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Ratgeber

IV-Rentner: Wie kann ich die Vorsorge optimieren?

Ich (48, m, ledig) erhalte wegen gesundheitlicher Probleme eine IV- und eine PK-Rente. Als Nichterwerbs­tätiger kann ich nicht mehr wie früher in die Säule 3a einbezahlen. Nun überweise ich jeden Monat einen gewissen Betrag auf ein Sparkonto – auf längere Sicht sicher keine Lösung. Welche Vorsorgemöglichkeiten bieten sich mir an?
Stephan Mäder*

Personen, welche die Säule 3a (gebundene Vorsorge) aufbauen möchten, müssen ein AHV-pflichtiges Einkommen ausweisen. Gemäss Ihren Angaben haben Sie als Bezüger einer IV-Rente keine Erwerbseinkommen mehr. Es ist Ihnen somit nicht mehr möglich, im Rahmen der Säule 3a steuerbegünstigt Einzahlungen zu tätigen.

Der Gesetzgeber sieht zudem vor, dass die Altersleistungen frühestens fünf Jahre vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV (65 Jahre für Männer und 64 Jahre für Frauen) ausgerichtet werden dürfen. Eine vorzeitige Ausrichtung der Altersleistungen ist aber u. a. zulässig, wenn der Vorsorgenehmer eine ganze Invalidenrente der Eidgenössischen Invalidenversicherung bezieht.

Ohne Ihre individuelle Situation im Detail zu kennen, bestehen im Rahmen der freien Vorsorge (Säule 3b) für den Vermögensaufbau mehrere Möglichkeiten. Grundsätzlich soll die monatliche freie Sparquote in Ihr Ausgabenbudget passen. Kapital, das längerfristig nicht gebraucht wird, sollte dem Anlagehorizont entsprechend angelegt werden. Über Erfolg oder Misserfolg beim Vermögensaufbau beziehungsweise bei der Vermögensvermehrung entscheiden langfristig vor allem zwei Faktoren: die Wahl der Anlagestrategie und die Kosten.

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Neben diesen Faktoren sind die Selektion der richtigen Investitionsmöglichkeiten sowie die steuerliche Belastung auf den Erträgen wichtig. Wer höhere kurzfristige Schwankungen (Volatilität) des Anlagevermögens in Kauf nimmt, kann langfristig mit einer höheren Rendite rechnen. Wichtig bei der Wahl eines Engagements: Die Kosten reduzieren die Rendite, ein Mehrwert wird bei kostspieligen Anlagen aber vielmals nicht geboten. Langfristig ist eine Reduktion der Kosten eines der effizientesten Mittel, um die Nettorendite zu steigern.

Wir empfehlen deshalb, in passive Anlagefonds oder sogenannte Exchange Traded Funds (ETF), also börsengehandelte Anlagefonds, zu investieren. Diese haben vergleichs­weise geringe Verwaltungskosten und haben im historischen Vergleich oftmals ebenso gut rentiert wie klassische Anlagefonds. Bei den ETF gibt es eine riesige Auswahl, die Fonds können z. B. bestimmte Börsenindizes oder Sparten abbilden. Angesichts Ihres Alters haben Sie die nötige mehrjährige Anlageperspektive vor sich. Wenn Sie regelmässig investieren, haben Sie auch die Chance, Börsenschwankungen auszugleichen.

Wählen Sie eine Bank und einen Berater, welche Ihre Ausgangslage optimal verstehen, und unzählige Vorsorgemöglichkeiten können sich somit für Sie eröffnen. Ihr persönliches Wohlbefinden, Ihre Risikotoleranz und auch Ihre Zukunftserwartungen an die Wirtschaft usw. beeinflussen – immer im Rahmen Ihres Ausgabenbudgets – Ihre Investitionsentscheide. Letztendlich empfehlen wir, nur in Lösungen zu investieren, welche für Sie verständlich, transparent und nachvollziehbar sind und bei denen Sie sich wohl­fühlen.

*Experte für Vorsorge- und Versicherungsfragen, Weibel, Hess & Partner, Stans, www.whp.ch

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