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GESUNDHEIT: Immer wieder Kopfschmerzen – was kann ich tun?

Ich (w, 38) habe seit Jahren Kopfschmerzen. Alle neurologischen und radiologischen Abklärungen ­sowie auch alle Therapien liefen ins Leere. Die Schmerzen sind manchmal tagelang da, keine Tablette bringt Ab­hilfe. Dann vergehen die Schmerzen plötzlich wie von allein – bis zum nächsten Mal. Ich bin verzweifelt und ratlos.
Dr. Med. Petra Hoederath
Bild: Archiv LZ/Esther Michel

Bild: Archiv LZ/Esther Michel

Um wiederholt auftretende Kopfschmerzen gezielt behandeln zu können, sollte zunächst eingehend abgeklärt werden, um welche Art von Kopfschmerzen es sich genau handelt, und/oder ob ein Auslöser für die Kopfschmerzen zu finden ist.

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Unter anderem unterscheiden wir zwischen:

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Kopfschmerz, der von der Halswirbelsäule ausgeht
  • Schmerzmittelkopfschmerz
  • Cluster-Kopfschmerz (einseitig und in Attacken auftretend)
  • Nahrungsmittelinduzierter Kopfschmerz (zum Beispiel bei Histaminunverträglichkeit)

Zudem gibt es eine Reihe weiterer Kopfschmerzarten, die individuell behandelt werden müssen.

Tumor und Blutung ausschliessen

Wichtig ist, dass – wie offenbar bei Ihnen bereits geschehen – neurologisch und radiologisch ausgeschlossen werden kann, dass den Kopfschmerzen eine Raumforderung (verursacht zum Beispiel durch einen gut- oder bösartigen Tumor) oder eine Blutung zu Grunde liegt. Dies ist aber selten die Ursache, wenn es neben den Kopfschmerzen nicht auch zu neurologischen Ausfällen kommt.

Entspannung, Sport, Komplementärmedizin

Neben der medikamentösen Therapie, die sich nach der Art des Kopfschmerzes richtet, gibt es diverse konservative Therapiemöglichkeiten. Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelrelaxation nach Jakobson (PMR), Biofeedback und Hypnose sind ein wichtiger Pfeiler der Therapie. Dies zum Beispiel, wenn die Kiefermuskulatur, etwa durch nächtliches Knirschen, die Ursache ist.

Aber auch körperliche Aktivitäten wie Nordic Walking und andere Sportarten können hilfreich sein. Unterstützend kann zudem die medikamen­töse Kombination mit anthro­posophischen Medikamenten oder der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) sein.

Sollten Abnützungserscheinungen der kleinen Halswirbelgelenke (Facettengelenksarthrose) oder Nervenschmerzen, die vom Hinterhauptnerv (Nervus Occipitalis) ausgehen, die Ursache sein, kommen infiltrative Massnahmen (in Form einer Spritze) in Frage. Des Weiteren besteht bei Letzterem und beim Cluster-Kopfschmerz die Option, Elektroden zur Stimulation unter die Haut (subkutan) zu legen und bei positivem Ansprechen einen Schrittmacher zu implantieren.

Da sich gerade bei chronischem Schmerz auch das Verhalten und der Umgang mit diesem Schmerz verändert, sind psychologische Begleit­behandlungen, besonders zum Schmerzmanagement, zu empfehlen. Nicht zuletzt sollte auch an eher banale Auslöser wie Kissen, Düfte, Magnesiummangel gedacht werden.

Dr. med. Petra Hoederath

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