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Ratgeber

Aktienverkauf oder Lombardkredit bei Geldengpass?

Wegen der tiefen Zinsen habe ich (m, 40 Jahre, Single) praktisch mein ganzes Geld in Aktien investiert und habe sehr wenig auf den Konten. Nun bin ich in einem Geldengpass: Soll ich Aktien verkaufen oder einen Lombardkredit aufnehmen, wie ein Freund mir rät?
Roland Arnold*

Ich gehe davon aus, dass die aktuelle Zusammensetzung Ihrer Vermögenswerte Ihrem persönlichen Anlegerprofil (Risikofähigkeit und Risiko­bereitschaft) entspricht.

Depot verpfänden

Wenn Sie ein Wertschriftendepot mit Aktien, Obligationen usw. besitzen, können Sie einen Lombardkredit beantragen und diese Vermögenswerte als Sicherheit hinterlegen (verpfänden). So können Sie Liquiditätsbedürfnisse auch kurzfristig abdecken, ohne dass Sie Ihre Vermögenswerte verkaufen müssen, und einen vorüber­gehenden Liquiditätsengpass überstehen.

Individueller Belehnungssatz

Die Bank belehnt die verpfändeten Sicherheiten zu einem individuellen Prozentsatz. Individuell deshalb, weil nicht alle Wertpapiere dasselbe Risiko aufweisen. So werden zum Beispiel Obligationen höher belehnt als Aktien. Auch die Handelbarkeit der einzelnen Anlagen und die Diversifikation des Portfolios beeinflussen den Belehnungswert. Die maximale Höhe eines Lombardkredites hat also immer einen Bezug zu den hinterlegten Vermögenswerten. Als Faustregel gilt: Bei einem diversifizierten Depot mit einer ausgewogenen Strategie können Sie von einer Belehnung von rund 60 Prozent ausgehen.

Suchen Sie Rat?

Schreiben Sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre AboPass-Nummer an.

Was sind die Vorteile?

Sie können mit einem Lombardkredit rasch, unkompliziert und im aktuellen Marktumfeld auch zu relativ günstigen Zinssätzen liquide Mittel beschaffen. Die Kreditzinsen, die Sie der Bank für den Lombardkredit bezahlen, können Sie in der Steuererklärung vom steuerbaren Einkommen abziehen. Weil Ihre Wertpapiere nicht veräussert werden, profitieren Sie weiterhin von allfälligen Dividenden- und Zinserträgen.

Was sind die Risiken?

Da sich die Wertpapiere nach wie vor in Ihrem Depot befinden, sind Sie als Eigentümer auch weiterhin dem Wertschwankungsrisiko Ihrer Anlagen ausgesetzt. Falls der Belehnungswert der hinterlegten Vermögenswerte zum Beispiel durch einen Kursrückgang sinkt, besteht die Möglichkeit, dass Sie von der Bank aufgefordert werden, zusätzliche Vermögenswerte einzubringen und zu verpfänden bzw. den Kreditbetrag im notwendigen Umfang zurückzuzahlen (Margeneinforderung). Wenn Sie dieser Aufforderung nicht nachkommen, hat die Bank das Recht, die als Sicherheit hinterlegten Vermögenswerte zu verkaufen (Liquidation).

Risiko abschätzen

Falls Sie davon ausgehen, dass sich der Wert Ihrer Anlagen (Kursentwicklung und/oder Dividenden- bzw. Zinsertrag) positiv entwickelt, können Sie die Aufnahme eines Lombardkredites in Betracht ziehen. Beachten Sie dabei wie erwähnt die Höhe des Belehnungswertes bei der Festlegung des Lombardkreditbetrags. Stellen Sie ausserdem sicher, dass Sie einer allfälligen Margeneinforderung der Bank jederzeit nachkommen können.

* Teamleiter Private Banking Luzerner Kantonalbank, www.lukb.ch

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