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Ratgeber

Beim Geniessen die Gesundheit nicht vergessen

Viel essen, viel trinken, starke Emotionen jeglicher Art: Die Weihnachts- und Neujahrstage können eine spezielle Herausforderung für unsere Gesundheit sein. Kardiologe Georg Fröhlich erklärt, wer speziell vorsichtig sein sollte, und gibt Tipps, wie man mögliche Risiken vermeiden und trotzdem feiern kann.
PD Dr. med. Georg Fröhlich *

Eine Frau um die 40 Jahre verbraucht pro Tag üblicherweise rund 2000 kcal, ein Mann im selben Alter etwa 2500 kcal. An Weihnachtstagen mit üppigem Essen ist es gut möglich, dass man auch mal 6000 kcal zu sich nimmt, vielleicht sogar mehrfach. Selbst wenn das Essen noch so fein ist: Nicht allen bekommt das gleich gut. Vor allem bei angeschlagener Gesundheit ist etwas Zurückhaltung angebracht. Ein probates Mittel: Man kann den Kalorienverbrauch durch Bewegung auf natürliche Weise ankurbeln. Unternehmen Sie deshalb, wenn immer möglich, einen ausgedehnten Weihnachts­spaziergang, oder planen Sie sogar etwas Wintersport ein.

Wer einen empfindlichen Magen hat und/oder zu Sodbrennen neigt, sollte sich prophylaktisch mit einem Magensäureblocker eindecken.

Allgemein sollten Leute, die auf Medikamente angewiesen sind, vor den Festtagen prüfen, ob der Vorrat noch reicht. Wer nicht gerade in den Zentren wohnt, kann sonst in einige Schwierigkeiten geraten.

In den kalten Wintermonaten, insbesondere im Dezember, sind die Notaufnahmen besonders frequentiert. Das kalte Wetter begünstigt Erkältungen bis hin zur richtigen Grippe (Influenza), welche speziell bei vorgeschwächten Personen auch zu Lungenentzündungen oder sogar Herz­infarkten führen kann.

Trotz Weihnachten nicht zu lange mit Notruf warten

Tatsächlich beobachten wir bei kaltem Wetter und bei Wetterumschwung, dass vermehrt Patienten mit Brustschmerzen und Herzinfarkten zu uns kommen. Eine Studie konnte aufzeigen, dass es während der Weihnachtsfeiertage zu einer fünfprozentigen Zunahme von tödlichen Herzinfarkten kommt. Niemand möchte Weihnachten im Spital verbringen, und so wird oftmals (zu) lange mit dem Notruf gewartet. Hier müssen wir noch mehr an die Vernunft appellieren: Wer aussergewöhnliche Beschwerden bemerkt, zum Bei- spiel einen starken Druck auf der Brust, unter Umständen mit Ausstrahlung in den Arm, den Rücken oder den Oberbauch, sollte unbedingt professionelle Hilfe anfordern. Oft interpretieren Patienten die Beschwerden eines Herzinfarktes bloss als ein Völlegefühl oder Sodbrennen nach einem üppigen Essen. Auch hier gilt, wenn Beschwerden ein übliches Mass über­steigen, sollte im Zweifel lieber zu früh als zu spät ein Arzt konsultiert werden.

Dem Kater frühzeitig vorbeugen

Die Weihnachtstage und verstärkt auch die Silvesternacht sind zudem häufig von viel oder auch zu viel Alkohol begleitet. Wer am Folgetag nicht mit einem heftigen Kater erwachen will, kann ein paar Tricks anwenden: Da Alkohol dem Körper Wasser entzieht, sollte man auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, am besten bereits während des Abends. Am Morgen danach können Sie Ihren Körper mit Früchten und Honig unterstützen. Der Fruchtzucker und das Vitamin C sind hier vorteilhaft. Gegen die Kopfschmerzen helfen ein Espresso mit Zitrone und/oder eine Schmerztablette.

*PD Dr. med. Georg Fröhlich ist Kardiologe bei der Hirslanden-Gruppe, www.hirslanden.ch.

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