Ratgeber

Kann man seinen Partner verändern?

Kürzlich sagte mir (38) mein Mann (42), ich wolle ihn ständig verändern. Er fühle sich nicht akzeptiert, wie er sei. Tatsächlich habe ich mit einigen Eigenschaften Mühe. So ist er häufig abends mit dem Verein unterwegs. Und unternehmen wir mal gemeinsam was, beachtet er andere mehr als mich. Kann man den Partner verändern?

Birgit Kollmeyer*
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Birgit Kollmeyer.

Birgit Kollmeyer.

Langfristig glücklich fühlen wir uns in einer Partnerschaft, wenn unsere Grundbedürfnisse nach Sicherheit und Geborgenheit, nach Wertschätzung und Anerkennung, nach Zärtlichkeit und Anziehung, aber auch nach persönlicher Entwicklung möglichst erfüllt sind. Jeder Mensch hat diese Bedürfnisse – wenn auch unterschiedlich in Ausmass und Prioritäten.

Um welche Bedürfnisse geht es Ihnen? Möchten Sie spüren, dass Sie wichtig für Ihren Mann sind, geht es Ihnen um Wertschätzung und Geborgenheit? Teilen Sie Ihrem Mann das mit! Etwa so: «Du bist momentan unter der Woche viel unterwegs, und wir haben nur am Wochenende Zeit, gemeinsam zu essen. Ich fühle mich dadurch allein und spüre nicht mehr, dass ich wichtig für dich bin. Ich wünsche mir mehr Zeit zu zweit.» Sie dürfen Ihrem Mann sagen, was Ihnen fehlt und was für Sie schwierig ist, etwa wenn er im Ausgang kaum mit Ihnen redet.

Was ist dem Partner wichtig?

Versuchen Sie aber ebenso die Perspektive Ihres Mannes einzunehmen: Worum geht es ihm, welche Bedürfnisse stehen hinter seinem Verhalten? Sucht Ihr Mann in den Vereinen Anerkennung und Wertschätzung? Achten Sie darauf, dass auch Sie ihm diese geben. Melden Sie ihm zurück, was Sie an ihm schätzen und lieben, was er gut macht. In einer längeren Beziehung hält man die Stärken des anderen meist für selbstverständlich und beachtet sie zu wenig.

Häufig sieht man Eigenschaften und Verhaltensweisen mit der Zeit kritischer als zu Beginn der Beziehung und bewertet sie gar negativ. Fragen Sie sich doch einmal, welche Eigenarten Ihr Mann schon hatte, als Sie ihn kennen gelernt haben, und wie Sie das damals fanden: War er zum Beispiel schon immer sehr gesellig? Hat Ihnen das damals gefallen?

Versuchen Sie wieder, mit einem toleranteren Blick auf Ihren Mann zu schauen. Was bringt seine Geselligkeit heute noch an Gutem mit sich? Versuchen Sie auch die persönliche Entwicklung Ihres Mannes zu fördern, indem Sie ihn durch Ermutigung und positive Rückmeldungen stärken. Allerdings sollte es dabei um seine eigenen Ziele gehen und nicht um Ihre. Sonst würden Sie auf diesem Wege versuchen, ihn nach Ihren Vorstellungen zu verändern. Und das ist kaum möglich und auch nicht sinnvoll.

Kompromisse finden

Ihre Aufgabe als Paar ist es, die Bedürfnisse beider miteinander zu vereinbaren. Doch manche – vor allem, wenn es um Nähe und Distanz geht – sind nicht leicht unter einen Hut zu bringen. Es gilt die Bedürfnisse des anderen wirklich zu verstehen, sie genauso ernst und wichtig zu nehmen wie die eigenen.

Oft braucht es Kompromisse: Wie wäre ein gemütliches gemeinsames Nachtessen, bevor Ihr Mann seiner Vereinstätigkeit nachgeht? Oder Zeiten, in denen Sie zu zweit etwas unternehmen und sich aufeinander konzentrieren im Wechsel mit solchen, in denen Sie jeweils andere treffen? Versuchen Sie kreativ Lösungen zu finden, die für beide stimmen.

* Birgit Kollmeyer ist dipl.-Psychologin, Paar- und Sexualtherapie, Bern.

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