PROBEFAHRT: Für das kleine Abenteuer: Die All-Terrain-Version der E-Klasse von Mercedes-Benz

Wer keinen sperrigen SUV will und doch mal über Stock und Stein fährt, ist mit der Version All-Terrain der E-Klasse von Mercedes-Benz gut bedient. Ein Hightech-Auto im Lifestyle-Look.
Bruno Knellwolf
Die E-Klasse 350 d All-Terrain von Mercedes-Benz mit mehr Bodenfreiheit und viel Fahrkomfort. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die E-Klasse 350 d All-Terrain von Mercedes-Benz mit mehr Bodenfreiheit und viel Fahrkomfort. (Bild: Hanspeter Schiess)

Bruno Knellwolf

Ein Kenner bemerkt sofort: Das ist nicht die normale E-Klasse. Dem Unwissenden wird dagegen kaum auffallen, dass die Front dieses Fahrzeugs markanter wirkt wegen des Zweilamellen-Grills mit dem eingebetteten Zentralstern im SUV-Stil. So gestaltet ist auch der eigenständige Frontstossfänger sowie die Verkleidung im Unterfahrschutz-Look. All-Terrain nennt Mercedes diese E-Klasse, und tatsächlich ist das Auto bereit für das kleine Abenteuer zwischendurch über den Feld- und Waldweg.

Die Radlauf-Verkleidungen in Schwarz betonen die SUV-Anlehnung des luxuriösen Geländegängers mit den grossen Rädern, mehr Bodenfreiheit und gesteigertem Schlechtewege-Komfort. Auch Mercedes-Benz hat also ein Lifestyle-Angebot für Gutverdiener mit Ferienhaus am Berghang. Neu ist die Idee nicht, auch andere Premium-Marken haben einen Luxus-Geländekombi in ihrer ­Palette. Denn mag der Mercedes auch leicht über Stock und Stein fahren, die meisten Kilometer wird dieses Auto doch auf der normalen Strasse machen. Und dort fährt sich das Auto so angenehm und sanft wie auf Wolken, auch dank der serienmässigen Luftfederung. Wirken andere Business-Modelle schnell mal ­bockig und hart, freut sich der All-Terrain-Fahrer darüber, dass er zwar SUV-Möglichkeiten hat, aber doch sehr bequem und komfortabel unterwegs ist. Entspannt steigt man auch nach langer Fahrt aus dem geräumigen Kombi mit dem gut austarierten Allrad-Antrieb und der sanft schaltenden 9-Stufen-Automatik.

Technisch auf dem besten Stand

Die E-Klasse ist ein hochtechnisiertes Auto mit Spurwechsel-­Assistent und Teilzeit-Autopilot, dank dem man das Steuer wegen der vielen Sensoren und Kameras eigentlich loslassen könnte, weil das Auto selbstgelenkt um die Kurve fährt. Darf man aber nicht, deshalb blinkt und tönt schnell das Warnsignal mit der Aufforderung, das Steuer sofort wieder in die Hand zu nehmen. Das macht man gerne in diesem Auto, auch weil die Motorisierung mit dem 258 PS-starken V6-Diesel vorzüglich ist. Fünf Fahrprogramme stehen zur Verfügung, von Eco über Comfort bis All-Terrain. Der Musiksound im Mercedes ist beinahe wie in einem Konzertsaal, die Navi-Grafik und die Bilder auf dem grossen Bildschirm von der Rückfahr- und anderen Kameras sind gestochen scharf. Mit einer Tankfüllung kommt man 900 Kilometer weit und mit dem iPhone kann man mit dem «Remote Parking Pilot» sogar ferngesteuert einparkieren.

Multifunktionales Bedienungselement mit Touch in der Mittelkonsole. (Bild: Hanspeter Schiess)

Multifunktionales Bedienungselement mit Touch in der Mittelkonsole. (Bild: Hanspeter Schiess)

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