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TEXTILIEN: Darf ich meine Daunenjacke selber waschen?

Ich habe eine Jacke mit echter Daunenfüllung. Darf ich die überhaupt waschen? Wie sieht es bei den modernen «Daunen»-Jacken mit Kunstfaserfüllung aus? Und da sich vor allem synthetische Stoffe wie eben solche Jacken beim Waschen oft stark elektrostatisch aufladen: Wie kann man das verhindern/reduzieren?
Monika Neidhart, Goldau
Waschen. (Bild: Corinne Glanzmann)

Waschen. (Bild: Corinne Glanzmann)

Beachten Sie auf jeden Fall die Pflegeetikette (in Aussentasche, Brusttasche oder Seitennaht eingenäht). Sollten die spezifischen Pflegeangaben im Widerspruch zu meinem Rat stehen, halten Sie sich an die Vorgaben der Etikette, sie sind auf Ihr Produkt abgestimmt. Normalerweise können beide Jackentypen weder chemisch gereinigt noch gebleicht oder gebügelt werden.

Schliessen Sie vor dem Waschen Reiss- und Klettverschlüsse und leeren Sie sämtliche Taschen. Flüssiges Feinwaschmittel knapp dosieren (eher weniger als auf der Packung angegeben); darauf achten, dass das Waschmittel kein Bleichmittel enthält. Für Daunenjacken gibt es auch Spezialwaschmittel. Ob ein Weichspüler verwendet werden darf, entnehmen Sie der Textiletikette – meist sind sie für Daunenjacken nicht geeignet. VZug empfiehlt bei Daunen ein Wäschestück oder höchstens 2 kg pro Waschgang. Kleidungs­stücke mit beiden Füllungen in einem Feinwaschprogramm mit Schongang bei maximal 30 °C waschen. Neue Waschmaschinen verfügen über ein auf das Benetzungsverhalten von Daunentextilien optimiertes Daunenwaschprogramm. Daunenjacken nach dem letzten Waschgang nochmals spülen, damit sämtliche Waschmittelreste ausgespült werden.

Sofern laut Pflegesymbol maschinelles Trocknen möglich oder gar ausdrücklich empfohlen ist, geben Sie die Daunenjacke unmittelbar nach der Wäsche mit drei Tennisbällen in den Trockner. Letztere verhindern das Verklumpen der Daunen. Stellen Sie das geeignete Trocknungsprogramm ein – normalerweise Tumblern auf kleinster Stufe (zu heisse Temperaturen können das Aussenmaterial beschädigen!). Moderne Wäschetrockner verfügen über spezielle Daunen-Trocknungsprogramme. Da sich nach dem ersten Trocknungsvorgang in der Jacke noch Restfeuchtigkeit befinden kann, empfiehlt es sich, die Jacke nach zirka einer Stunde (per Zeitwahlprogramm) für 10 bis 20 Minuten bei niedriger Temperatur nachzutrocknen. Zum Abkühlen die Kaltstufe wählen. Abhängig von Daunenmenge und Grösse der Jacke kann es erforderlich sein, den Vorgang zwei- bis dreimal zu wiederholen, bis komplette Trockenheit und volles Volumen wieder erreicht sind.

Jacken mit synthetischer Füllung dürfen in der Regel nicht maschinell getrocknet werden. Sollte es dennoch möglich sein, keine Tennisbälle beigeben.

Elektrostatisches Aufladen

Vor allem synthetische Wäsche lädt sich elektrostatisch auf. Ursache kann Reibung der Fasern aneinander beim Trocknen an der Luft oder im Wäschetrockner sein. Das Problem ist im Winter ausgeprägter, da die Luft sehr trocken ist. Mit zunehmender Feuchtigkeit findet eine natürliche Entladung statt. Geladene Wäsche kann daher durch Erhöhen der Feuchtigkeit der Raumluft entladen werden oder durch ganz leichtes Einsprühen mit Wasser (Zerstäuber). Präventiv hilft Weichspüler. Doch nicht alle Textilien dürfen mit Weichspüler gewaschen werden! Funktionswäsche mit Membranen könnte verstopfen, was die Funktionalität einschränkt (Etikette beachten).

Monika Neidhart, Goldau

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