AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige

Silvia Steiner
Drucken
Teilen

Wer in der Schweiz wohnt, ist spätestens ab dem 21. Altersjahr bis zur Pensionierung verpflichtet, AHV-Beiträge zu leisten. So sieht es das Gesetz vor.Bei Personen, die einer Erwerbs­tätigkeit nachgehen, beginnt diese Pflicht bereits im Alter von 18 Jahren.

Bei Personen ohne Erwerbseinkommen dienen das Renteneinkommen und das Vermögen als Berechnungsbasis. Ist jemand verheiratet und der Ehepartner gilt im Sinne der AHV als erwerbstätig und rechnet mindestens Beiträge in der Höhe von 956 Franken pro Jahr ab, ist der nicht erwerbstätige Ehepartner von der separaten Beitragspflicht befreit. Bei Paaren im Konkubinat besteht diese gegenseitige Befreiung von der Beitragspflicht nicht. Und ganz wichtig: Ein Anspruch auf Erziehungsgutschriften befreit zudem nicht von der Beitragspflicht.

Bei Frühpensionierung fallen AHV-Beiträge besonders ins Gewicht

Die AHV-Beiträge von nicht Erwerbstätigen bewegen sich pro Person und Jahr zwischen 478 und 23'900 Franken. Die eingezahlten Beiträge als nicht erwerbstätige Personen werden in ein Erwerbseinkommen umgerechnet und dem individuellen Konto bei der AHV gutgeschrieben.

Bei einer Frühpensionierung spielen die AHV-Beiträge eine wichtige Rolle. Das entsprechende Formular für die Anmeldung als nicht erwerbstätige Person muss bei der zuständigen Ausgleichskasse eingereicht werden, damit die Beiträge in Rechnung gestellt werden können.

Wird dies nicht gemacht, müssen spätestens bei der Pensionierung die Beiträge der letzten fünf Jahre inklusive 5 Prozent Verzugszinsen nachgezahlt werden. Liegt die Beitragslücke weiter zurück und sind keine Beitragszeiten zur Auffüllung vorhanden, hat dies reduzierte Renten zur Folge. Auch IV-Rentner, die keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgehen, sind verpflichtet, Beiträge als Nichterwerbstätige zu entrichten.

Silvia Steiner