Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Ratgeber

Lohnt sich für mich ein Aufschub der AHV-Rente?

Ich (m. 64) möchte nach 65 noch Teilzeit weiterarbeiten. Um Steuern zu sparen und auch um die Plafonierung der AHV-Rente meiner Frau (64) zu umgehen, plane ich, meine AHV-Rente aufzuschieben. Was muss ich ­dabei beachten, damit meine Rechnung aufgeht?
Hugo Berchtold*
Hugo Berchtold. (Bild: PD)

Hugo Berchtold. (Bild: PD)

Eine Teilzeitbeschäftigung im AHV-Alter kann ideal sein, um den Ausstieg aus dem Berufsleben fliessend zu gestalten. Die Verbindung von Rente und Erwerbseinkommen führt jedoch unter Umständen zu hohen Einkommenssteuern, da der gleichzeitige Bezug von Rente und Lohn bei der Einkommenssteuer eine erhöhte Steuerprogression zur Folge hat. Es kann sich deshalb tatsächlich lohnen, den Bezug von der AHV-Rente aufzuschieben.

Plafonierung bleibt

Die sogenannte Plafonierung der Ehepaarrente (Ehepaare erhalten nur 150 Prozent der beiden errechneten Einzelrenten) können Sie mit dem Aufschub allerdings nicht umgehen. Wenn der Ehegatte bereits eine AHV-Rente bezieht, wird diese beim Erreichen des offiziellen AHV-Alters des andern Ehegatten allenfalls genau gleich gekürzt, wie wenn Sie Ihre Rente ebenfalls erhalten würden. Während des Rentenaufschubs werden auch Kinder­renten aufgeschoben.

Suchen Sie Rat?

Schreiben Sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch. Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Bis fünf Jahre Aufschub

Die AHV-Rente lässt sich bis zu fünf Jahre aufschieben. Die minimale Aufschubdauer beträgt ein Jahr, was zu einer um 5,2 Prozent höheren Rente führt. Nach fünf Jahren Aufschub fällt die Rente lebenslang um 31,5 Prozent höher aus. Der Zuschlag wird nicht in Prozent der späteren Rente angegeben, sondern in Prozent der Durchschnittsrente, die ohne den Aufschub in diesem Zeitraum ausgezahlt worden wäre.

Den Entscheid für oder gegen einen Aufschub sollte man nicht allein von der steuerlichen Situation abhängig machen. Wichtig ist auch die Einschätzung der persönlichen Lebenserwartung. Ohne Steuereffekte muss man rund 86 Jahre alt werden, bis sich der Aufschub lohnt. Erst ab diesem Alter ist die gesamte Summe der ausbezahlten Renten höher als bei einem regulären Bezug ab 65. Sie müssen sich im Voraus noch nicht für die genaue Dauer des Rentenaufschubs entscheiden. Sie können die Rente jederzeit abrufen. Wer die aufgeschobene Rente allerdings vor Ablauf der einjährigen Minimaldauer bereits abruft, bekommt die Rente rückwirkend ab dem offiziellen AHV-Alter ausgezahlt – ohne Zuschlag und ohne Zins.

Fristen einhalten

Sie müssen den Antrag spätestens innert eines Jahres ab Beginn des ordentlichen Anspruchs auf eine AHV-Altersrente stellen. Beantragen Sie den Rentenaufschub mit dem Formular «Anmeldung für eine Altersrente» (Nr. 318.370).

Wer seine AHV-Rente aufschieben will, muss das normale Formular für die Anmeldung zum Rentenbezug ausfüllen und darin die Felder ausfüllen, die den Rentenaufschub betreffen. Auch wenn Sie den maximalen Rentenaufschub von fünf Jahren wählen, müssen Sie nach Ablauf dieser Frist die Auszahlung der Rente beantragen. AHV-Renten werden nicht automatisch ausbezahlt, sondern müssen angefordert werden.

*Redaktor Ratgeber

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.