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SOZIALLEBEN: Danke sagen: Wann ist es angebracht?

Danke sagen für das Offenhalten der Tür, Danke sagen für die Bereitschaft, den Arbeitseinsatz abzutauschen usw. – einige Zeitgenossen bedanken sich für jede Regung, während andere grosszügigstes Entgegenkommen nicht zur Kenntnis nehmen, geschweige denn verdanken. Welches Bedanken macht Sinn?
Bild: Keystone

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«Danke» – ein kleines Wort, das sehr viel bewirken kann. Dabei sind keine grossen Worte oder überschwängliche Lobeshymnen nötig, nur ein Danke, das wirklich von Herzen kommt: «Danke, darüber freue ich mich sehr.»

Der ausgesprochene Dank ist in erster Linie ein Indiz für Höflichkeit und gute Manieren. Mit dem mündlichen «Merci» sind nicht phrasenhafte, auswendig gelernte Dankesformeln gemeint, wie wir sie tagtäglich zu hören bekommen – und die viele für eine freundliche Dienstleistung halten. Es geht vielmehr um ein Dankeschön, das von Herzen kommt und spürbar ist. Die Augen strahlen bei den Worten, und das Herz lacht mit. Die Worte widerspiegeln eine dankbare Grundeinstellung: Wir erkennen und anerkennen, was ein anderer für uns tut, und nehmen es nicht als selbstverständlich hin.

Nur wer zum Dank bereit ist, nimmt die positiven Seiten des Lebens und die Bemühungen seiner Mitmenschen überhaupt erst wahr. Er drückt Anerkennung und Wertschätzung aus und erfreut im Endeffekt beide Seiten.

Das «Merci» ist eine Form emotionaler Belohnung für den «Schenkenden» und motiviert ihn, sich dem anderen gegenüber weiterhin freundlich gesinnt zu zeigen. Bleibt der Dank dagegen aus, kann die Hilfsbereitschaft, das Wohlwollen schnell einen empfindlichen Knacks bekommen. Selbst langjährige Beziehungen können auf Dauer stark darunter leiden, wenn ein verdienter Dank ausbleibt.

Es gibt verschiedene Gründe, wieso es Menschen schwerfällt, Dankbarkeit zu zeigen (nur schon zu empfinden!): Sie haben eventuell nicht gelernt, Bemühungen anderer zu honorieren, oder sie betrachten die Unterstützung als selbstverständlich. Sie sind gedankenlos oder auf etwas anderes konzentriert. Sie denken schlicht und einfach nicht darüber nach, wie andere sich fühlen und was andere (auch) brauchen. Es ist ihnen unangenehm, abhängig zu werden, in jemandes «Schuld» zu stehen – das heisst: Wird mir etwas Gutes getan oder eine Aufmerksamkeit zuteil, erhalte ich eine Art Geschenk, über das ich keine Kontrolle habe – ich werde abhängig, ich stehe in der «Schuld» des Schenkenden, denn ich habe etwas von ihm erhalten, das ich nicht zu verdienen brauchte. Der Dank kann dieses Ungleichgewicht wieder ausgleichen. Wird er versäumt, bemerken Menschen dies: «Er hat sich nicht mal bedankt.»

Bekenntnis zum Guten

Dankbarkeit ist der Wille, das Gute zu sehen. Diese Bereitschaft kann und muss jeder Einzelne bei sich selbst fördern und pflegen. Sie ist das Schmiermittel für bessere Beziehungen, ein wahrer Beziehungskitt.

Also nehmen wir uns Zeit zum Innehalten, zur geistigen Rast und Besinnung. Nur dann gelingt es uns, dankbare Haltung in unserem Leben zu etablieren, den Blick auf das Gute und Schöne zu richten und uns an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. Im Endeffekt sind nicht die Glücklichen dankbar, sondern es sind die Dankbaren, die glücklich sind.

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