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Hauskauf: Welche Eigentumsform sollen wir wählen?

Wir (39 und 36, verheiratet) möchten gemeinsam mit einem befreundeten, nicht verheirateten Paar ein Zweifamilienhaus kaufen. Wir können uns nicht alle zu gleichen Teilen beteiligen. Welche Form des Eigentums sollen wir wählen? Worauf müssen wir besonders achten?
Shahram Shad
Shahram Shad ist Leiter von MoneyPark Deutschschweiz (Bild: PD)

Shahram Shad ist Leiter von MoneyPark Deutschschweiz (Bild: PD)

Nur selten wird in der Schweiz Wohneigentum von nur einer Einzelperson erworben. Für den gemeinsamen Erwerb einer Immobilie gibt es je nach Ausgangslage verschiedene Eigentumsformen. Dabei ist es jedoch besonders wichtig, sich vor dem Kaufentscheid gemeinsam mit der individuellen finanziellen Situation aller am Kauf beteiligten Parteien zu befassen.

Miteigentum: Klare Quoten

Ermitteln Sie also gemeinsam, wer wie viele Geldmittel einbringen kann beziehungsweise möchte. Entscheiden Sie sich anschliessend für eine Eigentumsform, mit der sich alle Beteiligten wohlfühlen. Sobald mehrere Parteien Kapital für den Hauskauf beisteuern, empfiehlt sich das sogenannte Miteigentum. Bei dieser Eigentumsform wird nämlich bei Unterzeichnung des Kaufvertrags zusätzlich im Grundbuch eingetragen, welche Partei sich zu wie vielen Teilen an der Immobilie beteiligt hat. Der Vorteil dieser Eigentumsform ist, dass die Quoten klar geregelt sind. Wohl auch aus diesem Grund ist es die am häufigsten gewählte Form des Wohneigentumserwerbs in der Schweiz.

Das Miteigentum bringt aber auch gewisse Rechte und Pflichten mit sich, über die sich alle Beteiligten vor dem defini­tiven Kaufentscheid im Klaren sein sollten. Über den eigenen Anteil an der gemeinsamen Immobilie kann so nämlich theoretisch jede Partei frei verfügen. Andererseits werden die Pflichten am Unterhalt anteilsmässig berechnet.

Gesamteigentum

Es gibt aber noch weitere Eigentumsformen, die eine Alternative zum Miteigentum darstellen können. So besteht auch die Möglichkeit, die Immobilie im Gesamteigentum zu erwerben. Im Unterschied zum Miteigentum spielt es hierbei keine Rolle, welche Partei wie viel Kapital für den Immobilienkauf beigesteuert hat. Das gemeinsam erworbene Wohneigentum gehört allen Beteiligten zu gleichen Teilen. Als Gesamteigentümer können Sie sämt­liche Ihr Zweifamilienhaus betreffende Entscheidungen ausschliesslich gemeinsam und im Einverständnis aller Beteiligten treffen.

Suchen Sie Rat?

Schreiben Sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch Bitte Anfragen mit Abopass-Nummer.

Sollten Sie also die Immobilie zu einem späteren Zeitpunkt wieder verkaufen wollen, kann das Zweifamilienhaus weder aufgeteilt noch einzelne Anteile davon veräussert werden. Diese Form des Eigentums eignet sich somit in Ihrem Fall eher weniger.

Alleineigentum

Eine weitere Alternative stellt das Alleineigentum dar. Wie der Name schon verrät, ist hierbei nur eine Person gemäss Grundbuch Eigentümer der Immobilie und hat dementsprechend die alleinige Verfügungsmacht. Die betroffene Person trägt somit aber auch die alleinige finanzielle Verantwortung für die Immobilie und die dafür anfallenden Kosten. Bei dieser Form müsste in Ihrem Fall das Zusammen­leben und die Aufteilung der Kosten (Miete, Unterhalts- und Nebenkosten) in einem separaten Vertrag geregelt werden.

Mehr Infos zum Thema siehe auch www.moneypark.ch

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