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Netflix mischt Serie und Videospiel

In «Minecraft: Story Mode» können Zuschauer die Handlung selbst mittels Fernbedienung steuern. Ob das Experiment wiederholt wird, bleibt fraglich.
Federico Gagliano
In «Minecraft: Story Mode» dürfen Zuschauer selber entscheiden, wie die Handlung weitergeht. (Bild: Screenshot)

In «Minecraft: Story Mode» dürfen Zuschauer selber entscheiden, wie die Handlung weitergeht. (Bild: Screenshot)

Mit «Minecraft: Story Mode» will Netflix sein Familienangebot um ein interaktives Erlebnis erweitern. Die ersten drei Episoden der Serie sind seit dieser Woche auf dem Dienst verfügbar. Es ist zwar nicht die erste Netflix-Show, in der das Geschehen mitbestimmt werden kann, es handelt sich aber um das erste Videospiel, welches komplett über den Streamingdienst mit der Fernbedienung gespielt werden kann.

Auch das Spiel selbst ist an sich nicht komplett neu: Die erste Episode von «Minecraft: Story Mode» erschien bereits im Oktober 2015 für alle gängigen Konsolen und Smartphones. Das Spiel basiert auf «Minecraft», das besonders bei jungen Spielern beliebte Aufbauspiel des schwedischen Studios Mojang.

Vereinfachte Version des Originalspiels

Für die Entwicklung des «Story Mode» war aber der amerikanische Entwickler Telltale Games verantwortlich. Das Studio legt bei seinen Spielen den Fokus eher auf die Geschichte als auf das Gameplay. Vor «Minecraft» hatte Telltale bereits Videospielserien zu «The Walking Dead» und «Game of Thrones» entwickelt. Nun haben sie ihr Spielprinzip TV-tauglich gemacht.

Was das heisst, wird in einem kurzen Einstiegsvideo erklärt, der für die Netflix-Version hinzugefügt wurde: Spieler treffen in regelmässigen Abständen Entscheidungen, was die Spielfigur sagen oder tun soll. Im Gegensatz zum Originalspiel wurden die Optionen von vier auf zwei heruntergeschraubt. Szenen, bei denen im vorherigen Videospiel schnell reagiert werden musste, wurden in der Serie entfernt.

Nichts geändert wurde an der Handlung: Auch hier schlüpft man in die Rolle des Klötzchen-Helden Jesse, dessen Geschlecht man zu Beginn wählen darf. Jesse soll die Minecraft-Welt vor einer grossen Gefahr retten.

Entwicklerstudio wurde geschlossen

Neben den drei bestehenden Folgen sollen am 5. Dezember noch zwei weitere folgen. Wie es danach weitergeht, ist noch unklar: Entwickler Telltale Games entliess vergangenen September über 200 Mitarbeiter. Nur ein kleines Team von rund 25 Leuten blieb bestehen, um «Minecraft: Story Mode» zu beenden. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass die Verkaufszahlen des Studios nicht hoch genug gewesen seien. Anfang November wurde das Studio komplett geschlossen.

Zuvor hatten Telltale und Netflix weitere Zusammenarbeiten angekündigt. Unter anderem hätte ein Videospiel zur Netflix-Serie «Stranger Things» aus dieser Partnerschaft entstehen sollen. Falls Netflix interaktive Unterhaltung weiterfördern will, wird es zunächst einen neuen Entwickler dafür finden müssen.

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