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Garten: Warum werfen meine Geranien die Blüten ab?

Ich werde auch dieses Jahr wieder Geranien vor die Fenster stellen. Die Stöcke starten jeweils prächtig, egal, ob selber überwintert oder neu gekauft. Aber plötzlich beginnen die Knöpfe abzusterben, und bald ist keine einzige Blüte mehr zu finden. Was mache ich bloss falsch? Wintere ich eventuell schon falsch ein oder aus?
Geranien. (Bild: Boris Bürgisser)

Geranien. (Bild: Boris Bürgisser)

Schön, dass Sie die blumige Schweizer Tradition aufrecht erhalten, Geranien vor die Fenster zu hängen. Dies haben ja schon unsere Grosseltern gemacht. Mit gutem Grund, sind doch Geranien sehr robust und blühfreudig. Nur wenige andere Balkonpflanzen brauchen so wenig Pflege und erfreuen das Auge mit immer neuen Blüten, die ganze Saison über! Es gilt einfach, ein paar pflanzenspezifische Anforderungen zu beachten.

Zu warme Überwinterung

Zwei Ursachen für das Absterben der Blütenknospen bei Geranien stehen im Vordergrund. Bei überwinterten Pflanzen hat das oft mit dem Überwinterungsstandort zu tun. Je wärmer dieser ist, desto heller müssen die Pflanzen stehen. Im Winter sollten die Stöcke im ganz dunklen Keller nicht mehr als 2 bis 5 Grad Celsius haben. Im Treppenhaus, wo es heller ist, darf es bis zu 10 Grad sein. Ab etwa März können die Geranien zurückgeschnitten, umgetopft und vorgetrieben werden. Dabei ist es wichtig, dass die Pflanzen hell zu stehen kommen. Ansonsten können sie nicht genügend Kraft tanken, um Blüten und Blätter auszubilden.

Ein ähnliches Phänomen kann bei neu gekauften Geranien beobachtet werden. Stehen diese während des Verkaufs ein paar Tage zu dunkel, werfen die Pflanzen die Blütenknöpfe ab – und dies oft erst Tage später, wenn sie schon eingepflanzt sind. Darum: Nie Pflanzen ab einem Karren oder Gestell kaufen, da nicht klar ist, wie lange sie dort eng und im Schatten oder eventuell gar im Dunkeln gestanden haben.

Gezielte Wässerung

Die zweite mögliche Ursache für das Abwerfen der Blüten hat mit dem Giessen zu tun. Da unsere Geranien (botanisch: Pelargonien) aus dem trockenen Steppengebiet Südafrikas stammen, mögen ihre Wurzeln kein stehendes Wasser. Gerade in der Übergangszeit von März bis Mai ist es sehr wichtig, darauf zu achten, erst zu giessen, wenn die Erde sich leicht trocken anfühlt. Auch im Sommer muss witterungsangepasst gegossen werden: Ist es heiss und trocken, kann es nötig sein, morgens und abends zu giessen; bei kühleren Temperaturen reicht oft eine Wassergabe alle zwei Tage.

Für Leute, die es gerne ein bisschen einfacher haben, lohnt es sich, Balkonkistchen mit einem Wasserreservoir anzuschaffen. Sie erleichtern das Giessen ungemein. Die Kisten können unten einige Liter Wasser speichern, und die Wurzeln holen sich selber so viel, wie sie benötigen.

Auf Substratqualität achten

Von Vorteil ist auch ein gutes Substrat. Im Handel gibt es bereits solche für wenige Franken – kein Wunder, wenn diese im Sommer entweder das Wasser kaum halten können oder zu einer festen Masse verklumpen. Es lohnt sich, ein Substrat zu wählen, das ein paar Franken teurer ist, dafür aber die richtigen Nährstoffe beinhaltet und das Wasser gut zurückhält. Am besten eines ohne Torf, denn diese sind heute gleichwertig wie torfhaltige.

Othmar Ziswiler

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