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Ratgeber

Arbeitslos mit 58 Jahren: Wie sichere ich meine Rente?

Mir (58, m. verh.) wurde nach 25 Dienstjahren wegen Umstrukturierungen gekündigt. Welche Möglichkeiten habe ich, meine Rente zu sichern? Soll ich das Geld auf einem Freizügigkeitskonto deponieren oder das Kapital an die Auffangeinrichtung überweisen? Wäre die Selbstständigkeit eine Lösung?
Silvia Steiner*
Silvia Steiner

Silvia Steiner

Mit 58 Jahren haben Sie bei den meisten Pensionskassen bereits die Möglichkeit, die Altersrente oder das Kapital zu beziehen. Es gilt jedoch zu prüfen, ob das sinnvoll ist, da aufgrund ihres Alters auch der Umwandlungssatz viel tiefer wäre und die Altersrente bei der Berechnung des Arbeitslosentaggelds berücksichtigt wird.

Aktuell ist es für Sie sicher noch schwierig abzuschätzen, wie es beruflich weitergeht und ob sich die Stellensuche tatsächlich so schwierig gestaltet wie Sie denken. Wenn Sie später eine Rente beziehen möchten, gibt es folgende Möglichkeiten:

— Sie beziehen bereits jetzt eine Altersrente bei der Pensions­kasse des bisherigen Arbeit­gebers, sofern dies möglich ist.

— Sie machen sich selbstständig und schliessen sich freiwillig einer Pensionskasse an.

— Sie schliessen innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des aktuellen Arbeitsverhältnisses einen Vertrag mit der Stiftung Auffangeinrichtung ab und sind so bei der Pensionskasse ver­sichert.

Wenn Ihr angespartes Altersguthaben auf ein Freizügigkeitskonto überwiesen wird, erhalten Sie daraus (mit einer Ausnahme) zum gewünschten Pensionierungszeitpunkt keine Rente sondern eine Kapital­auszahlung.

Wichtig ist in diesem Fall auch, dass Sie sich sofort, d. h. bereits jetzt beim Arbeitsamt ihrer Gemeinde melden, damit festgelegt werden kann, welche Arbeitsbemühungen erwartet werden, damit Sie unnötige Einstelltage vermeiden können.

Während der Zeit, in der Sie Taggelder der Arbeitslosen­versicherung beziehen, wird der Risikoschutz der Pensionskassenleistungen über die Stiftung Auffangeinrichtung abgewickelt.

Vorsorge weiterführen

Somit kann es sinnvoll sein, das Alterssparen ebenfalls bei der Stiftung Auffangeinrichtung weiterzuführen. Die Stiftung Auffangeinrichtung bietet Leistung gemäss BVG an – diese können somit nicht frei bestimmt werden. Ebenso muss beachtet werden, dass man die gesamten Beiträge selber entrichten muss, da kein Arbeitgeber mehr da ist, der mindestens die Hälfte übernimmt. Im Jahr sind das je nach Lohn gegen 16 000 Franken. Dafür erhält man zum Zeitpunkt der Pensionierung garantiert eine Rente. Wenn Sie wieder eine neue Stelle haben, können Sie sich bei der Auffangeinrichtung wieder abmelden und das Altersguthaben an die neue Pensionskasse übertragen.

Wenn Sie sich im Verlauf der Zeit für eine selbstständige Erwerbstätigkeit entscheiden, können Sie die Vorsorge ebenfalls bei der Auffangeinrichtung belassen und in einen anderen Vorsorgeplan wechseln.

Während des Aufbaus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit erhalten Sie unter Umständen auch Unterstützung der Arbeitslosenversicherung, sofern die entsprechenden Bedingungen erfüllt sind. Die Beiträge via Arbeitslosenversicherung für die Risikoversicherung bei der Stiftung Auffangeinrichtung wurden dieses Jahr übrigens von 1,5% auf 0,25% gesenkt.

*Silvia Steiner ist Fachfrau Personalvorsorge bei Weibel Hess & Partner, Stans, www.whp.ch

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