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Ratgeber

Eigenheim: Kaufen oder selber bauen?

Wir möchten gerne ein eigenes Haus besitzen. Nun stellt sich die Frage, ob wir selbst bauen oder uns doch besser ein bereits bestehendes Haus kaufen sollen. Welche Optionen stehen uns offen, und worin unterscheiden sich die Finanzierungsvarianten?
Shahram Shad*
Shahram Shad

Shahram Shad

Baut man selber ein Haus, kann man, innerhalb seiner finanziellen Möglichkeiten, seine eigenen Ideen verwirklichen. Aber neben diesem unbestrittenen Vorteil darf der dafür nötige eigene Aufwand für die Planung, Materialwahl und Bauüberwachung aber nicht unterschätzt werden. Dazu kommt: Auch die Finanzierung ist bei einem Hausbau komplizierter als beim Kauf eines bestehenden Hauses.

Beauftragen Sie einen Architekten, müssen Sie vor Baubeginn das Grundstück erwerben, um Eigentümer des Landes zu werden. Ab diesem Zeitpunkt gewährt Ihnen Ihr Finanzierungsinstitut einen Baukredit, mit dem die Baurechnungen bezahlt werden. Zwar muss der Architekt bei Auftragsvergabe ein definiertes Kostendach einhalten, als Eigentümer übernehmen Sie aber von Anfang an das gesamte finanzielle Risiko. Spätestens zum Ende des Baus wird der Baukredit in eine oder mehrere Hypothekar­tranchen Ihrer Wahl überführt. Bedenken Sie, dass Sie während der gesamten Bauphase eine finanzielle Doppelbelastung tragen: Es fallen bereits Baukreditzinsen an, während Sie noch zur Miete in Ihrer alten Liegenschaft wohnen.

Der Zinssatz für den Baukredit setzt sich aus einem Basiszinssatz zuzüglich einer Bereitstellungskommission zusammen. Der Basiszinssatz entspricht in der Regel dem Zinssatz für die variable Hypothek. Die Bereitstellungskommission beträgt bei den meisten Finanzinstituten 0,25% pro Vierteljahr.

Bau mit Generalunternehmer

Bauen Sie mit einem Generalunternehmer (GU), nimmt Ihnen dieser einen Teil der Planungsarbeit ab. Der Grundriss des Hauses oder der einzelnen Wohnung ist in groben Zügen vordefiniert. Ein Mitspracherecht haben Sie, was den Innenausbau Ihrer Wohnung betrifft. GU bieten Vertragsmöglichkeiten mit unterschiedlicher Risikoübernahme an. Oftmals vereinbart man, dass dem GU die Bausumme je nach Baufortschritt in mehreren Teilzahlungen überwiesen wird. Wichtig ist zu klären, per wann die Eigentumsübertragung des Grundstücks respektive der Liegenschaft stattfindet. Erst wenn Sie Immobilieneigentümer sind, kann Ihr Finanzierungsinstitut eine Hypothek auszahlen. Alle vorher fliessenden Teilzahlungen müssen Sie mit eigenen Mitteln leisten.

In der Praxis findet die Eigentumsübertragung daher in der Bauphase statt – oft nachdem der Rohbau steht. Anschliessend werden Ihnen die Hypotheken gewährt, um weitere Zahlungen an den GU zu leisten. Auch bei dieser Variante müssen Sie mit einer kurzfristigen finanziellen Doppelbelastung rechnen.

Kaufen Sie hingegen einen bereits fertigen Neubau, können Sie kaum mehr oder gar keine individuellen Gestaltungswünsche mehr anbringen. Dafür aber ist der Prozess einfacher: Sind Sie sich mit dem Verkäufer einig, wird ein Termin für die öffentliche Beurkundung des Vertrages sowie die Eigentumsübertragung festgelegt. Die Hypothek wird an diesem Tag ausbezahlt; die Liegenschaft wechselt den Besitzer.

*Shahram Shad ist Leiter Vertrieb Moneypark, www.moneypark.ch

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