Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ratgeber

Akkus: Wie kann ein Brand vermieden werden?

Man hört ab und zu von Brandfällen, ausgelöst von überhitzten Akkus. Worauf ist zu achten, wenn ein derartiges Gerät im Haushalt steht? Ist es besser, den Akku täglich aufzuladen oder jeweils ganz zu entleeren?
Jules Pikali *
Jules Pikali.

Jules Pikali.

Mit der Entwicklung der Mobiltelefone haben sich auch die Akkus sehr stark weiterentwickelt. Das Mobiltelefon ist ein vielseitiges Gerät, mit welchem man viel mehr tun kann als nur Telefongespräche führen. Die dafür erforderliche Rechen­leistung verursacht auch einen entsprechenden Energieverbrauch. Die wiederaufladbaren Batterien (Nickel-Metallhydrid-Akkus oder Nickel-Cadmium-Akkus) haben darum Lithium-Ionen-Akkus Platz gemacht. Letztere können nämlich deutlich mehr Energie speichern und sind auch im Betrieb sparsamer. Sie haben auch den Vorteil der geringen Alterung: Nach etwa 1000 Ladezyklen sollen immer noch etwa 80% der Kapazität zur Verfügung stehen.

In Elektroautos und -velos

Diese Vorteile sind der Grund, dass Lithium-Ionen-Akkus in Elektroautos und Elektrovelos zum Einsatz kommen. Gerade wegen der grossen Energiedichte, die diese Akkus aufweisen, besteht aber auch eine gewisse Brandgefahr. Bei Brandfällen sind meistens Lithium-Ionen-Akkus im Spiel.

Lithium-Ionen-Akkus reagieren sehr empfindlich, wenn der Lade- oder Entladevorgang nicht korrekt durchgeführt wird. Aus diesem Grund sind sie mit einer Steuerelektronik ausgerüstet. Diese sorgt dafür, dass eine Überladung und auch eine Tiefentladung ausgeschlossen sind. Solange die Elektronik richtig funktioniert, ist der Akku absolut gefahrlos. Erst wenn die Elektronik Schaden nimmt und der Akku dann am Ladekabel angeschlossen wird, kann etwas passieren.

Suchen Sie Rat?

Schreiben Sie an: Ratgeber, «Luzerner Zeitung», Maihofstrasse 76, 6002 Luzern E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch. Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Wird nun der Akku überladen, kommt es zu chemischen Reaktionen, einer Überhitzung und zu Kurzschlüssen. Sobald ein Kurzschluss vorhanden ist, entlädt sich die grosse gespeicherte Energie sehr schnell, was zu einer heftigen Verbrennung führen kann. Auch eine Tiefentladung ist heikel: In diesem Fall bilden sich im Akku «Brücken», die dazu führen, dass ein Brand entstehen kann, wenn wieder Spannung angelegt wird.

Ein paar Tipps: Gehen Sie sorgfältig mit dem Akku um, der Akku selber und die Steuerelektronik sollten nicht beschädigt werden. Warten Sie mit der Aufladung, bis der Akku zirka 20 bis 30 Prozent leer ist, wodurch die Anzahl Ladezyklen reduziert und die Lebensdauer verlängert werden. Trennen Sie Akku und Ladegerät vom Netz, wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist, was das Risiko erheblich mindert und auch etwas Energie spart.

Besser keine Basteleien

Bei den Akkus im Elektroauto oder -velo ist eine besonders grosse Menge Energie gespeichert. Daher lohnt es sich, aufzupassen: Die Batterie aus dem Elektrovelo kann entfernt werden und wird dann meist im Wohnbereich aufgeladen. Verlässt man die Wohnung, ist es nicht falsch, das Ladekabel auszustecken. Beim Elektroauto sind die Aufladevorrichtungen speziell abgesichert, darum besser keine provisorischen Einrichtungen verwenden.

Nicht zuletzt wegen der hohen Kapazität der Lithium- Ionen-Akkus sind immer mehr elektrische Geräte mit solchen ausgerüstet. Wenn das vielleicht auch praktisch ist, ist der Stromverbrauch von Geräten, die die Energie direkt aus der Steck­dose beziehen, doch deutlich niedriger. Wer also etwas für einen geringen Stromverbrauch tun möchte, verzichtet auf die Beschaffung von Geräten mit einem Akku: Eine Schraube festziehen geht auch von Hand.

*Jules Pikli, Dipl. Ing. ETH/SIA, Energieberater, OekoWatt, Rotkreuz

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.