Ratgeber

Was für Gerichte gibt es mit Federkohl?

Im Umfeld von Bloggern und Smoothieliebhabern hört man in letzter Zeit immer wieder das Wort Federkohl. Dieser soll wohl sehr gesund sein. Um was für eine Kohlart handelt es sich hier? Und wie kann ich Federkohl zubereiten? Hätten Sie mir ein paar Rezepte?

Monika Neidhart*
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Monika Neidhart

Monika Neidhart

Bild: Luzerner Zeitung

Federkohl, auch Grün-, Winter- oder Krauskohl genannt, ist eine der robustesten Kohlarten. Federkohl hält in der Erde Temperaturen bis zu -15°C aus. Geschmacklich profitiert er übrigens, wenn er ein bis zwei Frostnächte draussen erlebt hat. So wird der scharfe Geschmack durch eine leicht süsslichere Note der Reife etwas abgeschwächt. Essbar ist er jedoch auch schon vor dem ersten Frost.

Hat man einen eigenen Garten, empfiehlt es sich generell, Grünkohl erst Ende Juni auszusäen. So ist er im Winter für die Ernte bereit. Die fedrigen Blätter wachsen an Palmen, die bis zu einem Meter hoch werden können.

Bekannt ist eine Urform des Federkohls seit den Griechen und Römern. Wegen seiner Robustheit ist er vor allem in nordischen Ländern beliebt. Durch die Trends, grüne Smoothies zu trinken und «Superfood» zu konsumieren, ist Federkohl (auch unter dem Namen «Kale») wieder bekannter geworden. Und er liefert in der Tat wertvolle Nährstoffe.

Federkohl gehört zum Gemüse mit dem höchsten Gehalt an Vitamin C, dazu kommen Vitamin A, B6, etwas Kalium, Kupfer, Folsäure, Eisen, Kalzium und Eiweiss. Plus viele Antioxidantien.

Pürieren für den Smoothie

Federkohl kann vielseitig in der Küche eingesetzt werden. Zum Roh essen eignen sich die jungen Blätter. Man kann sie fein schneiden und zusammen mit Endiviensalat und gehackten Nüssen als Salat servieren. Oder man püriert sie mit Nüsslisalat, Lattich, Salatgurke oder einem Blattsalat zu einem grünen Smoothie. Nach Belieben mit wenig Obst und Wasser ergänzen.

Gekocht eignet sich Federkohl für Suppen, Eintopfgerichte und zum Gratinieren, entweder alleine oder zusammen mit Kartoffeln. Vorgängig in Salzwasser wenige Minuten blanchieren. So schmeckt er weniger bitter, verliert durch das Weggiessen des Wassers jedoch auch Nährstoffe.

Auch als gedämpftes Gemüse ist Federkohl geeignet. Für vier Personen werden rund 1 - 1,5 kg gerüstet, gewaschen und in feine Streifen geschnitten. Gehackte Zwiebeln und Speckwürfeli andünsten, Gemüse zugeben. Ist der Kohl etwas zusammengefallen, mit Bouillon oder Wasser ablöschen. Kochzeit 20 - 30 Minuten. Würzen nach Belieben mit Salz, Pfeffer, wenig Muskat.

Für Wokgerichte eignen sich Federkohlblätter, da sie nur kurz gedünstet werden müssen. Die Federkohlrippen sind ebenfalls essbar, brauchen jedoch eine längere Kochzeit als die Blätter. Im Salzwasser weich kochen und beispielsweise in einem Tempurateig wenden und frittieren. Beliebt sind Federkohlchips: Backofen auf 130°C vorheizen. Blätter waschen und in Stücke zupfen. 1-2 Esslöffel Rapsöl und wenig Salz, Pfeffer, Chili in einer Schüssel mischen. Gemüse darin wenden. Locker auf ein Backblech verteilen. Ca. 20 Minuten im Ofen backen.

* Monika Neidhart ist Hauswirtschaftslehrerin und Fachjournalistin MAZ/FH. www.textwerke.ch

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