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Quarantänetipps für Kinder: Mit diesem Trick könnt ihr euren eigenen Kinofilm drehen

Wir zeigen, wie du mit dem Smartphone deinen ­eigenen Film drehst und Spielfiguren zu Stars machst.

Niklaus Salzmann
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Mit Lego lassen sich nicht nur Hauptdarsteller und Kulissen zusammensetzen, sondern auch gleich eine Halterung, die das Smartphone in Position hält.

Mit Lego lassen sich nicht nur Hauptdarsteller und Kulissen zusammensetzen, sondern auch gleich eine Halterung, die das Smartphone in Position hält.

Bilder: Salzmann, Shutterstock

Die Kinos sind geschlossen, umso heisser laufen Netflix, Youtube und andere Streamingdienste. Wie wäre es, zwischendurch die Seiten zu wechseln und – statt faul vor dem Bildschirm zu liegen – einmal hinter der Kamera zu stehen? Einen Kurzfilm zu machen, ist nicht schwer und benötigt auch keine aussergewöhnliche Ausrüstung: Es reichen ein Smartphone und eine Box voller Lego. Was es dazu allerdings von dir braucht, ist eine Portion Geduld. Denn selbst wenn dein Film nur ein paar Sekunden dauern soll, musst du dafür viele, viele einzelne Bilder aufnehmen.

Im Prinzip besteht jeder Film aus Einzelbildern. Sie wechseln so rasch, dass das Hirn sie nicht einzeln wahrnimmt, sondern zu einer Bewegung zusammensetzt. Ein Kinofilm zum Beispiel hat meist 24 Bilder pro Sekunde.

Die Technik, die «Shaun das Schaf» lebendig macht

Am einfachsten zu verstehen ist das, wenn du es ausprobierst. Die Technik, die wir dir hier vorstellen, heisst «Stop Motion» – bestimmt kennst du «Shaun das Schaf», das auf diese Weise zum Leben erweckt wurde. Eine einfache Gratisapp dazu ist «Stop Motion Studio». Wenn du sie aufs Smartphone oder Tablet heruntergeladen hast, brauchst du danach kein Internet mehr.

Für einen ersten Versuch wählst du am besten ein Fahrzeug, zum Beispiel ein Lego-Skateboard. Öffne die App, und richte die Smart­phone­kamera auf den Skater. Versuch, das Phone für die nächsten Schritte vollkommen still zu halten. Du kannst auch aus Lego eine Halterung für das Smartphone bauen, damit es nicht verrutscht. Nun machst du in der App ein erstes Foto.

Bilder: Salzmann

Schiebe das Skateboard dann mit der freien Hand ein paar Millimeter vor und mach das zweite Foto.

Bilder: Salzmann

Nochmals ein paar Millimeter, dann das dritte Foto. Und so weiter.

Bilder: Salzmann

Wenn du ungefähr zehn Bilder gemacht hast, spielst du das Ganze mit der App ab.

Das Skateboard scheint nun zu fahren, vermutlich etwas ruckelig. Falls es zu langsam oder zu schnell ist, kannst du in den Einstellungen der App die Geschwindigkeit verändern: Du wählst dort, wie viele Bilder pro Sekunde abgespielt werden. Eine höhere Zahl ergibt eine schnellere und rundere Bewegung. Das heisst aber auch, dass du mehr fotografieren musst, um einen Film von derselben Dauer zu erhalten. Eine schnellere Bewegung erreichst du aber auch, wenn du zwischen den einzelnen Fotos das Skateboard jeweils etwas mehr vorwärts schiebst.

Du kannst nun die wildesten Skateboardtricks machen. Von Zauberhand Gegenstände im Bild auftauchen und verschwinden lassen. Und im Nachhinein Geräusche dazu aufnehmen. Gewiss wird nicht alles perfekt. Egal, das verleiht deinem Film Charme. Selbst bei «Shaun das Schaf» sind gelegentlich Fingerabdrücke zu sehen. Der letzte Kinofilm mit Shaun dauerte übrigens 87 Minuten, das entspricht ungefähr hundertfünfundzwanzigtausend Bildern.

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