Getestet

Nicht alle Insekten-Snacks sind geniessbar: Die einen schmecken nach Chips, die anderen nach Heu

Es braucht Mut, um in den ungewohnten Superfood reinzubeissen. Wenn man sich einmal überwunden hat, staunt man aber ab dem nussigen Geschmack.

Raffael Schuppisser
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Die Snacks des Schweizer Start-up Essento.

Die Snacks des Schweizer Start-up Essento.

Bild: zvg

Insekten sind proteinhaltig, vitaminhaltig und damit gesund. Sie gelten als der Superfood der Zukunft. Auch weil ihre Züchtung für die Umwelt viel nachhaltiger ist als Rinder oder Hühner.

Es gibt nur ein Problem: Hierzulande ekeln sich viele vor ihnen. Sie werden deshalb zu Burgern oder Proteinriegeln verarbeitet, sodass die einzelnen Insekten nicht mehr sichtbar sind. Ein Verkaufsrenner sind sie bisher nicht.

Dennoch geht das Schweizer Start-up Essento nun einen Schritt weiter und bietet ganze Insekten als Snack für Zwischendurch an. Wir starten mit den Mehlwürmern mit Salz und Pfeffer – auch weil sie die kleinsten Tierchen sind und damit am wenigsten gruselig aussehen.

Zu unserer Überraschung schmecken sie ganz gut. Wie bei Kartoffelchips ist kaum ein Eigengeschmack vorhanden, stattdessen verbreitet sich eine salzige Schärfe im Mund, die nach mehr verlangt.

Bereit für die nächste Stufe: Grillen mit Paprika: Hier erinnert der Geschmack noch mehr an Paprika-Chips. Daran kann man sich gewöhnen. Vielleicht tatsächlich etwas für die nächste Party.

Bleiben noch die Heuschrecken mit Alpenkräutern. Mit Flügeln und Kopf sind die Viecher knapp fünf Zentimeter lang. Ein bisschen Überwindung braucht es, sich ein getrocknetes Tier in den Mund zu schieben. Ein Knacken, wenn man den Körper zerbeisst.

Ein Knirschen, als bisse man auf Sand, wenn die Zähne auf die Flügel treffen. Und vor allem: Der Geschmack. Heuschrecken heissen nicht nur so, sie schmecken auch tatsächlich nach Heu. Dagegen sind Grillen und Larven schon fast eine Delikatesse.

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