Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

RECHT: Vorsorge: Soll ich eher in PK oder Säule 3a einzahlen?

Ich (männlich, 50, verheiratet, zwei Kinder) will meine Vorsorge verbessern. Ich habe noch eine Lücke in meiner Pensionskasse. Soll ich eher in die Pensionskasse oder in die Säule 3a einzahlen? Wo liegen die Unterschiede? Worauf muss ich achten?
Othmar Erni
Aufgeschichtete Schweizer Muenzen, mit einer 200-Franken-Note als Dach, aufgenommen am 29. Februar 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Aufgeschichtete Schweizer Muenzen, mit einer 200-Franken-Note als Dach, aufgenommen am 29. Februar 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally) (Bild: GAETAN BALLY (KEYSTONE))

Einzahlungen in die Pensions­kasse, also in die zweite Säule, haben bezüglich der Steuern den gleichen Effekt wie diejenigen in die dritte Säule (gebun­dene Vorsorge 3a): Man kann sie voll vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen und somit die Steuerbelastung je nach Progression mehr oder weniger verringern.

Die Einzahlung in die dritte Säule ist begrenzt auf derzeit jährlich 6768 Franken, in der Pensionskasse hingegen kann die Einzahlung je nach vorhandener Lücke auch viel grösser sein. Immerhin muss zuerst eine Lücke festgestellt werden wegen Auslandaufenthalts, späteren Karriereeinstiegs wegen Studiums, Kinderpause oder aber ganz einfach wegen Lohnerhöhungen. Dazu sollte man vorerst den Pensionskassenausweis konsultieren, wo zumeist der fehlende Betrag aufgeführt ist. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Pensionskasse, die Ihnen den maximalen Einkaufsbetrag bestätigt und allfällige Beschränkungen (z. B. wegen vorherigen Bezugs für Wohneigentum oder Neuzuzugs aus dem Ausland oder früherer Selbstständigkeit) mitteilt. Bei grösseren Lücken lohnt es sich, Einkäufe auf mehrere Jahre zu verteilen. Ob man letztlich zuerst die Pensionskasse oder die dritte Säule füttert, hängt davon ab, wie diese beiden Töpfe angelegt und verzinst werden. Somit gilt es zu beur­teilen, wie gesund die Pensionskasse und wie hoch deren Verzinsung ist. Während man in der Pensionskasse kaum Einfluss auf die An­lagestrategie nehmen kann, bieten sich bei der Säule 3a mehr Möglichkeiten. Man kann das Geld z. B. in Fonds mit unterschiedlichem Aktienanteil anlegen. Lange Zeit war der Aktienanteil auf 50 Prozent beschränkt, nun können Fonds unter bestimmten Bedingungen bis zu 90 Prozent Aktien um­fassen. Wer auf Fonds mit einem hohen Aktienanteil setzt, sollte aber einen Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren haben.

Bei den Anbietern der dritten Säule gilt es zudem zu unterscheiden zwischen Bank- und Versicherungslösungen. Bank­lösungen sind transparenter und flexibler. Generell ist von Ver­sicherungslösungen beim Vorsorgesparen abzuraten. Wer ein Risiko abdecken will, sollte dies mit einer separaten Versicherungslösung tun.

Keine Rente aus 3a-Säule

Im Weiteren ist zu berücksichtigen, dass in der dritten Säule zumeist keine Rentenzahlungen möglich sind, das angesparte Geld kann nur als Kapital bezogen werden. Wer also die Auszahlung einer Rente sucht, wird besser die Pensionskasse stärken und eventuell sogar das vorhandene Guthaben von der dritten in die zweite Säule transferieren. Dieser Vorgang allerdings ist steuerneutral.

Im optimalen Fall kann man beide Gefässe füllen und somit seine Steuerbelastung merklich reduzieren. Je nach Einkommenshöhe und Dauer bis zur Pensionierung ergeben sich dadurch selbst bei geringer Verzinsung im Vergleich zu den aktuellen Anlagebedingungen attraktive Renditen.

Othmar Erni

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.