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Ratgeber

Schlecht riechende Schrankwäsche: Woran liegt das?

In letzter Zeit stelle ich fest, dass meine T-Shirts und Pyjamas komisch zu riechen beginnen (möttele, ranzig riechen), wenn sie längere Zeit im Schrank gestapelt waren. Warum ist das so? Kann ich etwas dagegen tun?
Monika Neidhart*
Monika Neidhart

Monika Neidhart

Saubere Wäsche soll angenehm oder zumindest neutral riechen. Diese Erwartung haben wir alle. Die Ursachen eines unange­nehmen Geruchs können sehr unterschiedlich sein. Was in Ihrem Fall zutrifft, müssen Sie selber nachprüfen. Vielleicht ist es auch eine Kombination von mehreren Aspekten?

Tipps zur Geruchsvermeidung

Schmutzige Wäsche trocken in einem Behälter aufbewahren, der Luft durchlässt, zum Beispiel in Weidekorb. Stark riechende Wäsche möglichst bald waschen – Schmutz und Zeit ergeben hartnäckige Flecken.

Die Waschmaschine selbst kann Ursache schlechter Gerüche sein. Wichtig ist, dass sie regelmässig gereinigt wird. Nach dem Waschen Gerätetür offen lassen und Einspülkammer etwas herausziehen. So entweicht der Wasserdampf, und die Maschine trocknet innen. Restliches Waschmittel aus dem Behälter entfernen, damit sich auch hier keine Keime bilden. Filter und even­tuell Wassereinlauffilter regelmässig reinigen.

Waschmittel nach Verpackungsangabe und Wasserhärte vor Ort mit Messbecher dosieren. Um Gerüche zu beseitigen, kann dem Hauptwaschgang oder dem letzten Spülgang (Weichspülfach) ein Deckel farbloser Essig beigegeben werden. Damit die Wäsche ganz von der Waschlauge durchspült wird, die Textilien locker in die Waschmaschine füllen. Wäschetrommel bis eine Handbreit mit pflegeleichter Baumwolle füllen, bei Synthetics und Mischgewebe ma­ximal halb füllen. Bei stark verschmutzter Wäsche nach Möglichkeit Verschmutzungsgrad einstellen oder Waschtrommel etwas weniger füllen. Wird nur bei tiefen Temperaturen gewaschen, besteht die Gefahr, dass an der Innenseite der Trommel ein sogenannter «Bio­film» aus Bakterien, Pilzen, Fetten, Proteinen usw. entsteht. Dieser kann unangenehme Gerüche in der Maschine und an frisch gewaschener Wäsche verursachen. Wird alle paar Waschgänge mindestens eine 60-°C-Wäsche gewaschen und ein Vollwaschmittel mit Bleichmittel benutzt, besteht diese Gefahr nicht.

Tiefe Temperaturen und Kurzprogramme sparen zwar Energie und Wasser. Riecht die Wäsche nach dem Waschgang aber nicht frisch (etwa Sport­wäsche), diese nochmals bei möglicher Höchsttemperatur (Angabe auf Etikette) waschen.

Wäsche nach dem Waschen baldmöglichst aus der Maschine nehmen und an frischer Luft oder in gut durchlüftetem Raum trocknen lassen. Nach dem Trocknen im Tumbler Wäsche vor dem Verräumen erst ganz trocknen und auskühlen lassen.

Wenn es am Schrank liegt

Ab und zu Schranktüren offen lassen, um den Schrank «auszulüften». Schrank nicht zu stark füllen, damit die Luft zirkulieren kann. Duftsäckli mit Lavendel oder Arvenholz auf die Tablare legen/an Stage oder Wand hängen. Stofftaschentücher mit ätherischen Ölen (auch Orangenblüten, Zitrone, Zedernholz sind geeignet) tränken und aufhängen. Es gibt Einlagen zu kaufen, die zwischen die Wäsche gelegt werden. Allerdings riechen die direkt be­troffenen Kleider stark danach. Riecht der (alte) Schrank selber negativ? Ganzen Schrank inklusive Tab­lare und Flächen dahinter mit Essigwasser auswaschen. Sehr gut austrocknen lassen. Steht der Holzschrank an einer Aussenwand, kann er Schimmel haben. Das Abreiben mit verdünntem Brennsprit kann hier helfen.

*Monika Neidhart, Goldau, ist Hauswirtschaftslehrerin und Fachjournalistin MAZ/FH, www.textwerke.ch

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