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Hautkrebs: Nächste Woche Gratis-Erstuntersuchung

Schwarzer Hautkrebs wird immer häufiger, aber dank Früherkennung überleben mehr Betroffene. Damit dies so bleibt, führen Spitäler und Praxen nächste Woche wiederum einen kostenlosen Hautcheck durch.
Ein Arzt untersucht einen Mann auf Hautkrebs. (Bild: Keystone)

Ein Arzt untersucht einen Mann auf Hautkrebs. (Bild: Keystone)

Hautkrebs ist die mit Abstand häufigste Krebsart überhaupt. Jährlich werden in der Schweiz 25'000 neue Fälle diagnostiziert. Zum Vergleich: Bei Prostata- und Brustkrebs sind es je rund 6000 Neuerkrankungen, bei Dickdarm- und Lungenkrebs je gut 4000.

Doch es gibt auch zwei positive Anmerkungen. Zum einen drückt vorab der weisse und nur sehr selten tödlich verlaufende Hautkrebs die Gesamtzahl markant nach oben. Zum andern gehört Hautkrebs zu den wenigen Krebsarten, die man häufig von aussen sieht, was die Chancen auf Früherkennung und hoffentlich Heilung auch beim gefürchteten schwarzen Hautkrebs (Melanom) erhöht. Voraus­gesetzt, man erkennt ihn rechtzeitig. Das ist nicht immer der Fall.

Pro Jahr kommen auf 2400 Neuerkrankungen ungefähr 300 Todesfälle. Männer sind mehr betroffen. Die bessere Nachricht dazu: Nirgendwo sonst in Europa ist die Über­lebensrate so hoch wie in der Schweiz. Heute sterben noch 12 Prozent aller Betroffenen an den Folgen einer Metastasierung des Melanoms, noch vor kurzem waren es 20 Prozent.

Das ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass hierzu­lande grosse Anstrengungen zu Sensibilisierung, Prävention (Sonnenschutz) und Früh­erkennung laufen. Ein Pfeiler ist die nationale Hautkrebs-Kampagne, welche dieses Jahr vom 14. bis 18. Mai stattfindet. An einzelnen Tagen bieten Dermatologinnen und Dermatologen Gratis-Haut-Checks an. Verdächtige Hautveränderungen können dabei in Spitälern oder Praxen von Fachleuten kostenlos begutachtet werden.

Leider ist das Angebot für diese Erst­untersuchung recht unübersichtlich. Längst nicht alle machen mit, die Termine sind unterschiedlich, bei den meisten ist Voranmeldung zwingend nötig, bei anderen kann man spontan hingehen. Deshalb geht es fast nicht, ohne sich via Internet selber zu informieren ( www.melanoma.ch ; siehe Kasten).

Ganzkörperuntersuchung

Ziemlich einheitlich sollte der Ablauf der Untersuchung sein. Sie umfasst einen etwa 10-minütigen Ganzkörper-Check. Grund für die Gründlichkeit: Das Unheil manifestiert sich nicht immer dort, wo es der Laie aufgrund einer «böse» aussehenden Hautveränderung vermutet. Gut getarnt, lauert es vielleicht ganz anderswo.

Wichtig bleibt die Selbstkontrolle der eigenen Haut, speziell für hellhäutige Menschen mit vielen Pigmentmalen. Veränderungen und Neubildungen sind im Auge zu behalten. Achten Sie auf Flecken, die

– sich in Form und/oder Farbe verändert haben;
– sich von anderen unter­scheiden («hässliches ­Entlein»);
– asymmetrisch und un­regelmässig begrenzt sind;
– sich rau und schuppig ­anfühlen (Veränderungen sind oft eher tast- als sichtbar);
– mehrfarbig sind;
– jucken;
– bluten oder nässen;
– glänzend erscheinen;
– wie eine Wunde aussehen, aber nicht abheilen.

Alles Verdächtige kann auch harmlos sein. Gewissheit kann aber nur der Gang zum Arzt ge­ben. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig, denn ein Melanom kann vergleichsweise schnell zu Metastasen im Köper führen. Falsch ist die Meinung, Hautkrebs sei eine Alterskrankheit. Ein Melanom kann auch junge Menschen treffen. (hag)

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