Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PILGERN: Pfad in die Stille: Der Ignatiusweg

Wem der Rummel auf dem Jakobsweg zu viel ist, für den gibt es eine Alternative: den Ignatiusweg vom Baskenland nach Katalonien.
Im baskischen Laguardia. (Bild: srt)

Im baskischen Laguardia. (Bild: srt)

Mindestens einmal wurde ihm der Zutritt in eine Ortschaft verwehrt. Zu gross war im 16. Jahrhundert die Furcht vor Fremden, die Verderben und Krankheiten, ja sogar die Pest bringen konnten. Dieser Fremdling, der auch noch einen anderen Akzent sprach und in feiner Ritterkleidung, jedoch ohne Tross und Gefolge durch die Lande zog, war den Dörflern suspekt. Doch Ignatius, der spätere Mitbegründer des Jesuitenordens, hatte ein Ziel. Er wollte sein Leben nach anderen Werten ausrichten und einen Neuanfang starten. Dafür zog er 1522 von Loyola, seinem Heimatort im Norden Spaniens, bis an die Mittelmeerküste bei Barcelona und weiter nach Jerusalem.

Sinnsuchende, die heute dem Ignatiusweg folgen, lernen in grosser Stille die einzigartigen Natur- und Kulturschätze sowie die wechselvolle Geschichte Spaniens kennen. Doch auf diesem Weg ist man nicht nur alleine, sondern einsam. 2011 wurde der Pilgerweg vorgestellt. Er führt in etwa 27 Tagesetappen und auf rund 650 Kilometern von Loyola im Baskenland bis nach Manresa in Katalonien. Der Baske Fermin Lopetegui war der erste, der 2012 auf dem neuen Ignatius-Pilgerweg wanderte. «Schon als Schüler habe ich von Ignatius gelesen und war sofort an der Route interessiert», sagt der 63-Jährige. «Damals war der Weg nur grob markiert, geschlafen habe ich irgendwo.» Unterwegs führte er Tagebuch und konnte auch Erkenntnisse über den Zustand des Weges und die Übernachtungsmöglichkeiten in das Guidebook einbringen. Auf die Frage, welche Etappe die schönste sei, antwortet der Ingenieur: «Das sind die Strecken zu Beginn über die Berge. Aber das sind auch die härtesten.» Danach führt der Weg ins Rotweinparadies La Rioja, weiter dem Ebro entlang, in Aragonien durch eine Wüstengegend und im katalanischen Hinterland wieder durch wildwuchernde Natur – bis zum Höhepunkt, dem Bergkloster Montserrat. (srt)

Hinweis Die besten Wandermonate sind Ende April bis Mitte Juni sowie Mitte September bis Mitte November. www.caminoignaciano.org./de

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.