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Luzerner «Groove-Studie»: Welche Musik bringt uns zum Tanzen?

Die sogenannte Groove-Forschung untersucht, welche Eigenschaften eines Songs Menschen zum Tanzen anregen. Ein Forscherteam der Hochschule Luzern gab am Donnerstag die Ergebnisse einer Studie dazu bekannt. Die Resultate hätten sie überrascht.
Zéline Odermatt
Ein Schlagzeuger spielt Trommeln auf der Bühne. (Bild: Getty)

Ein Schlagzeuger spielt Trommeln auf der Bühne. (Bild: Getty)

«Wir wussten natürlich, dass der Musikgeschmack die Wahrnehmung von Musik einfärbt. Überraschend war jedoch die starke Dominanz des persönlichen Musikgeschmacks», erklärt Forscher Oliver Senn des Departements Musik der Hochschule Luzern.

Wieso dieses Ergebnis so überraschend für die Forscher war, hat mit der Ausgangslage der Studie zu tun. Denn den Umfrage-Teilnehmern wurden «nackte» Schlagzeugrhythmen eines jeweilige Song-Ausschnitts präsentiert. Den isolierten Schlagzeugmustern fehlten die meisten Merkmale, die auf den Stil oder den Song schliessen lassen – wie die Instrumentierung, der Gesangsstil, die Melodie oder der Liedtext. «Die Teilnehmenden schätzen ein Schlagzeugmuster signifikant besser ein, wenn sie dachten, es stammt von einem Stil, den sie mögen oder von einem Song, den sie kennen. Die reine Assoziation eines Rhythmus mit einem Stil oder einem Song reichte offenbar aus, um die Bewertungen zu beeinflussen», so die Forscher in ihrer Mitteilung.

Muster aus 248 Songs

Die Schlagzeugmuster stammten aus 248 Songs unterschiedlicher Stilrichtungen – wie beispielsweise Pop, Rock, Funk, Soul und Disco. Die Umfrage wurde zwischen Oktober 2016 und Dezember 2017 mit 665 Personen durchgeführt. 8329 Bewertungen wurden dazu abgegeben, wie stark die Rhythmen bei den Teilnehmern den Wunsch auslösten, sich zur Musik zu bewegen.

Die Ergebnisse haben nun dazu geführt, dass sich die Groove-Forscher mit dem ursprünglichen Ansatz ihrer Forschung auseinandersetzen. Es stelle sich die Frage, welche stilistischen und kulturellen Faktoren Einfluss auf den Menschen und sein Tanz-Bedürfnis haben können. Dazu müsse mehr über die jeweilige Person herausgefunden werden. Welche Musik sie kennt und mag, mit welcher Musik sie aufgewachsen und in welche Kultur sie eingebettet ist.

Der Fragebogen wurde gemäss den Forschern überarbeitet und wird 2019 in einer neuen, gross angelegten Studie verwendet.

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