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KURZANTWORT: Internettelefonie: Kann man den Anrufer direkt ansprechen?

Bei der neuen Internettelefonie ist der Name des Anrufenden auf dem Display ersichtlich. Kann nun im geschäftlichen Bereich der Anrufende sogleich mit seinem Namen angesprochen werden, oder muss immer zuerst der eigene Name/die Firma genannt werden? Muss bei der Anzeige «verpasster Anruf» zwingend zurückgerufen werden?
Doris Pfyl
Symbolbild Internettelefonie. (Bild: Martin Ruetschi/Keystone Archiv (Dübendorf,)

Symbolbild Internettelefonie. (Bild: Martin Ruetschi/Keystone Archiv (Dübendorf,)

Vor allem im geschäftlichen Umfeld ist das Telefon eines der wichtigsten Kommunikationsmittel und gleichzeitig auch eine Visitenkarte. Deshalb sofort und unmissverständlich: Moderne Technologie hin oder her, korrektes Telefonieren verlangt, dass sich der Angerufene deutlich und in angemessener Lautstärke mit Firmen- und vollständigem Namen meldet. Und auch der Anrufende sollte auf jeden Fall die Chance haben, sich korrekt anzumelden.

Verwirrendes Ratespiel

Vom fröhlichen Ratespiel, ob sich nun am anderen Ende wirklich Herr Müller von der Firma XY befindet, rate ich ab. Möglichweise wird der Anschluss ausnahmsweise von jemand anderem oder gar grundsätzlich von mehreren Personen genutzt. Es wäre unschön und verwirrend, mit falschem Namen angesprochen zu werden, ohne sich vorstellen zu können. Solche Missverständnisse werden vermieden, wenn sich beide Seiten korrekt anmelden.

Privat weniger heikel

Bei privaten Kontakten nimmt sich diese Angelegenheit natürlich entspannter aus. Hier ist die Gefahr sehr gering, dass jemand Fremder den Festnetzanschluss im Haushalt benutzt. Ebenso beim Handy: Dieses ist für die meisten ein fast heiliger Gegenstand, der nicht gerne aus den Händen gegeben wird. Entsprechend kann man bzw. frau sich mit sehr hohem Prozentsatz darauf verlassen, dass die auf dem Display angezeigte Person tatsächlich anruft respektive den Anruf entgegennimmt.

Verpasster Anruf: Was tun?

Bezüglich des korrekten Verhaltens bei einem verpassten Anruf scheiden sich die Geister. Einige Experten sind der Ansicht, dass eine Mitteilung auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden sollte, wenn ein Rückruf gewünscht ist. Ansonsten könnte der Rückruf eher als belästigend und aufdringlich empfunden werden. Meine Erfahrung zeigt allerdings, dass etliche Zeitgenossen nicht gerne Mitteilungen auf dem Anrufbeantworter hinterlassen. Eventuell ist es ihnen einfach unangenehm, oder sie finden spontan nicht die richtigen Worte, weil sie mit der Situation überfordert sind.

Rückruf lohnt sich meistens

Ich persönlich rufe immer zurück. Bei geschäftlichen Kontakten mache ich damit sehr gute Erfahrungen. Für mein Gegenüber werden damit meine Bemühungen und mein Interesse spürbar – schliesslich liegt mir der Neukontakt am Herzen.

Auch im privaten Rahmen rate ich zum Rückruf. Der Rückruf beweist, dass der verpasste Angerufene wirklich Lust hat, mit mir in Kontakt zu treten und mich persönlich zu hören – das schmeichelt und macht gute Laune.

Und noch ein kleiner Hinweis betreffend Telefonknigge: Vergessen Sie nie, beim Telefonieren zu lächeln, auch wenn der Gesprächspartner Sie (noch) nicht sieht. Ein Lächeln beeinflusst die Stimme. Sie wirken so entspannter und positiver auf den Gesprächspartner, auch am Internettelefon.

Doris Pfyl

Knigge-Trainerin, Farb- und Modestilberaterin, Ausbildnerin des Schweizer Fachverbands FSFM, www.imagemodestil.ch


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