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GESUNDHEIT: Bei jedem Schritt stechende Schmerzen an den Fersen

Langsam verliere ich (m, 58) die Geduld. Seit Monaten schmerzt mich jeder Schritt an der Fersenunterseite wie ein Messerstich, vor allem morgens. Der Hausarzt sagte, es könnte ein Fersensporn sein, gegen den man ausser Stretchen und Abwarten nicht viel machen könne. Aber ich möchte endlich wieder Freude am Laufen haben.
Dr. Med. Andreas Schirm
Zehen unter der Bettdecke. (Bild: Imago)

Zehen unter der Bettdecke. (Bild: Imago)

Schmerzen im Fersenbereich können viele Ursachen haben und bedeuten nicht immer, dass ein Fersensporn vorliegt. Das Fersenbein (Calcaneus) ist ein sehr nervenfaserreicher Knochen, der sich bei Überlastungen, vermehrtem Sehnenzug, bei einer Prellung oder einem Bruch durch stechend scharfe Schmerzen äussern kann.

Gemäss Ihren Schilderungen tritt der Schmerz spontan auf, was eher für eine Überlastung spricht. Als auslösende Aktivitäten sind dabei viele Sprungsportarten mit vermehrten Belastungen auf dem Fersenbein bekannt. Aber auch langes Stehen bzw. Tätigkeiten auf harten Böden können zur Fersenbeinüberlastung führen.

Sie berichten, dass der Schmerz auf der Fersenunterseite messerstichartig auftritt. In diesem Bereich des Calcaneus befindet sich nicht nur der knöcherne Hauptaufsetzpunkt, sondern auch der Sehnenansatz der Fusssohlenplatte. Diese Sehnenplatte ist die «Verstrebung» zwischen Fersenbein und Fussballen und bildet das Fusslängsgewölbe. Eine lokale entzündliche Überlastung – sei es durch eine anatomische veränderte Fussstellung oder sei es eine mit dem Älterwerden verbundene Schwächung – führt zu ähnlichen Beschwerden, wie Sie sie angeben.

Ihren Schilderungen ist auch zu entnehmen, dass sich der Schmerz mehrheitlich während Mobilisationen äussert und weniger im Ruhezustand vorhanden ist. Auch das deutet auf eine Überlastung der erwähnten Strukturen hin.

Als initiale Massnahme bei Fersenschmerzen ist das Reduzieren der beschwerdeauslösenden Aktivitäten bzw. das komplette Meiden empfehlenswert. Hierfür ist im entzündlichen Schmerzstadium auch eine medikamentöse Behandlung sehr hilfreich.

Als weitere Massnahme ist die Ihnen empfohlene Dehnung ein wichtiger Teil. Jedoch sollte bei einem unzureichenden bzw. ausbleibenden Erfolg eine physiotherapeutische Behandlung mit zusätzlichen lokalen Anwendungen, wie Ultraschall oder Stosswelle, in Erwägung gezogen werden.

Zur Reduktion der Beschwerden besteht die Möglichkeit, den Rückfuss mittels einer fersenbettenden Einlage zu behandeln. Hierfür empfiehlt sich der Besuch bei einem Orthopädisten.

Sollten diese Massnahmen keinen Erfolg zeigen, besteht nach einer entsprechenden radiologischen Abklärung auch die Möglichkeit, die Entzündung mittels therapeutischer Infiltrationen zu behandeln. Diese müssen jedoch sehr überlegt sein und durch versierte Fachärzte ausgeführt werden. Diese Infiltrationen sollten nur ein- bis maximal dreimal erfolgen, um keine sekundären Schäden an der Achillessehne bzw. der Sehnenplatte des Fusses zu verursachen.

Grundsätzlich ist zu er­wähnen, dass Sie bereits über eine doch recht lange Zeit unter unangenehmen Schmerzen leiden. Deshalb rate ich Ihnen zu einem Termin bei Ihrem Hausarzt bzw. Orthopäden. Wichtig ist, eine klare Ursache der Beschwerden zu finden und danach die entsprechenden Behandlungsmassnahmen einzuleiten.

Dr. med. Andreas Schirm

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