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OAHU: Hawaiis «Sammelplatz» hat viele Reize

Hier kommen alle an und reisen schnell auf eine andere Insel. Wieso eigentlich? Hawaiis Hauptstadtinsel Oahu hat alles: Natur, Traumstrände und pulsierendes Stadtleben.
Traumhafter Blick über wogende Palmen, tiefblaues Meer und die herannahenden Wellen an der Diamond Head Beach im Ferienzentrum Waikiki. (Bild: Andreas Fässler)

Traumhafter Blick über wogende Palmen, tiefblaues Meer und die herannahenden Wellen an der Diamond Head Beach im Ferienzentrum Waikiki. (Bild: Andreas Fässler)

Andreas Fässler

Sie gilt als «Sammelplatz» Hawaiis, als Verkehrsknotenpunkt der Südsee und Ausgangsort für munteres Inselhopping: Oahu ist nach «The Big Island» und Maui die drittgrösste Insel des 50. US-Bundesstaates mitten im Pazifischen Ozean auf halber Strecke zwischen Kalifornien und Japan. Der Grossteil aller Ankommenden landet auf dem internationalen Flughafen von Honolulu. Viele von ihnen statten höchstens der Hauptstadt oder dem illustren Ferienzentrum Waikiki einen kurzen Besuch ab, bevor sie nach Maui, Kauai, Molokai oder Big Island weiterreisen. Der Rest Oahus wird dabei oft links liegen gelassen – zu Unrecht!

Südseezauber und Grossstadt

Die knapp 1550 Quadratkilometer grosse Insel nämlich bietet genug Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten, um hier eine ganze Woche mit Auskundschaften zu verbringen. Allen anderen Eilanden hat Oahu dabei eines voraus: Sie vereint unverfälschten Südseezauber mit dem pulsierenden Leben einer amerikanischen Grossstadt. Nichts davon kommt dem anderen in den Weg, und selbst vom abgelegensten Punkt ist man in knapp einer Autostunde wieder im Hotel in Waikiki – vorausgesetzt, die Umstände lassen es zu. Denn Honolulu hat mit denselben Problemen zu kämpfen wie jede andere US-Grossstadt: Insbesondere nachmittags sind die Strassen in und um die 380 000-Einwohner-Metropole oft verstopft.

Tropisch das ganze Jahr

Massgeblich ist nicht zuletzt die Reisezeit: Während der Hochsaison im Sommer oder um die grossen Feiertage herum wie Weihnachten und Ostern sind vor allem Honolulu und Waikiki heillos überfüllt. Somit empfiehlt es sich, in einer Zwischen- oder Randsaison nach Oahu zu reisen – die tropischen Temperaturen sind praktisch das ganze Jahr über konstant. Der Autor dieser Zeilen hat die erste Dezemberhälfte als ideal erfahren, sowohl wettermässig als auch bezüglich der Menge an Touristen – und auch preislich. Ein Linienflug Zürich–San Francisco nonstop und anschliessend nach Honolulu und auf demselben Weg wieder zurück ist in dieser Jahreszeit bereits für erstaunliche 1000 Franken zu haben. Für eine Woche Automiete ist man schon ab 150 Franken dabei, alles inklusive.

Ein teures Pflaster

Dennoch sollte der Reisende nicht zu unterschätzende Nebenkosten in seinem Ferienbudget einkalkulieren. Hawaii ist ein sehr teures Pflaster, auch für Selbstversorger. Ein Grossteil der Nahrungsmittel muss Tausende Kilometer vom amerikanischen Kontinent herangeschafft werden, was die Preise stark in die Höhe treibt. Verfänglich dabei sind die ABC-Stores, die es insbesondere in Waikiki fast an jeder Ecke gibt. Hier sind vor allem die Lebensmittel unanständig teuer. Man fährt besser in einen Wal Mart in der Nähe, wo die Kosten vergleichsweise moderat sind.

Wo es sich besonders lohnt, genügend Geld in die Hand zu nehmen, ist bei der Wahl des Hotelzimmers oder des Appartements. Man sollte sich, wenn immer möglich, Ocean View leisten. Der Blick über die wogenden Kokospalmen hinweg hinaus aufs tiefblaue Meer mit den heranrollenden Wellen ist unbeschreiblich.

Am Ostende Waikikis wacht der Diamond Head über den Küstenort. Der erloschene Vulkan ist als State Monument kategorisiert. Eine Wanderung vom Kraterboden auf den Kraterrand wird mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt.

1050 Stufen zum Koko Head

Etwas anstrengender ist der Aufstieg auf den Koko Head weiter östlich. Über 1050 Stufen zieht sich eine Treppe bolzengerade und steil bis zur Krete. Hier kann man seine körperliche Fitness testen – und sich anschliessend mit einem Bad oder Schnorchelgang in der Hanauma Bay belohnen, ein weiterer erloschener Vulkan, dieser jedoch liegt im Meer und hat einen herrlichen Palmenstrand.

Wenige Fahrminuten weiter auf dem Highway 72 Richtung Kane’ohe liegt erhöht der Makapu’u Lookout. Unbedingt anhalten und die fantastische Sicht über die steil abfallenden Berge und die Nordostküste auf sich wirken lassen. Es ist von hier nicht mehr weit bis nach Kailua, wo ein herrlicher Strand lockt, aber: Besser man fährt noch eine halbe Meile weiter zur Lanikai Beach, einem paradiesischen Strand mit hellgelbem Sand und kristallklarem Wasser. Südseekulisse in höchster Vollendung, wiederholt zu einem der zehn schönsten Strände der Welt gekürt.

Wellen für Hardcore-Surfer

Man ist hier auf der anderen Seite der Gebirgskette, und dennoch ist es eine erstaunlich kurze Fahrt über den 61er oder die H3-Interstate zurück nach Honolulu oder Pearl City. Die Berge wirken oft wetterbestimmend. So kann es nördlich von ihnen nebelverhangen, kühl und regnerisch sein, während südlich davon das beste Wetter herrscht.

Ein bisschen mehr Zeit sollte man für eine Tour um den nördlichen Inselteil – von Kane’ohe nach Haleiwa – einplanen. Alle paar Meilen würde sich ein längerer Zwischenstopp lohnen. Liebliche Küstendörfer wechseln sich ab mit Abschnitten, bei denen die Zivilisation wiederum weit weg scheint. Stets die zerklüftete Mountain Range zur einen Seite, betören auf der anderen zauberhafte Kulissen mit Strand, Palmen und tiefblauem Ozean.

Einen Besuch wert ist insbesondere der Hawaii Temple in Laie, ein symmetrisch angelegtes Zentrum der Mormonen. Ein Halt lohnt sich auch an der Waimea Beach, wo sich zu gewissen Tageszeiten die legendären Monsterwellen zeigen, auf welche die Hardcore-Surfer so scharf sind.

Geheimtipp Südküste

Charmant, wenn auch etwas verwahrlost präsentiert sich das Küstenstädtchen Haleiwa, wo sich ein Surfershop an den nächsten reiht. Ein Insidertipp an dieser Stelle ist ein Abstecher ans Ende des Highway 930, jenseits vom Dillingham Airfield am Nordeingang des Ka’ena Point State Park. Hier in der Abgeschiedenheit hinterlassen eine meist raue See mit mannigfaltiger Farbenpracht sowie bizarre Gesteinsformen einen bleibenden Eindruck.

Ein weiterer Geheimtipp ist die Südküste, wohin sich nur wenige Touristen verirren. Auf dem Highway 93 via Nanakuli nach Makaha trifft man immer wieder auf märchenhafte, nahezu menschenleere Strände. Auch hier ist eine Hügelkette Teil der faszinierenden Insellandschaft. Die Strasse endet am Südeingang des Ka’ena Point State Park – die Vegetation ist viel karger als an der Nordküste. Hier teilt man sich den lang gezogenen Strand höchstens mit ein paar wenigen Einheimischen.

Was weiter für Oahu spricht: Neben all diesen überwältigenden Naturschönheiten wartet die Insel mit viel Geschichte auf. Und hierbei nicht etwa nur mit der eindrücklichen Gedenkstätte von Pearl Harbor, sondern mit historischer Architektur in der Hauptstadt.

«Aloha Oe» der letzten Königin

Neben der neugotischen Sankt-Andreas-Kathedrale und der königlichen Kawaiaha’o Church beeindruckt vor allem der ’Iolani-Palast, die einstige Königsresidenz. Erstellt in filigranem Südsee-Rokoko steht das Palais inmitten einer ausladenden Parkanlage. Gleich dahinter schliesst sich das State Capitol of Hawaii an, ein bemerkenswertes Gebäude, dessen Stil sich dem Bauhaus anlehnt. Davor steht das stolze Denkmal von Lili’uokalani, der letzten hawaiianischen Königin und Urheberin des weltberühmten Liedes «Aloha Oe». Lohnenswert ist zudem ein Besuch des Aloha Towers. 1926 im Hafen von Honolulu erbaut, eröffnet sich dem Besucher auf dem Turm eine phänomenale Rundsicht auf Honolulu, die Hafenanlagen und die gesamte Umgebung.

Achtung vor Kriegsgeschrei

Kulturtipp zum Schluss: Wer eine authentische hawaiianische Tanzshow erleben möchte, der sollte die organisierten Touristenprogramme in den Hotelanlagen Waikikis meiden. Es handelt sich dabei oft um irgendwelches Kriegs- und Brunftgeschrei, das von anderen Südseeinseln «importiert» worden ist und mit der wahren Tradition auf Hawaii wenig zu tun hat. Es gibt Kulturzentren im Hinterland, in denen der echte Hula-Tanz vorgetragen wird.

Traumstrände unter erloschenen Vulkanen

Etwa auf halber Strecke zwischen Kalifornien und Japan liegt die Inselkette Hawaii im Pazifischen Ozean. Oahu mit der Hauptstadt Honolulu ist die drittgrösste Insel. Das ganze Jahr über herrschen hier tropische Temperaturen. Während der Hochsaison im Sommer und um die grossen Feiertage ist vor allem Waikiki überfüllt. Es empfiehlt sich eine Reise in einer Rand- oder Zwischensaison – auch preislich. Unbedingt die Krater der erloschenen Vulkane erwandern und die Aussicht über das Meer geniessen.

Paradies für Surfer: Wellenreiten an der Haleiwa Beach. (Bild: EPA / KELLY CESTARI)

Paradies für Surfer: Wellenreiten an der Haleiwa Beach. (Bild: EPA / KELLY CESTARI)

Die Skyline von Honolulu, der 380 000-Menschen-Metropole. (Bild: Andreas Fässler)

Die Skyline von Honolulu, der 380 000-Menschen-Metropole. (Bild: Andreas Fässler)

Wenn möglich, sollte man sich Ocean View leisten. Im Bild: Lanikai Beach. (Bild: Andreas Fässler)

Wenn möglich, sollte man sich Ocean View leisten. Im Bild: Lanikai Beach. (Bild: Andreas Fässler)

Auf dem Weg zum Krater des erloschenen Vulkans Diamond Head bei Waikiki. (Bild: Keystone)

Auf dem Weg zum Krater des erloschenen Vulkans Diamond Head bei Waikiki. (Bild: Keystone)

Vom Meer geschliffene Gesteinsformen an Oahus Nordküste. (Bild: Andreas Fässler)

Vom Meer geschliffene Gesteinsformen an Oahus Nordküste. (Bild: Andreas Fässler)

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