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Ratgeber

In Zukunftsanlagen investieren – lohnt sich das?

Ich (m, 65, alleinstehend) werde Ende Jahr pensioniert und lasse mir einen Teil des PK-Kapitals auszahlen. Davon möchte ich rund 250 000 Franken investieren. Was ist von Aktieninvestitionen in sogenannte Zukunftsanlagen zu halten?
Mischa Birrer *
Mischa Birrer.

Mischa Birrer.

Als Zukunftsanlagen bezeichnet man Investitionsmöglichkeiten, die sich durch globale Megatrends ergeben: Erwähnt seien hier zum Beispiel die Demografie, der Klimawandel, der Infrastrukturbedarf, die Ressourcenknappheit und die Vernetzung.

Einfluss auf Weltwirtschaft

Diese Megatrends werden die Weltwirtschaft auf lange Sicht stark beeinflussen, ja zum Teil radikal verändern. Beispiele: Die zunehmende Überalterung im Westen wird die Gesundheits- und Pflegebranche wachsen lassen. In Schwellenländern werden der steigende Wohlstand und die Urbanisierung die Nachfrage nach Infrastruktur (Strassen- und Eisenbahnbau, Ver- und Entsorgung) und Dienstleistungen (Bildung, Freizeit, Tourismus) beleben. Umweltbelastung und Knappheit fossiler Energieträger werden die Nachfrage nach sauberer bzw. erneuerbarer Energie verstärken. Durch die Digitalisierung werden sich zum Beispiel in der Robotik bisher ungeahnte Möglichkeiten ergeben.

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All das kann für Anleger interessante Investitionschancen bieten. Diese werden jedoch auch ein höheres Schwankungsrisiko aufweisen.

Doch wie lassen sich diese Megatrends in einem Aktienportfolio abbilden? Aufgrund Ihrer persönlichen Situation empfehle ich Ihnen, zuerst Nachfolgendes zu beachten.

Dauer und Risikofähigkeit

Sie beziehen einen Teil Ihres Vorsorgevermögens als Kapital. Das führt zu einer tieferen Rente, was Sie mit dem Verzehr Ihres bezogenen Kapitals (oder von Erträgen daraus) kompensieren müssen. Hier braucht es einerseits eine realistische Budgetierung Ihrer Lebenshaltungskosten und andererseits Klarheit über Ihre Fähigkeit, Vermögensschwankungen auszuhalten (Risikoprofil). Vergessen Sie dabei den Anlagehorizont nicht: Aktieninvestitionen verlangen einen Zeithorizont von mindestens acht Jahren. Ihre Anlagestrategie muss darum mit dem künftigen Liquiditätsbedarf abgestimmt sein, damit Sie im schlimmsten Fall nicht Aktien zur Unzeit verkaufen müssen.

Core-Satellite-Strategie

Für die Umsetzung Ihrer Anlagestrategie könnte der Core- Satellite-Ansatz ein zielführender Grundstein sein. Dabei investieren Sie den grösseren Teil – beispielsweise 80 Prozent – der Investitionssumme in Strategiefonds, die Ihr Risikoprofil gut abbilden. Dieser Teil bildet den Kern (= Core). Die restlichen 20 Prozent können Sie rund um diesen Kern als «Satelliten» in Ihnen zusagende Zukunftsthemen mit höherem Schwankungsrisiko investieren. Auch hier empfehle ich Ihnen eine Umsetzung mit aktiven und/oder passiven Anlagefonds. Der Kauf einzelner Aktien setzt ein grösseres Investitionsvermögen (mindestens 500 000 Franken) voraus, um eine genügende Diversifikation sicherzustellen.

*Mischa Birrer Finanzberater bei der Luzerner Kantonalbank, Luzern www.lukb.ch

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