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Kolumne

Kaftan: Mehr Stoff muss her

Manchmal ist mehr, statt weniger Stoff, die bessere Lösung um der Hitze stilvoll entgegenzutreten. Das wussten schon die Beduinen.
Katja Fischer De Santi
Edler Kaftan aus Seide mit Glasteinen bestickt von Camilla via myTherase.com.

Edler Kaftan aus Seide mit Glasteinen bestickt von Camilla via myTherase.com.

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich modisch dem Sommer und der Hitze zu stellen. Erstens: die Textilien auf ein Minimum zu reduzieren. Je mehr Fleisch freigelegt wird, desto besser. Die Wahl fällt dann gerne auf Hotpants, Trägershirts, bauchfreie Tops, Miniröcke. Das Resultat ist nicht immer ganz einfach zu ertragen.

Die zweite Möglichkeit, der Hitze zu begegnen, ist ungleich erwachsener. Nicht weniger, sondern mehr Stoff ist das Mittel der Wahl. Beduinen und Araber kleiden sich schon seit Jahrhunderten in Kaftane. Lange fliessende Gewänder aus leichter Baumwolle oder Leinen, die nur an wenigen Stellen den Körper berühren. Sie kühlen angenehm und verhindern Sonnenbrand.

Ursprünglich stammt der Kaftan aus Persien. Er sollte mit geheimnisvollen Stickereien seinen Träger vor bösen Geistern schützen. Heute schützen edle Kaftane von Modelabels wie Isabel Marant oder Camilla äusserst zuverlässig vor hitzbedingter Modeverluderung.

Katja Fischer De Santi

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