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MAURITIUS: Ethnischer Schmelztiegel im Ozean

Der Inselstaat im Indischen Ozean ist wie ein Gemälde aus Tropengrün und Meeresblau. Doch fällt das Augenmerk auch auf seine Bewohner, zeigt sich die wahre Farbenpracht der Inseln.
Text und Bilder Andreas Faessler
Hinein ins glasklare Wasser – bei Mahébourg an der Südküste von Mauritius. (Bild: Karte oas)

Hinein ins glasklare Wasser – bei Mahébourg an der Südküste von Mauritius. (Bild: Karte oas)

Text und Bilder Andreas Fässler

Allein der Name weckt schwelgerische Assoziationen: Palmenstrände, türkisblaues Wasser, Sonne, Sand, süsses Nichtstun – Traumferien par excellence. Mauritius hat so ziemlich genau das, was das anspruchsvolle Urlauberherz begehrt. Die Destination im Indischen Ozean eignet sich für Familien gleichwohl wie für Verliebte und selbst für Alleinreisende. Mauritius ist von überschaubarer Grösse, und trotzdem ist alles da. Und noch viel mehr.

Besonders spannend wird Mauritius in einem Punkt: Was die Vielfalt an Ethnien auf verhältnismässig kleinem Raum angeht, so ist die Insel ein Ort, der seinesgleichen sucht. Bewegt man sich ausserhalb der Resorts und Touristenzentren mit einigermassen offenen Augen, so erkennt man schnell, was für ein wahrer Schmelztiegel der Völker der Inselstaat ist. Ureinwohner gibt es keine und hat es auch nie gegeben, da Mauritius unbesiedelt war, bis es 1505 von den Portugiesen entdeckt wurde.

Respektvolles Zusammenleben

Obschon der afrikanische Kontinent das nächstgelegene Festland ist, stammen fast 70 Prozent der Mauritier vom Indischen Subkontinent ab. Die Kreolen (Afrikaner) sind jedoch die zweitgrösste Bevölkerungsgruppe. Die beiden kleineren Bevölkerungsgruppen sind mit je knapp 3 Prozent Chinesischstämmige und Europäer. Die grossen Weltreligionen leben hier weitgehend friedlich neben- und miteinander.

Am ehesten distanziert sich der europäischstämmige Bevölkerungsanteil auf Mauritius etwas vom Rest, «aber das liegt wohl daran, dass dieser vorwiegend in den wohlhabenderen Orten auf der Insel zu Hause ist», vermutet Jennifer Wong. Obschon ihre Wurzeln in Ostasien liegen, ist sie gebürtige Mauritierin. Mit Elan und Leidenschaft führt sie das Strandresort Veranda Paul et Virginie (siehe Kasten). Grundsätzlich aber bestätigt sie den Eindruck, dass das Zusammenleben all dieser unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen auf der Tropeninsel friedvoll und mit gegenseitigem Respekt funktioniert.

Will sich der Besucher einen ersten Eindruck dieser kontrastreichen Vielfalt verschaffen, so verzichte er für einmal auf einen Hotelshuttle und steige einfach in den nächsten öffentlichen Bus, mit dem die Einheimischen in die Hauptstadt Port Louis fahren. Vor allem der dicht besiedelte Norden der Insel, wo die meisten Hotelanlagen liegen, ist gut erschlossen. In diesen zuweilen abenteuerlichen Bussen kommen Menschen aller Couleur und Mentalitäten auf kleinstem Raum zusammen, von allfälligen Spannungen oder Rivalitäten keine Spur. Der Umgang untereinander ist herzlich.

Am deutlichsten wird die ethnische Heterogenität in der mauritischen Hauptstadt an Orten wie dem Busbahnhof, auf grossen Plätzen oder in den Markthallen, wo einem die Kulinarik der ganzen Welt sprichwörtlich in die Nase steigt. Selbst in den Nebenstrassen zeigt sich diese Vielfalt: Da reihen sich Bedürftige hinter der Moschee, um von Muslimen das obligate Almosen zu empfangen – in Blickweite ein hinduistischer Tempel und eine christliche Kirche. Eine stark verbindende Funktion hat dabei das Morisyen, die dem Französischen ähnliche Sprache, welche von fast allen Einheimischen im Alltag gesprochen wird.

Ein Schmelztiegel der Völker ist Mauritius nicht nur, wenn es um seine Einwohner geht. Auch die Feriengäste sind internationaler als anderswo, was ebenfalls vor allem auf die geografische Lage der Insel zurückzuführen ist.

Höhepunkte der Ostküste

Viel einheitlicher als die Bevölkerung von Mauritius ist die leuchtend grüne Landschaft der Insel, welche ihr zu Recht den Ruf einer Traumdestination beschert. Fast umrundend säumen einladende Sandstrände und tropische Vegetation die Insel. Über ein verhältnismässig gut in Stand gehaltenes Strassennetz lässt sie sich komfortabel per Auto entdecken. Die Hauptstadt im Norden ist mit einer Autobahn an den Flughafen im Süden angebunden.

Eine landschaftlich besonders reizvolle Route führt entlang der Ostküste von Grand Gaube nach Mahébourg. Auf halber Strecke liegt eine der Hauptsehenswürdigkeiten von Mauritius: die Ile aux Cerfs, Insel der Hirsche, ein flaches, unbewohntes Eiland mit üppiger Vegetation, weissen Stränden und kristallklarem Wasser. Einst lebte hier tatsächlich eine Hirschart, die der Insel ihren Namen gab. Doch die frühen niederländischen Siedler haben den Tierbestand als «Fleischreservoir» genutzt und ausgerottet. Wie den Dodo übrigens, der einst nur auf Mauritius vorkommende Vogel. Ihn und seine Eier hat man so lange als Nahrungsquelle benutzt, bis das Tier nicht mehr existierte.

Ein Paradies, das vereint

Zurück auf die Hirscheninsel. Üblicherweise besucht man das kleine Paradies per Katamaran ab Mahébourg im Rahmen eines Tagesausflugs. Die Fahrt führt gemächlich durchs ruhige und relativ seichte, smaragdgrüne Gewässer innerhalb des Riffs, stets mit malerischer Gebirgskulisse im Hintergrund. Dieses Bilderbuch-Szenario ist wie ein Präludium auf den Besuch der Ile aux Cerfs als Höhepunkt des Tages oder gar der gesamten Ferien.

Und auch auf dieser kleinen Insel kommen Menschen aus allen Winkeln der Erde zusammen – und wollen dasselbe: die Schönheit dieses traumhaften Fleckchens Erde mit sämtlichen Sinnen erleben. Der Inselstaat mitten im Indischen Ozean ist wahrlich ein Ort, der verbindet, egal welche Hautfarbe, egal welche Religion.

Das Ferienparadies wird erschwinglich

Bild: Karte oas

Bild: Karte oas

Direktflüge:Ab Zürich mit Swiss nach Mauritius gibt es ab Fr. 800.–. Alternativen bieten die Air France via Paris oder die Emirates via Dubai. Die Flugzeit beträgt rund elf Stunden.

Hotels: Mauritius gehört zu den hochpreisigen Destinationen. Doch auch auf Mauritius muss gehobener Standard nicht teuer sein. Mit entsprechendem Beispiel geht die Veranda-Gruppe voran, welche vier Strandresorts im Norden der Insel betreibt. Drei davon sind Drei-Sterne-Anlagen, das vierte in Grand Baie ist ein Vier-Sterne-Resort.
Das Veranda Paul et Virginie ist nur für Erwachsene und wartet mit Honeymoon-Specials auf. Das Veranda Pointe aux Biches hingegen ist mit seiner Robinson-Crusoe-Atmosphäre ein Familienhotel mit originellem Barfusskonzept. Das Veranda Palmar Beach ist bei Wassersportliebhabern beliebt, während das Boutiqueresort in Grand Baie den Komfortanspruch bedient und in Gehweite zum pulsierenden Nachtleben liegt.

HINWEIS
Die Reportage entstand im Rahmen einer Pressereise, eingeladen von Veranda Resorts.

Die Hauptstadt Port Louis ist einen Abstecher mit dem Bus wert. (Bild: Karte oas)

Die Hauptstadt Port Louis ist einen Abstecher mit dem Bus wert. (Bild: Karte oas)

Im buddhistischen Tempel: Auf Mauritius leben die Religionen friedlich nebeneinander. (Bild: Karte oas)

Im buddhistischen Tempel: Auf Mauritius leben die Religionen friedlich nebeneinander. (Bild: Karte oas)

In der Markthalle von Port Louis wird angerichtet, was auf der fruchtbaren Tropeninsel gedeiht. (Bild: Karte oas)

In der Markthalle von Port Louis wird angerichtet, was auf der fruchtbaren Tropeninsel gedeiht. (Bild: Karte oas)

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