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Nissan Juke Nismo RS – auffällig und agil

Nismo ist Nissans Sportlabel, hat seine Wurzeln im Motorsport und findet in diversen Modellreihen seinen Niederschl
Eindeutige Designsprache: Spoiler, Schweller und 18-Zöller sowie die rot lackierten Spiegelgehäuse sind optische Merkmale des Juke Nismo RS. (Bild Martin Schatzmann)

Eindeutige Designsprache: Spoiler, Schweller und 18-Zöller sowie die rot lackierten Spiegelgehäuse sind optische Merkmale des Juke Nismo RS. (Bild Martin Schatzmann)

Martin Schatzmann

¨Die ersten 30 Jahre war Nismo eine reine Motorsportabteilung von Nissan, die sich Rennautos widmete. Erst vor drei Jahren wurde das Engagement auch auf Kundenfahrzeuge ausgeweitet, vergleichbar mit AMG bei Mercedes oder M bei BMW. Nismo stimmt Serienfahrzeuge sportlich-spezifisch ab und peppt sie ausstattungsmässig auf. Das erste Modell basierte auf dem Juke, ihm folgten 370Z und GT-R. Inzwischen ist der Juke Nismo zum Nismo RS mutiert.

Sitze, die sitzen

Modifizierte Front, grosser Dachspoiler, Heckdiffusor, Schweller und 18-Zoll-Felgen sind die Nismo-Merkmale des auffälligen Kompakt-SUV. Innen verdeutlichen unter anderem die lederbezogene Instrumentenabdeckung, die Markierung für die Nulllage am Lenkrad und die Sportsitze den sportlichen Anspruch. Unser Wagen war mit den optionalen Recaro-Schalensitzen bestückt, in denen der Spassfaktor beim Kurvenwetzen dank des guten Seitenhalts noch einmal wächst, die zugleich von Fahrer und Beifahrer wegen der hohen Flanken mehr Gelenkigkeit beim Ein- und Aussteigen abfordern.

Der Juke Nismo RS ist wahlweise mit AWD und Automatik oder als Handschalter mit Vorderradantrieb im Angebot. Obwohl die Schweiz nach Allrad lechzt, sprechen beim Nismo-Juke nicht nur preisliche, sondern auch fahrdynamische Gründe für den Fronttriebler. Dieser steht mit 32 990 Franken auf der Preisliste und sein direkt eingespritzter 1,6-Liter-Turbo bietet Leistungswerte von 218 PS und 280 Nm Drehmoment. Beide Werte müssen beim um 3000 Franken teureren Allradler gedrosselt werden, und zwar auf 214 PS und – im Alltag wesentlicher – auf 250 Nm. Zugleich bringt die AWD-Version gut 120 Kilogramm mehr auf die Waage. Da verwundert nicht, dass der AWD-Nismo-RS mit 8,0 Sekunden eine ganze Sekunde langsamer von 0 auf 100 beschleunigt, als der von uns gefahrene Fronttriebler. Zugleich genehmigt sich der Allradler beim Verbrauch ein paar Zehntel mehr.

Knurriger Motorenton

Der ausgesprochen drehfreudige Motor besitzt einen für hochgezüchtete Sportmotoren typischen, leicht unruhigen Leerlauf. Das passt ausgezeichnet zum Charakter des Wagens, ebenso sein knurriger Sound. Triebwerk und Getriebe erweisen sich als gelungene Kombination, wobei der Schaltstock des kurz abgestuften 6-Gängers nicht nur gut in der Hand liegt, sondern auch präzise und sehr knackig geführt ist. Eine Antriebseinheit also, die bei viel Schaltarbeit und forcierter Gangart auf kurviger Strecke gefällt, sich dank durchzugsstarkem Charakter aber auch ausgesprochen schaltfaul gibt. Im Test verzeichneten wir übrigens einen Verbrauch von 8,3 Litern, der damit verhältnismässig nahe am Normverbrauch von 7,2 Litern liegt.

Sehr gut, aber ein Aber ...

Trotz des um 10 Prozent straffer abgestimmtem Fahrwerks bietet der Wagen einen akzeptablen Federungskomfort. Mit der direkt ausgelegten, guten Rückmeldung vermittelnden Lenkung bereitet der Juke Nismo RS nicht nur im Kurvengeläuf viel Fahrfreude, auch auf den schnellen Autobahnen unseres nördlichen Nachbarn liegt der kompakte SUV satt und mit stabilem Geradeauslauf auf der Strasse. Als grössten Kritikpunkt monieren wir bei höherem Leistungseinsatz spürbare Lenkeinflüsse, die auch mit dem serienmässigen Sperrdifferenzial nicht ausgemerzt werden. Allerdings verhilft die Sperre auf unsicherem Grund für gute Traktion.

Fazit: Der Nissan Juke Nismo RS ist ein fahraktiver Crossover, Nismo-gerecht agil und gleichwohl von alltagstauglicher, kompakter Prägung.

Steckbrief

Nissan Juke Nismo RS

Modell: Fünftüriger Kompakt-SUV
Motor: Benzinmotor: 4-Zylinder-Turbo, 1618 ccm, 218 PS/160 kW bei 6000 U/min, max. Drehmoment 280 Nm bei 3600 bis 4800 U/min
Antrieb: Vorderradantrieb, manuelles 6-Gang-Getriebe, Differenzialsperre, ohne Stopp-Start-System
Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h in 7,0 s; V-max: 220 km/h
Verbrauch: 7,2 Liter/100 km, 165 g CO2 /km, Energieeffizienzkategorie F
Masse/Gewichte: 4,165 m lang, 1,77 m breit, 1,565 m hoch; Radstand: 2,53 m. Leergewicht inkl. Fahrer: 1342 kg. Gepäckvolumen: 354 bis 797 Liter
Preise:Ab 32 990 Franken, Recaro-Sitze 2000 Franken, RS-Technology 1500 Franken
Infos: www.nissan.ch

Klassische Anordnung von Tacho und Drehzahlmesser. Dazwischen die eher etwas kleine digitale Infoanzeige. (Bild PD)

Klassische Anordnung von Tacho und Drehzahlmesser. Dazwischen die eher etwas kleine digitale Infoanzeige. (Bild PD)

Recaro-Sitze sind Option, bieten ausgezeichneten Seitenhalt, erschweren aber den Zustieg. (Bild PD)

Recaro-Sitze sind Option, bieten ausgezeichneten Seitenhalt, erschweren aber den Zustieg. (Bild PD)

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