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Neuester Jeep fühlt sich erwachsen an

Jeep Compass Jeep war der Rettungsanker für den Fiat-Chrysler-Automobiles-Verbund. Mit dem neuen Compass reizt Konzern-Chef Sergio Marchionne das populäre Label weiter aus.
Jürg Wick
Der Compass sieht wieder richtig Jeep-mässig aus.

Der Compass sieht wieder richtig Jeep-mässig aus.

Der erste im Jahr 2007, noch vor der Ära Marchionnes lancierte Jeep-Compass-Generation war wegen optischen Dissonanzen erfolglos. Nach der Weltwirtschaftskrise und dem Zusammengehen von Fiat mit Chrysler-Jeep zum Fiat-Chrysler-Automobiles-Verbund (FCA) wurde 2014 der in Italien gebaute Jeep Renegade aus der Taufe gehoben. Ein Kompakt-SUV im Golf-Format. Dieser schlug in Europa sowie in den USA prächtig ein. 2016 war der Renegade knapp hinter dem Grand Cherokee der meistverkaufte Jeep in der Schweiz.

Kannibalismus nach unten und nach oben

Die weniger erfolgreiche zweite Compass-Generation (2010 bis 2016) wurde 2015 aus dem Schweizer Verkaufsprogramm genommen. Die dritte soll es besser machen, denn sie platzt in das am stärksten wachsende Segment des SUV-Hype hinein. 14 Zentimeter länger, 6 Zentimeter breiter als der 4,25 Meter lange Renegade, bildet der Compass-Automobiles-Verbund eine Brücke zwischen den volumenstarken Opel Mokka und Ford Kuga. Kannibalismus nach unten (Renegade) und nach oben (Cherokee) ist nicht auszuschliessen, aber weil die dritte Generation sehr Jeep-mässig aussieht, dürfte dem Erfolg kaum etwas im Wege stehen.

In China und in den USA ist der in Brasilien gebaute Compass schon im Verkauf, die Schweiz kommt im Juli dran. Als Basis dient die italienische Konstruktion Fiat 500 X/Jeep Renagade. Es gibt nicht nur Allradversionen, sondern auch solche mit Frontantrieb, was Preise ab 30 000 Franken ermöglicht. Der 1,4-Liter-Benzinmotor mit 140 PS treibt über ein Sechsgang-Schaltgetriebe die Vorderräder an. Die drehmomentstärkeren Vierzylinder-Turbodiesel mit 140 PS und Allradantrieb sind gegen Aufpreis mit der 9-stufigen Automatik zu haben (plus 2400 Franken), mit 170 PS ist sie inkludiert (ab 44 800 Franken) und dürfte in der Schweiz dominieren.

Serienmässig mit Allrad und 9-Stufen-Automatik

Weil es inzwischen Vorbehalte gegenüber Selbstzündern gibt, könnte in der Schweiz auch dem 170 PS starken 1,4-Liter-Benziner eine wichtige Rolle zukommen. Diese Variante ist serienmässig mit Allrad und 9-Stufen-Automatik ausgestattet, ab 41 100 Franken zu haben und somit ein «echter» Jeep. 2016 hatten in der Schweiz 93 Prozent aller neu zugelassenen Jeep einen 4x4-Antrieb. Fortschritt: Obwohl geräumiger und rund 100 kg schwerer, hat der Compass gleiche Verbrauchswerte wie der kleinere Renegade mit identischem Motor.

Weil sich selbst ein Jeep eher im Stadtverkehr als im Gelände bewähren muss, erhält der Compass nicht nur viele Assistenzfunktionen vom Abstandstempomat bis zum Toter-Winkel-Warner, sondern auch ein gutes Infotainment-System. Auf dem 8,4 Zoll grossen Touchscreen kann man navigieren, durch Apps surfen, das Smartphone (sowohl Apple als auch Android) spiegeln und fast alle Fahrzeugfunktionen ansteuern. So kommt der Kompakt-Jeep mit wenigen Bedienungsknöpfen aus.

Der Compass benimmt sich auf der Strasse angenehm wie ein Personenwagen, federt nicht zu hölzern, lenkt sich zielgenau und behält mit seinem Terrain-Schalter für Sand, Schlamm, Schnee oder steinigen Untergrund Vorteile im Gelände in der Hinterhand, was stammtischfähig ist, selbst wenn man es nie braucht. Innen gefällt der Compass mit reichlich Beinfreiheit im Fond sowie vielen Ablagen – und dank hoher Sitzposition mit guter Aussicht. So fühlt sich der neueste Jeep erwachsen an, was der Marke helfen dürfte, den strenger werdenden CO2-Gesetzen Genüge zu tun.

Jürg Wick

Infos: www.jeep.ch

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