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Ratgeber

Was können wir noch gegen die Motten tun?

Jeden Abend fliegen bei uns in der Stube mehrere Motten herum. Wir haben dort einen Wollteppich, der sie wohl anzieht. Die Mottenfalle und der Mottenspray nützten nichts. Was können wir noch tun?
Monika Neidhart
Monika Neidhart. (Bild: PD)

Monika Neidhart. (Bild: PD)

Ein Mottenbefall wird häufig erst entdeckt, wenn Motten herumfliegen. Allerdings ist der Schaden dann bereits da. Denn es sind die madenartigen Larven dieser Schmetterlinge, die die Frassschäden anrichten.

Bevor Sie gegen die Schädlinge vorgehen, müssen Sie sie identifizieren. Es wird zwischen zwei Mottenarten unterschieden, die in Haushalten auftreten können: Lebensmittelmotten und Textilmotten.

Der Schmetterling der Lebensmittelmotte, wie etwa der Dörrobstmotte, hat eine Körperlänge von 7–9 mm und eine Flügelspannweite von 15–20 mm. Das erste Drittel ihrer Vorderflügel ist hellgrau bis graugelb, der übrige Teil kupferrot. Ihre Larven fressen Getreideprodukte, Schokolade, Trockenobst, Nüsse, Bohnen und andere Vorräte. Dabei verunreinigen sie die Vorräte durch Frassschäden sowie Kot-, Gespinst- und Häutungsreste. Entsprechend ist der Befall an feinen Gespinsten an Nahrungsvorräten, verklumptem Vorrat und eventuell Frassspuren an Verpackungen zu erkennen.

Befallene Nahrungsmittel müssen sofort entsorgt werden. Sie sind nicht mehr essbar, da sich auch giftige Schimmelpilze entwickelt haben könnten. Zur Verhütung sollten diese bevorzugten Nahrungsmittel in hermetisch verschliessbaren Plastikdosen/Gläsern aufbewahrt werden.

Kleidermotten sind 6–8 mm gross. Ihre Vorderflügel sind leuchtend goldbraun und ohne auffällige Markierungen. Die hinteren Flügel sind stark ausgefranst («bewimpert»). Ihre Larven ernähren sich von Wolle und anderen tierischen Fasern in Kleidern, Stoffen, Pelzen, Leder und Teppichen. Auch kleine Löcher in Baumwolle können von ihnen stammen, allerdings unabsichtlich, denn die Larven können sich davon nicht ernähren. Textilmotten-Larven mögen das Licht nicht. Entsprechend sind wenig benutzte Textilien in einem Schrank oder auf einer Ablage, Handarbeitsresten oder auch aufgerollte Teppiche im Estrich bevorzugte Opfer. Dass Ihr Teppich im Wohnzimmer befallen sein kann, ist aus diesem Grund wenig wahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Qualitativ hochwertige Wollteppiche sind zudem oft mit einem Mottenschutz ausgerüstet.

Um Textilien aus tierischen ­Produkten vor Mottenfrass zu schützen, empfiehlt sich, wenig benutzte Kleider in eine verschliessbare Hülle zu verpacken. Nicht gebrauchte Teppiche ­können aufgerollt und in eine Plastikfolie gewickelt werden.

Eisige Kälte schafft Abhilfe

Wird ein Befall festgestellt, ist die wirksamste Bekämpfungsmethode die Tiefgefriertruhe. Packen Sie den Gegenstand (sicherheitshalber auch möglicherweise befallene Nachbarstücke) ein und lagern Sie sie zwei Wochen bei mindestens 24 Grad minus. Reinigen Sie den Schrank gründlich. Klopfen Sie den Gegenstand anschliessend aus. Kleider gemäss Textiletikette waschen. Eine Wäsche bei 60 Grad und mehr würde auch nützen, doch vertragen tierische Fasern diese Temperaturen meist nicht.

Kann der Gegenstand nicht tiefgefroren werden, versuchen Sie es beim Herd des Befalls mit Mottenfallen für Textilmotten oder mit einem Mottenspray, der unspezifisch alle Insekten tötet. Allenfalls müssen Sie auch einen Spezialisten beiziehen.

Textilmotten können durch Kleider eingeschleppt werden oder aus der Natur in die Wohnung gelangen, Lebensmittelmotten meist durch Nahrungsmittel, die mit Eiern verseucht sind.

Monika Neidhart, Goldau Hauswirtschaftslehrerin und Fachjournalistin MAZ/FH

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