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Was kann ich gegen Zähneknirschen machen?

Ich (m, 52) knirsche in der Nacht offenbar regelmässig mit meinen Zähnen. Eigentlich schlafe ich ganz gut, trotzdem fällt meiner Frau immer wieder auf, dass ich im Schlaf die Zähne fest gegeneinander presse. Ich merke manchmal auch, dass mein Kiefer angespannt ist. Gibt es etwas, das ich dagegen unternehmen kann?
Sarah Hummel*
Sarah Hummel.

Sarah Hummel.

Nächtliches Zähneknirschen ist das unbewusste Aufeinanderpressen des Ober- und Unterkiefers. Das in der Fachsprache als Bruxismus bezeichnete Zähneknirschen erfolgt oft nachts, es kann aber auch tagsüber vorkommen. Dabei verspannt sich die Kiefermuskulatur vermehrt, was unter Umständen zu Kieferfehlstellungen führen kann.

Des Weiteren kann es durch den starken Druck und die Reibung zum Verschleiss der Zähne kommen. Die auf die Zähne einwirkenden Kräfte sind nicht zu unterschätzen, denn die Kaumuskulatur ist immerhin die im Verhältnis zur Grösse stärkste Muskulatur des Menschen.

Oft merken betroffene Personen nicht sofort, dass sie mit den Zähnen knirschen. Sie bemerken vielleicht morgendliche Symptome wie Kopfschmerzen oder Verspannungen und Schmerzen im Kiefer­gelenk. Auch Nacken und Ge­sichtsschmerzen sind möglich.

Vermutete Ursachen

Warum ein Mensch mit den Zähnen knirscht, ist noch nicht im Detail geklärt. Es gilt jedoch als ziemlich sicher, dass übermässiger Stress sowie Belas­tungen am Arbeitsplatz oder auch im privaten Bereich grosse Risikofaktoren sind. Auch Angststörungen, Depressionen, soziale Vereinsamung sind ­mögliche Ursachen. Aber auch veränderte Zahnstellungen oder Zahnformen gehören zu den Auslösern des Knirschens

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Was können Sie tun?

Um den Verschleiss der Zähne zu verhindern, kann Ihr Zahnarzt eine Aufbissschiene anfertigen. Diese verhindert nicht das Knirschen, wirkt aber wie ein Schutzüberzug für die Zähne, weil nicht sie abgerieben werden, sondern die Schiene. Ein möglicher Nachteil: Das gewohnte Kaumuster wird durch die Schiene etwas verändert. Lassen Sie sich vom Zahnarzt beraten und klären Sie gege­benenfalls eine mögliche Übernahme der Kosten bei der Krankenkasse ab.

Eine weitere Unterstützung ist die Massage der Kaumuskulatur. Diese beugt Kiefer- und Kopfschmerzen vor und entspannt die überbeanspruchte Kiefermuskulatur. Nebst der klassischen Massage oder Triggerpunktmassage kann auch eine Fussreflexzonenmassage den gewünschten Erfolg bringen. Zusätzlich zur Entspannung der Muskulatur wirken diese Methoden auch stressabbauend.

In der Physiotherapie oder medizinischen Massage werden Ihnen Übungen gezeigt, die die Kaumuskulatur entspannen und die sie nach einer guten Anleitung selber ausführen können.

Liegt das Problem an einer falschen Zahnstellung, kann diese Ursache und somit das Problem in der Regel durch die Behandlung bei Ihrem Zahnarzt gänzlich behoben werden.

Leidet der Betroffene an einer dauerhaften Stresssituation, so kann eine Psychotherapie ratsam sein. Zur Stressbewältigung sind unterstützende Entspannungstechniken wie Yoga, progressive Muskelrelaxation oder auch das Wandern in der Natur geeignet. Das hilft, um mehr Ausgleich zu haben und so vielleicht auch mit dem Zähneknirschen aufzuhören.

* Sarah Hummel ist Inhaberin der Medpraxis GmbH in Zug

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