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Lügen sind gelebte Nächstenliebe

Michael Buchinger macht in seinem neuen Buch keinen Hehl daraus: Er lügt, was das Zeug hält.
Susanne Holz
«Lange Beine, kurze Lügen», Ullstein Taschenbuch, 230 Seiten, 15.50 CHF

«Lange Beine, kurze Lügen», Ullstein Taschenbuch, 230 Seiten, 15.50 CHF

Sind Lügen sozialer Kitt und Zeichen der Nächstenliebe? Michael Buchinger, 26, heiss geliebter Social-Media-Star in Österreich, findet: Ja. Buchinger, dessen erstes Buch «Der Letzte macht den Mund zu» 2017 auf der «Spiegel»-Bestsellerliste landete, legt mit seinem zweiten Buch «Lange Beine, kurze Lügen» eine Sammlung mit Lügengeschichten, Flunkereien und einem Selbstexperiment vor: eine Woche ohne Lügen. Der Youtuber und Kolumnist macht gleich zu Beginn keinen Hehl daraus: Er lügt, was das Zeug hält, und das schon immer.

Erstens, um andere nicht zu verletzen. Zweitens, um gerne auch den Weg des geringeren Widerstands zu gehen. Buchingers frechen Satz «Reden ist Silber, Lügen ist Gold» und auch seine Aussage «Gezieltes Lügen ist ein Anzeichen für gute Manieren» mag man sofort unterschreiben. Wer hat nicht selber schon erlebt, dass man mit Ehrlichkeit die Missgunst der Mitmenschen auf sich zieht? Buchingers Buch ist witzig und kurzweilig, etwa wenn er beschreibt, wie er beim Dating etwas zu sehr auf gespieltes Desinteresse setzte. Speziell seine Fans dürften auf ihre Kosten kommen, denn eines ist das Werk auch: eine fröhliche Nabelschau.

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