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Gran Canaria: Mehr als nur Sonne, Sand und Strand

Partygänger, Naturfreund oder Faulenzer: Die kanarische Insel hat es in sich und bietet für jeden Gusto etwas.
Sandra Monika Ziegler
Wanderpfade durch die vielfältige Natur der Insel. (Bilder: PD)

Wanderpfade durch die vielfältige Natur der Insel. (Bilder: PD)

Über Naturpfade an historische Plätze, durch Shoppingmeilen mit Touristen oder allein über die Dünen: Gran Canaria bietet für alle Bedürfnisse etwas Passendes. Unsere Reise führt dieses Mal nicht nur über Touristenmeilen, sondern beginnt mit einem Naturpfad beim Roque Bentayga, einem Steinmonolithen auf 1400 Metern über Meer. Der Steinmonolith gilt als Herz der Insel und ist von der Unesco als Biosphärenreservat gelistet. Das Reservat verfügt über eine grosse Biodiversität. Über 600 Pflanzen konnten katalogisiert werden, und von diesen Pflanzen sind knapp 100 ausschliesslich auf Gran Canaria zu finden.

100 Höhlen in der Umgebung

Im Centro de Interpretation Bentayga, einem Besucherzentrum, wird die Geschichte der Altkanarier vorgestellt.

Das Wort Bentayga stammt aus dem Urkanarischen und bedeutet «mit dem Blick von oben herab».

Der Roque Bentayga gilt denn auch als Heiligtum, als religiöse Kultstätte der Ureinwohner. Das Zentrum selbst ist ein kleines, sehr informatives Museum, das eintrittsfrei besucht werden kann. Vom Besucherzentrum aus kann innert einer guten halben Stunde auf einem Rundweg, einem Naturpfad, die Landschaft mit betörender Weitsicht auf Bergketten und Täler bewundert werden. Der Weg führt an unzähligen Höhlen vorbei. Einzelne von ihnen wurden einst bewohnt und deshalb weiter ausgehöhlt, andere sind natürlich entstanden. Laut dem Zen­trumsbetreiber hat es in der näheren Umgebung an die 100 solcher Höhlen.

Wandern auf den Pfaden der Ureinwohner

Ebenfalls im Zentrum der Insel befindet sich die Felsengruppe Fortaleza (übersetzt heisst das «Festung»). Sie besteht aus drei eindrücklichen Felsen. Der Fortaleza Grande (Grosse Festung), auch Fortaleza de Ansite genannt, der Fortaleza Chica (Kleine Festung) und Titana. Sie befindet sich im Barranco de Tira­jana südlich der Stadt Santa Lucía.

Die Fortaleza ist eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten von Gran Canaria.

Diverse Felsgravuren belegen, dass bereits vor über 800 Jahren hier Menschen lebten. Fortaleza ist aber auch der Ort, an den im Jahr 1483 über 1500 Ureinwohner vor den kastilianischen Truppen flüchteten. Mit einer laufend ergänzten Ausstellung wird auf eindrückliche Weise und mit einem audiovisuellen Film das prähispanische Leben der Altkanaren den Besuchern nähergebracht. Weitere Informationen zu aktuellen Ausstellungen und Anlässen sind unter www.lafortaleza.es zu finden.

In der Nähe des Zentrums befinden sich noch weitere Sehenswürdigkeiten wie etwa der Stausee Presa de la Sorrueda und die prachtvollen Palmenwälder von La Sorrueda und El Ingenio. Der Weg zu den Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkten ist gut ausgeschildert.

Ecolodge mit Ambitionen

Wild und naturnah präsentiert sich die im Jahr 2017 eröffnete Unterkunft Redondo de Guayedra. Sie befindet sich an der Westküste der Insel, etwa 40 Kilometer nördlich von Las Palmas. Die Anreise führt zuerst über die Autostrasse GC-2 Richtung Agaete und dann die letzten Kilometer auf einer kurvenreichen Landstrasse; die Fahrzeit beträgt etwa 50 Minuten von der Hauptstadt weg. Es besteht ein Abholservice, der bei der Buchung bestellt werden kann. Auch ist die Anreise per öffentlichen Verkehrsmitteln machbar.

In den Bergen, zwischen Palmen, am Meer: die Ecolodge Redondo de Guayedra.

In den Bergen, zwischen Palmen, am Meer: die Ecolodge Redondo de Guayedra.

Das Redondo de Guayedra liegt in der Guayedra-Schlucht zwischen den Bergen und dem Meer. Für die Übernachtung stehen unterschiedlich grosse Lodges und Villen mit Terrassen zur Verfügung. Haustiere sind gegen Aufpreis erlaubt. Die individuelle Einrichtung der Ferienhäuser ist funktional und schlicht, vorwiegend aus natürlichen Materialien. Zu jeder Unterkunft gehören eine voll ausgestattete Küche und ein grosszügiger Essbereich. Es gibt aber auch ein Restaurant. Serviert werden dort spanische Spezialitäten und eine Auswahl an veganen Menus. Eine Übernachtung in der Lodge für zwei Personen kann ab 190 Euro gebucht werden.

Die Dünen als Kontrastprogramm

Diese Ecolodge mit ihrer ökologischen Landwirtschaft setzt gezielt auf Nachhaltigkeit und verfügt über eine biologische Kläranlage. Zudem sind die Betreiber als Produzenten von Bioprodukten registriert. Sie setzen sich auch für die Wiederaufforstung der einst bewaldeten Berghänge ein. Wer hier einkehrt und verweilt, wähnt sich im Paradies, fernab vom Massentourismus. Die Anlage verfügt auch über Pool, Tennisplatz und Fitnessraum und einen Meerzugang. Da der Ort sehr beliebt ist, wird frühzeitiges Buchen empfohlen. Mehr Infos unter: www.redondodeguayedra.com.

Ein Kontrast zur Bergwelt im Herzen der Insel liegt an der Südspitze von Gran Canaria: die sanften Hügel der Sanddünen von Maspalomas, ein Wahrzeichen der Insel und seit 1987 Naturschutz­gebiet. Die imposante Hügellandschaft erstreckt sich über 404 Hektar auf einer Länge von 6 Kilometern. Eine Dünenwanderung hat es in sich und ist eine sportliche Herausforderung. Doch das kühlende Bad im Meer ist nur einige Schritte entfernt.

Meditieren auf dem Meer

Die Hauptstadt Las Palmas bietet Erstaunliches – auch zum Entspannen. Oder haben Sie schon mal auf einem Stand-up-Paddle meditiert? Das wird am Stadtstrand Las Canteras geboten. Je nach Wellengang kann dies durchaus entspannend sein. Wer es lieber im Trockenen mag, der kann sich auch in der Luft schwebend in Tüchern hängen oder gleich im Sand die Seele baumeln lassen. Weitere Infos dazu unter: www.poweryogacanarias.com.

Die sanfte Ganzjahresinsel

Klettern, Baden, Tauchen, Wandern, Biken oder einfach Sein: Gran Canaria, die drittgrösste Kanareninsel, bietet mit ihrem Klima und der Topografie die ideale Kombination für diverse Outdoor-Aktivitäten. Eine Fahrt vom Strand in die Berge dauert eine Stunde. Die Fluglinie Edelweiss fliegt täglich von Zürich nach Las Palmas. Der Flug dauert etwas mehr als vier Stunden.

Der Bericht entstand im Rahmen einer Pressereise, zu der Edelweiss Air und das Fremdenverkehrsamt Gran Canaria eingeladen hatten.

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