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Quiz

Von welchem Baum stammt welches Blatt? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Herbstquiz

Blätter werden bunt, Bäume kahl und das Laub raschelt laut: Es ist Herbst. Doch die Antwort auf die Frage, warum sich Laubbäume verfärben, ist nicht so einfach, wie es im Biologieunterricht scheint. Es ist komplizierter, aber interessant.
Marlen Hämmerli
Frage 1 / 14

Von welchem Baum stammt dieses Blatt?

Bergahorn
Spitzahorn
Eiche

Im Frühling und Sommer ist er überlebensnotwendig, im Herbst wird er für Bäume gefährlich: der Farbstoff Chlorophyll. Denn bevor Laubbäume ihre Blätter abwerfen, entziehen sie ihnen möglichst viele Nährstoffe. Dazu gehören etwa Eisen, Magnesium und Stickstoff, der vor allem in Proteinen enthalten ist. So wird auch das Chloroplastenprotein in Stamm und Wurzel eingelagert und genau das wird zum Problem. Denn ohne dieses Protein wird das Chlorophyll freigesetzt und dadurch fototoxisch: Unter Licht kann es dem Blatt schaden.

Der Baum entschärft das Chlorophyll deshalb möglichst schnell. Dadurch geht jedoch die grüne Farbe verloren – andere Farbstoffe werden sichtbar. Carotinoide und Xanthophylle, die gelb, orange, rot oder gar violett sind. Einige Bäume bilden zudem leuchtend rote Anthozyane.

Bäume nutzen Sonnencrème

Anthozyan ist die Sonnencrème der Bäume. Der Pflanzenfarbstoff schützt die Blätter vor Schäden durch UV-Licht. Das ist vor allem an kühlen Herbstmorgen wichtig, denn die Kombination aus Licht und Kälte hemmt die Fotosynthese. Das Licht wird nicht zu Energie umgewandelt, sondern zerstört ohne UV-Schutz das Blattgewebe. Da Anthozyane die Blätter schützen, muss der Baum sie noch nicht abwerfen, was zu einem Energieplus führt. Denn die Fotosynthese findet statt, auch wenn die Blätter bunt sind.

Um die Blätter schliesslich abzuwerfen, kappen die Bäume die Wasserzufuhr. Dazu entwickeln sie Phytohormone und senden diese zu den Blattstielen. Die Phytohormone bewirken dort, dass sich ein Trenngewebe bildet, das verkorkt. Die Blätter fallen zu Boden.

Bei manchen Bäumen hängt im Frühling noch Laub

Jedoch hängen bei der Hagebuche, der Stieleiche und anderen Bäumen auch im Frühling noch vertrocknete Blätter an den Ästen, ausser ein Herbst- oder Wintersturm hat gewütet. Diese Bäume bilden kein Trenngewebe. Stattdessen kappen sie die Wasserzufuhr mittels sogenannter Thyllen. Das sind Parenchymzellen, welche die Nährstoffbahnen verstopfen. Dadurch gelangt das Wasser nicht mehr zu den Blättern, aber auch die Phytohormone dringen nicht zu den Blattstielen vor. Es entsteht kein Trenngewebe, weshalb die Blätter hängen bleiben.

Liegen die Blätter auf dem Waldboden, sind sie ein gefundenes Fressen – für Asseln, Milben, Tausendfüsser, Springschwänze und Ohrwürmer. Für Spaziergänger sind sie hingegen ein gefundenes Rätsel.

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