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Ratgeber

Darf ich trotz Herzschwäche auf grosse Reise gehen?

Ich (w, 69) leide nach einem Herzinfarkt vor acht Monaten an Herzschwäche. Trotzdem möchte ich zusammen mit meinem Mann eine schon länger geplante mehrwöchige Reise nach Südafrika unbedingt machen. Ist das aus medizinischer Sicht vertretbar? Worauf muss ich achten? Was kann ich vorbeugend tun?
Georg Fröhlich*

Bei guter Planung können auch Patientinnen und Patienten mit Herzerkrankungen erholsame Ferien erleben. Besonders bei einer deutlichen Einschränkung der Herzfunktion sollten aber einerseits grosse Hitze und andererseits Ferienorte in einer Höhe von 2500 Metern über Meer eher gemieden werden. Geben Sie Ihrem Körper in jedem Fall ausreichend Zeit, sich zu akklimatisieren: In den ersten Tagen lieber im kühlen Hotel oder im Schatten bleiben, bevor man sich in die Sonne oder auf Berggipfel wagt.

In einer Flugzeugkabine herrscht ein Luftdruck entsprechend einer Höhe von zirka 2500 Metern über Meer. Patienten mit einer normalen oder leicht eingeschränkten Herzfunktion werden dies problemlos tolerieren, bei deutlich reduzierter Pumpleistung kann es jedoch unter anderem zu Atemnot kommen. Bestehen Zweifel an der Flugtauglichkeit, etwa weil jemand kürzlich einen Herzinfarkt hatte oder an ausgeprägter Herzschwäche leidet, sollte die Fluglinie vorab darüber informiert werden. Allenfalls wird der Vertrauensarzt der Fluglinie aus versicherungsrechtlichen Gründen eine Beurteilung durch den Hausarzt oder Herzspezialisten anfordern. Patienten mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren sollten am Flughafen nicht durch den Metalldetektor laufen. Sie sollen ihren Schrittmacherausweis vorweisen und werden dann vom Sicherheitspersonal individuell überprüft.

Bei grosser Hitze schwitzt man natürlich mehr, und dieser erhebliche Flüssigkeitsverlust sollte durch eine ausreichende Trinkmenge ausgeglichen werden. Besonders Herzpatienten, die Medikamente zur Entwässerung einnehmen, sollten sich möglichst täglich auf die Waage stellen, um ein «Austrocknen» frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls die Dosis dieser Medikamente anpassen oder mehr trinken.

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Schreiben Sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Ein Sprung ins kalte Wasser führt zu einem Zusammenziehen der Blutgefässe und einem plötzlichen massiven Blutdruckanstieg. Dies kann sogar einen Herzinfarkt auslösen. Patienten mit Herzschwäche sollten sich daher langsam abkühlen und besser nur strandnah oder am überwachten Pool schwimmen, da es zu Erschöpfung oder Unwohlsein kommen könnte.

Bei Bluthochdruck werden auf Meereshöhe teils deutlich tiefere Blutdruckwerte gemessen als bei einem Aufenthalt in den Bergen. Allenfalls muss die Dosis der Medikamente angepasst werden, falls Schwindelsymptome auftreten. Generell gilt: Hören Sie bei ersten An­zeichen einer Erschöpfung auf Ihren Körper und legen Sie eine Ruhepause im Kühlen ein.

* Dr. med. Georg Fröhlich ist Kardiologe an der Hirslanden Klinik St. Anna, www.herzclinic-luzern.ch

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