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MOBIL: Kia überrascht mit dem Niro

Nach dem Optima Hybrid sowie dem elektrischen Soul EV bringt Kia ein weiteres Produkt mit alternativem Antrieb auf den Markt. Der vollständig neue Niro ist ein Hybrid und ein interessanter Konkurrent nicht nur zum bekannten Toyota Prius.
Jürg Wick
Markantes neues Kia-Modell mit SUV-Charakter und Hybridantrieb: Der Niro kommt im September in den Handel.Bilder Werk

Markantes neues Kia-Modell mit SUV-Charakter und Hybridantrieb: Der Niro kommt im September in den Handel.Bilder Werk

Es gibt sie noch, die Überraschungen im Automarkt, wo man in jüngster Zeit zur Ansicht kommen musste; alle machen einander alles nach, Innovationen bleiben aus. Da kommt in Zeiten der SUV-Mania der Kia Niro, baut runde 10 cm höher als Auris, Focus, Mégane und Konsorten, sieht aber wie ein ganz normaler Kompakter aus, und plötzlich kann man wieder ohne Klappmesser-Bewegung eine Limousine entern, statt sich hineinfallen zu lassen und sich beim Aussteigen am Fensterpfosten hochziehen zu müssen. Wohl deshalb haben sich die Koreaner getraut, dem Niro in den Presseunterlagen die Bezeichnung SUV anzuheften. Das ist übertrieben: Ein Sport-Utility-Vehicle ist der neueste Kia sicher nicht, sondern schlicht ein geräumiges Auto. Trotz der unter den Rücksitzen gelagerten Batterie für den Hybridantrieb geriet der Kofferraum mit 427 Litern überdurchschnittlich gross. Die Rücksitze geklappt sind es 1425 Liter.

Vollgepackt

Mit einem Verkaufspreis von 36 400 Franken erscheint das Angebot eher hochpreisig. Es gibt jedoch nur eine Variante, die geledert, mit elektrisch verstellbarem Fahrersitz, mit einem Glasschiebedach und beheiztem Lenkrad usw. vollgepackt, sowie mit den neuesten Assistenzsystemen gesegnet ist (siehe Kasten). So sieht das Preis-Leistungs-Verhältnis dann sehr attraktiv aus.

Und schliesslich ist der Niro eben auch ein Hybrid mit Doppelkupplungsgetriebe inklusive Automatikfunktion, der sich einige 100 Meter rein elektrisch bewegen lässt und sich gemäss Werk mit einem Gesamtverbrauch von 3,8 Litern Benzin auf 100 km zufrieden gibt. Da sehen die Turbodiesel im Konkurrenzumfeld ziemlich alt aus, selbst wenn wir davon ausgehen, dass der Kia Niro im Schnitt auf ungefähr 4,5 Liter kommen wird.

Besser noch; das Fahrwerk lehnt sich an die europäischen Vorbilder mit hinterer Mehrlenkerachse an, ist tadellos abgestimmt, federt komfortabel und lässt sich dynamisch dirigieren. Ein Aha-Erlebnis mit einem Koreaner.

Wie die meisten Neuheiten hat der Niro mittig keinen Handbremshebel mehr, aber auch keinen Schalter zum Lösen der Parkbremse; er verfügt über eine mechanische Feststellbremse, welche über den linken Fuss bedient wird. Der Niro fährt leise, sauber die Gangstufen wechselnd, unaufgeregt. Bei Bedarf ist man trotzdem bei den Leuten.

Und woher der Name Niro? Das Auto wurde im Vorfeld als Concept Car aus nicht rostendem Stahl (= «Niro») vorgestellt. Teile davon wurden in der Serie zurückgenommen. Immerhin: Die Kia-Garantie über sieben Jahre oder 150 000 Kilometer bleibt, was auch für die Batterie des Hybridantriebs gilt.

Die Assistenzsysteme im Kia Niro

Zur Serienausstattung im Niro gehören zum Beispiel das Autonomous Emergency Braking AEB (Notbremsassistent, warnt bei Gefahr akustisch und kann auch eigenständig eine Notbremsung einleiten), die Smart Cruise Control SCC (im Tempomat-Modus hält das Auto automatisch die Distanz zum vorderen Fahrzeug, das heisst, der Tempomat kann die Geschwindigkeit anpassen), Lane Keeping Assist System, LKAS (Spurhalteassistent, warnt beim Verlassen der Fahrspur ohne Blinken): Blind Spot Detection BSD warnt vor Verkehrsteilnehmern auf der anderen Fahrspur, wenn dorthin gelenkt wird. Der Rear Cross Traffic Alert (RCTA) ist Rückfahrkamera und zeigt auf dem Bildschirm zum Beispiel beim Rückwärtsfahren aus einer Parklücke das Umfeld an.

Jürg Wick

Modernes Infotainment und neueste Sicherheitstechnologien prägen das Innere.

Modernes Infotainment und neueste Sicherheitstechnologien prägen das Innere.

Rückleuchten in unspektakulärem, aber stilvollem Design.

Rückleuchten in unspektakulärem, aber stilvollem Design.

Die Heckansicht des Kia Niro lässt auf ein SUV-Modell deuten.

Die Heckansicht des Kia Niro lässt auf ein SUV-Modell deuten.

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