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Mit diesen stylishen Accessoires die Welt retten

Trinkflaschen sind das Zubehör der Stunde. Ökologisch korrekt, löschen sie nicht nur den Durst, sondern geben je nach Modell ein Statement ab.
Katja Fischer De Santi
SoulbottleGlasflasche mit integriertem Spender, 100 Prozent recycelbar, ab 30 Fr. Bild: zvgSoulbottle
Glasflasche mit integriertem Spender, 100 Prozent recycelbar, ab 30 Fr.
Bild: zvg
Sigg TravellerDas Original von 1956, bodenständige Nachhaltigkeit, ab 25 Fr. Bild: zvgSigg Traveller
Das Original von 1956, bodenständige Nachhaltigkeit, ab 25 Fr.
Bild: zvg
24 BottlesHält Wasser klimaschonend 24 Stunden kalt oder warm, ab 20 Fr. Bild: zvg24 Bottles
Hält Wasser klimaschonend 24 Stunden kalt oder warm, ab 20 Fr.
Bild: zvg
S’well BottleTodschicke und teure Thermosflasche aus den USA, ab 50 Fr. Bild: zvgS’well Bottle
Todschicke und teure Thermosflasche aus den USA, ab 50 Fr.
Bild: zvg
EmilDie Glasflasche zum Anziehen, in Deutschland seit 30 Jahren Kult, ab 23 Fr. Bild: zvgEmil
Die Glasflasche zum Anziehen, in Deutschland seit 30 Jahren Kult, ab 23 Fr.
Bild: zvg
FlaskaAus Glas und Kork und mit extra Energie für revitalisiertes Wasser, ab 35 Fr. Bild: zvgFlaska
Aus Glas und Kork und mit extra Energie für revitalisiertes Wasser, ab 35 Fr.
Bild: zvg
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Lifestyle SaW 12.10.19 3. Bund

Der Tod durch Dehydrierung scheint dem modernen Menschen an jeder Ecke zu drohen. Anders ist nicht zu erklären, dass sich zeitgeistige Menschen an ihre Wasserflaschen klammern wie die Queen an ihre Handtasche. Ob zum Sport, im Büro, im Zug – nichts geht mehr ohne die stylishe Flasche im Gepäck. Denn die Dinger aus Glas, Metall oder sonst einem umweltschonenden Material sind Statement, Glaubensbekenntnis und stummer Vorwurf in einem.

Wer eine Trinkflasche dabei hat, bezeugt mit jedem herzhaften Schluck daraus: «Seht her, ich habe die Sache mit dem Umweltschutz verstanden. Ich werfe keine einmalig gebrauchten Plastikflaschen oder Getränkedosen in den Abfall (oder zwischen die Gleise). Und ich lasse mir am Kiosk keine irrsinnigen 3.95 Franken für Hahnenwasser abknöpfen.»

Die Wasserflasche trägt die bessere Welt schon im Namen

Und es stimmt ja: Wer sein Getränk aus der eigenen Wasserflasche trinkt, der ist moralisch, ökologisch und stylish auf der richtigen Seite des Lebens. Erst recht, wenn er statt einer muffigen Plastikflasche ein doppelwandiges Kunstwerk mit extra Karmapunkten auf sein Pult stellt. Die Mehrwegflasche von heute ist ein sinnvolles Accessoire voller innerer Werte. Sie ist sich der Probleme dieser Welt bewusst und trägt deren Verbesserung am besten schon im Namen.

Wie etwa die Avoid-Waste-Thermosflasche aus Edelstahl «für einen nachhaltigeren Lebensstil», wie es in der Beschreibung heisst. Sie wird in plastikfreier Verpackung und mit möglichst klimaneutralem Versand geliefert. Nicht die ganze Welt, aber immerhin das Trinkwasserproblem in Entwicklungsländern verbessern kann man mit den Soulbottles.

Diese Trinkflaschen sind klimaneutral, schadstoff- und plastikfrei, und pro verkaufter Flasche geht ein Euro an das Trinkwasserprojekt Viva con Aqua. Dass die von Künstlern designten Flaschen aus zerbrechlichem Glas und ziemlich schwer sind, gilt es für die Umwelt auszuhalten. Dafür haben die Seelenflaschen einen Altglasanteil von 5o Prozent, sind zu 100 recycelbar. Selbst der Dichtungsring ist aus Naturkautschuk. Denn der Plastikteufel liegt im Detail.

Mit positiver Energie programmiert

Nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Organismus zu höheren Weihen befördern will die Flaska. Diese in Slowenien produzierte Flasche ist mit «Vibrationen programmiert, die das Wasser revitalisieren und strukturieren», das verspricht zumindest der Hersteller. Die Wissenschaft will davon zwar nichts wissen, aber die Flaska macht sich mit ihren Korkzapfen und den verschiedenen Schutzhüllen je nach gewünschtem Ökograd aus Kork, Silikon, Neopren oder biologisch erzeugter Baumwolle auch ganz unprogrammiert gut.

So etwas wie die Grossmutter aller ökologisch aufgeladenen Wasserflaschen ist «Emil, die Flasche zum Anziehen». Emil wurde vor bald 30 Jahren von einer deutschen Mutter erfunden, die der der anrollenden Plastikflut etwas entgegensetzen wollte, aber schnell einsah, dass Glasflaschen in Kinderrucksäcken auch ein Problem sind. Sie nähte weiche Stoffsäckchen drumherum. Fertig war die ökologisch korrekte Wasserflasche für Kinder. Emils sind heute Kult, es gibt sie in zig Varianten zu kaufen.

Ein todschicker Thermosbecher für A- und B-Promis

Etwas weniger Ökotouch, dafür ganz viel schön verpackter Lifestyle bekommt man bei den S’well Bottles. Die S’well ist eine Art todschicker Thermosbecher, sie soll zwölf Stunden heiss- und 24 Stunden kalthalten, was immer man einfüllt. Vor allem aber gibt es S’well Bottles in einer Vielzahl von Designs. Metalliclook, Marmoroptik, Holzmaserung oder Regenbogen.

Ausgedacht hat sich das Sarah Kauss. Die Amerikanerin gründete S’well vor zehn Jahren. Kurze Zeit später demonstrierten A- und B-Promis weltweit, wie lässig und bewusst man eine Wasserflasche mit sich tragen kann. Bereits gibt es unzählige, meist billigere Kopien der S’well Bottles zu kaufen. Denn das Geschäft mit den Flaschen boomt.

Deutsche Marktstudien erwarten, dass der Umsatz mit wiederverwendbaren Wasserflaschen bis 2024 im Schnitt um mehr als vier Prozent im Jahr wachsen wird, auf dann 10,2 Milliarden Dollar. Vor allem Flaschen aus Edelstahl haben Potenzial. In sieben Jahren soll jede dritte Trinkflasche aus Metall sein, während derzeit Plastikflaschen den Markt dominieren.

Wem die Weltretterrhetorik diverser Flaschenhersteller auf den Nerv geht, der kauft sich am besten eine Sigg Traveller. Die Aluminiumflaschen aus Frauenfeld waren schon 1956 nachhaltig, als sich noch niemand dafür interessierte. Und das Design ist nicht retro, sondern zeitlos.

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