Probefahrt: Sportversion des Opel Insignia profitiert vom Nürburgring

Die Sportversion des Opel Insignia, der GSi, punktet mehrfach: mit dem Biturbo-Dieselantrieb, mit der Achtstufenautomatik sowie mit viel Fahrkomfort und einem klugen Lichtsystem.
Bruno Knellwolf
Der sportlichste Opel Insignia: der fünf Meter lange GSi Sportstourer mit 480 Newtonmetern Drehmoment. (Bild: Bruno Knellwolf)

Der sportlichste Opel Insignia: der fünf Meter lange GSi Sportstourer mit 480 Newtonmetern Drehmoment. (Bild: Bruno Knellwolf)

Bruno Knellwolf

Wäre die Geschichte nicht wahr, wäre sie wenigstens gut erfunden. Da steht ein Mann hinter dem Heck des neuen Opel Insignia GSi, der selbst ein Auto aus der um einiges teureren Premiumklasse fährt, und sagt: «Wenn ich bei meinem Auto mit dem Fuss gegen das Heck kicke, geht der Kofferraum auf.» Gesagt, getan, und schon öffnet sich die Hecktüre des Opel Insignia. So wie in der Fernsehwerbung zählt der gute Mann das eine und andere Feature aus der Auto-Oberliga auf, und nach jeder Nennung darf der Testfahrer sagen: «Das hat dieser Opel auch.»

Die Rede ist von der Sportversion des Opel-Flaggschiffes, dem GSi. Und somit sind nicht die ­Gestensteuerung, die vielen Fahr­assistenzsysteme oder die Komfortelemente das Wichtigste am neusten Mitglied der Insignia-Familie, sondern die Fahrleistungen und der Fahrkomfort. Der Opel Insignia GSi liegt zehn Millimeter dichter auf der Strasse als ein normaler Insignia und ist mindestens 160 Kilogramm leichter als ein OPC der Vorgängergeneration. Und OPC steht bei Opel für die Sportwagenversionen des deutschen Autoherstellers aus Rüsselsheim.

Enggeschnittene Sportsitze

Die Sportlichkeit wird schon deutlich, bevor man den Wagen per Knopfdruck gestartet hat. Die Sitze sind eng geschnitten und geben viel Halt, wird mit dem bissig motorisierten GSi durch die Kurven gefahren. Der Halt ist sowieso ein gutes Stichwort. Das gilt nämlich nicht nur für die Sportsitze, sondern auch für den sportlichen Kombi im Ganzen. Das Auto ist nicht nur tiefer gelegt, spezielle Sportdämpfer reduzieren die Karrosseriebewegungen zusätzlich. Sein Fein­tuning habe der Insignia GSi auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings erhalten, schreiben die Opel-Ingenieure. Dort würde der GSi-Fahrer das Auto sicher selbst auch gerne testen. Doch schon in normalen Kurven zeigt sich der Fahrkomfort des Allrad-Fahrzeugs. Das FlexRide-Fahrwerk reagiert in Sekundenbruchteilen über Stossdämpfer und Lenkung auf die jeweilige Fahr­situation. Die Fahrcharakteristik kann selbst gewählt werden mit den Modi Standard, Tour oder Sport. Exklusiv für den GSi gibt es zusätzlich den Competition-Modus, der über den ESP-Knopf aktiviert wird. Das wäre dann der Modus für den Nürburgring.

Schnelle Automatik

Zum grossen Fahrkomfort trägt auch die Achtgangautomatik bei, die in grosser Geschwindigkeit durchschaltet. Das zahlt sich für den Liebhaber von schnellen Kombis natürlich auch dank der angepassten Motorisierung aus. Die ist mit Opels Top-Triebwerk, dem Zweiliter-Biturbo, gegeben, der mit sequenzieller Zwei-Stufen-Turboaufladung 210 PS leistet. Aus dem Stand zieht der GSi prächtig davon, die 480 Newtonmeter machen sich erfreulich bemerkbar, kommen diese doch schon im unteren Drehzahl­bereich. Da auch der Dieselverbrauch bei real etwa sieben Litern liegt, fällt das Fazit für dieses Auto positiv aus. Der sportliche und trotzdem geräumige Kombi punktet zudem auch mit seiner Matrix-Lichtautomatik, die alles ausleuchtet, ohne zu blenden.

In diesem Cockpit sitzt es sich bequem. (Bild: Bruno Knellwolf)

In diesem Cockpit sitzt es sich bequem. (Bild: Bruno Knellwolf)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.