Rezept

Mit diesen Tipps gelingen leckere Gerichte direkt über dem Feuer

Campingküche muss nicht aus dem Instant-Beutel kommen. Es braucht nur einen Topf, um Leckeres und Nahrhaftes herbeizuzaubern.

Rahel Koerfgen
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Kochen auf offenem Feuer ergibt nicht nur leckeres Essen, sondern sorgt für tiefe Befriedigung.
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Genuss wie in der Steinzeit: Wer mit wenig Gepäck unterwegs sein möchte, legt das Fleisch und Gemüse direkt in die Glut …
... oder aber man setzt auf eine Gusseisenpfanne, welche dem Feuer problemlos standhält. Diese hier sind handgeschmiedet und kosten bei biber.ch je 169 Franken.
Dieser Gaskocher von Optimus bildet mit dem Kochgeschirr eine Einheit und ist dadurch sehr platzsparend – und mit 350 Gramm ein Leichtgewicht. 90 Franken, bei campz.ch.
Ohne geht es nun mal nicht: Ein Sackmesser von Victorinox, etwa das Modell Hunter mit 12 Funktionen (47 Franken), und man ist fürs Kochen in der Natur gerüstet. victorinox.com

Kochen auf offenem Feuer ergibt nicht nur leckeres Essen, sondern sorgt für tiefe Befriedigung.

Bilder: Getty Images, Shuttersrtock, zvg

Endlich ausbrechen. Nach Wochen des Eingesperrtseins stehen die Sommerferien im Zeichen von Abenteuern unter freiem Himmel, von möglichst viel Bewegung, umgeben von sattem Grün. Glück hat, wer einen Platz auf einem Schweizer Zeltplatz ergattern kann: Die rund 400 Anlagen im Land werden gerade überrannt. Hier kann man gut Abstand halten, die Natur und frische Luft vermitteln ein Gefühl der Sicherheit.

Durch die Coronakrise akzentuiert sich ein Trend, der bereits seit Jahren stärker und stärker wird: Beim Campen wird bewusst entschleunigt. Die Seele erfährt eine Reinigung, wenn man sich beschränkt auf das Allernötigste – und realisiert, dass man auch mit wenig sehr gut oder gar besser auskommen kann. Campen – ein gutes Lebensgefühl.

Tage in der Natur, etwa beim Wandern, Kanufahren, Schwimmen oder Biken, machen hungrig. Wer sich beim Campen nur von Büchsenfood, Sandwiches vom Camping-Kiosk und pul­verisierten Fertigmenüs ernährt, wird bald schlappmachen.

Es ist ­bekannt, dass solches Essen wenig Nährstoffe enthält. Deshalb sollte man auf protein- und kohlenhydrat­reiche Ernährung setzen. Geht nicht, denken Sie, wenn ohne die heimische Küche und all ihre Werkzeuge aus­gekommen werden muss? Und wie das geht! Inspiration dafür liefern zig ­Bücher für die Campingküche, etwa das kürzlich erschienene «Van Life ­Kitchen» der Foodbloggerin Jessica Lerchenmüller.

Bild: zvg

Den Holzlöffel gleich selbst schnitzen

Was man fürs Kochen in der Natur benö­tigt, sind ein guter Gaskocher, ein Topf, eine Pfanne (vorzugsweise aus Gusseisen, vorausgesetzt, man reist auf vier Rädern an), ein scharfes ­Messer, ein Holzlöffel, den man am besten gleich selbst in der Natur schnitzt, und ein Messbecher.

Gerüstet werden kann gleich auf dem Teller, die Lieblingsgewürze werden in kleine ­Dosen abgefüllt. Und schon kann es losgehen mit der Kocherei unter freiem Himmel. Ein Food-Trend spielt den Campern dabei in die Hände: die One-Pot-Kultur, wo alles aus einem Topf kommt, sogar Pasta. Die Nudeln werden nach diesem Prinzip nicht erst in Salzwasser al dente gekocht, sondern garen in der eigenen Sauce und mit ­allen andere Zutaten, ähnlich wie bei Linsengerichten.

Wer mit dem Gaskocher nicht warm wird oder ganz einfach keinen Platz hat dafür, kann auch auf die Feuer­karte setzen. Hier lässt sich nicht nur der berühm­te Cervelat bräteln oder das Schlangenbrot, sondern auch alles ande­re zubereiten. Die besagte Gusseisenpfanne kann direkt in die Glut ­gelegt werden. Darin wird von Fleisch bis Gemüse alles sehr schmackhaft.

Abenteuerlustige oder solche, die so ein schweres Teil nicht mitschleppen möchten, suchen sich in der freien ­Natur einen möglichst flachen und einiger­massen grossen Stein. Oder das Fleisch wird, nachdem man es mit auf der Wanderung gesammelten Wildkräutern mariniert hat, unmittelbar in die Glut gelegt. Damit wird die ar­chaische Lebensweise besonders ze­lebriert.

Vergessen Sie Fertiggerichte. Ferien in der Natur schmecken viel besser.

3 Rezepte für die Campingküche

Porridge

Energiereicher Start in den Tag
Bild: zvg

Energiereicher Start in den Tag

Für 2 Portionen:
6 dl Milch/Mandelmilch
80 g Haferflocken
1 Prise Salz
1 gehäufte Messerspitze Zimt
60 g Nüsse
200 g Erdbeeren
Honig
Als Küchenutensilien braucht es einen Gaskocher, einen Topf, einen Löffel und ein scharfes Messer.

Die Milch mit Haferflocken, Salz und Gewürzen aufkochen. Bei kleiner Hitze 15 Minuten zugedeckt ausquellen lassen, ab und zu umrühren. Inzwischen Nüsse hacken, Erdbeeren in Scheiben schneiden. Den Porridge in eine Schüssel füllen, mit Honig süssen. Nüsse und Erdbeeren darauf anrichten.

One-Pot-Älplermagronen

Pasta samt Sauce im Topf zubereiten
Bild: Katrin Gilger / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)

Pasta samt Sauce im Topf zubereiten

Für 2 Portionen:
150 g Älplermagronen/grobe Teigwaren
100 g Kartoffeln festkochend
1 gehackte Zwiebel
1 halber roter Apfel in Würfeln
60 g Speck in Streifen
1 dl Rahm
3 dl Wasser
Salz, Pfeffer
Als Utensilien braucht es einen Gaskocher, einen Topf, einen Messbecher, einen Löffel und ein Messer.

Alle Zutaten inklusive Teigwaren in den Topf geben, mischen, aufkochen. Bei mittlerer Hitze etwa 8 Minuten kochen, dabei immer wieder umrühren. Zum Schluss geriebenen Appenzellerkäse, falls vorhanden, untermischen. Quelle: Fooby

Shakshuka

Orientalisch zu jeder Tageszeit
Bild: Shutterstock

Orientalisch zu jeder Tageszeit

Für 2 Portionen:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
10 halbierte Cherrytomaten
1 EL Olivenöl
1 TL Paprikapulver
je ½ TL gemahlener Koriander und Kreuzkümmel
1 Dose Pelati (400 g)
Salz, Pfeffer
2 Eier
Küchenutensilien: ein Gaskocher oder offenes Feuer, eine Pfanne, ein Löffel und ein Messer.

Öl erhitzen, gehackte Zwiebel und Knoblauch andünsten. Gewürze, Tomaten und Pelati dazu, aufkochen. Hitze reduzieren, 10 Minuten köcheln, salzen und pfeffern. Zwei Mulden in die Sauce graben, Eier darin 6 bis 8 Minuten garen lassen. Quelle: Jessica Lerchmüller