gegessen werden: In einen Dressiersack gefüllt, können mit etwas Geschick zum Beispiel Blütenblätter einer Rose gespritzt werden. Wenn die Butter davor selber hergestellt wird (mit dem Handrührwerk und 2 dl Vollrahm geht das prima), hat sie gleich die perfekte Konsistenz. Vor dem Servieren in den Kühlschrank stellen.

Im Kräuterhotel Edelweiss auf der Rigi hingegen wird die Butter gefroren und danach geraffelt. Präsentiert auf einem flachen Stein sieht das Häufchen nicht nur speziell aus, sondern ist auch gut streichbar.

Die klassischen Butterlocken.

Die klassischen Butterlocken.

Bild: Fotolia

Wer lieber klassische Butterlocken («Ankebölleli») auf Eiswürfeln präsentieren möchte: Der Begriff fürs Werkzeug dafür heisst Butterroller und kostet 12 bis 15 Franken.

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