Ratgeber

Was tun bei Angst vor dem Gang in die «Röhre»?

Sie haben kürzlich im «Ratgeber» gut verständlich den Unterschied zwischen CT und MRI erklärt. Kein Thema war dabei, dass der Gang in die «Röhre» aufgrund der Enge und des Lärms sehr belastend sein kann. Ich habe das als Horror erlebt und frage mich: Geht das Ganze nicht auch auf eine weniger beklemmende Art?

Clemens Reisinger*
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Radiologe Clemens Reisinger.

Radiologe Clemens Reisinger.

Die Magnetresonanztomografie (MRT oder MRI) ist ein häufig eingesetztes, bildgebendes Verfahren in der Medizin, bei dem mit Hilfe eines starken Magnetfeldes und Radiowellenimpulsen Schnittbilder vom Inneren des Körpers erzeugt werden. Die Bilder sind perfekt geeignet, um verschiedene Erkrankungen zu erkennen und schnellstmöglich die gezielte Therapie einleiten zu können.

Die MRT-Untersuchung selbst hat keine bekannten Nebenwirkungen und ist somit prinzipiell harmlos für die Patienten. Dennoch gibt es bisweilen Patienten, welche die Untersuchung im MRT als unangenehm beschreiben.

Die engen Platzverhältnisse im MRT werden am häufigsten als störend empfunden. Die Untersuchung findet in einer auf beiden Seiten offenen Röhre mit einem Durchmesser von 60 bis 70 cm statt. Hinzu kommen sogenannte Empfangsspulen (z. B. eine Kopfschale oder eine Knie-Manschette), die möglichst nahe am zu untersuchenden Körperteil platziert werden, um den Empfang zu verbessern. Diese Konstruktion sorgt für ein starkes und homogenes Magnetfeld, was eine optimale Bildqualität ermöglicht.

Tatsächlich kann es aber beklemmend wirken, in dieser engen Röhre zu liegen. Die einfachste Lösung, die sich bei vielen Patienten bewährt hat, ist das Schliessen der Augen während der Untersuchung. Alternativ sind Spiegelbrillen erhältlich, durch die der Blick aus der Röhre gelenkt wird. Bei Untersuchungen der Beine treten diese Probleme nur selten auf, da der Kopf ausserhalb des Geräts platziert wird.

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Schreiben sie an: Ratgeber, Luzerner Zeitung, Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. Email: ratgeber@luzernerzeitung.ch. Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer ein.

Die teils ebenfalls als störend empfundenen Klopfgeräusche, die vom Mechanismus der Bilderstellung herrühren, lassen sich am besten mit Kopfhörern übertönen. Je nach Wunsch wird in vielen Kliniken ein individuelles Musikprogramm angeboten. Es gilt darauf zu achten, dass die Kopfhörer bequem sitzen, dass sie Geräusche von aussen gut dämpfen und keinen Druck verursachen.

Wir verstehen die Patientinnen und Patienten gut, die einer Untersuchung im MRT mit etwas Bangen entgegenblicken. Nicht zuletzt geht es in diesen Situationen ja um die eigene Gesundheit, eine gewisse Aufregung ist also ganz normal. Wer von Beginn weg bequem liegt und allfällige Störfaktoren anspricht und eliminiert, sollte mit den 20 bis 60 Minuten, in denen es ruhig zu liegen gilt, aber problemlos klarkommen.

Ganz selten Vollnarkose

Bei stark aufgeregten Patientinnen und Patienten oder bei Menschen mit Platzangst kann vor der Untersuchung ein beruhigender Nasenspray verabreicht werden. In diesem Fall ist die Anreise mit dem ÖV oder mit einer Begleitperson ratsam, da unmittelbar im Anschluss an die Untersuchung keine Maschinen oder Autos gesteuert werden dürfen.

Eine Untersuchung in Vollnarkose ist so nur sehr selten notwendig. Details zu Ihrer individuellen Untersuchung erklären Ihnen die radiologischen Fachpersonen gerne im persönlichen Gespräch. Gut informiert, gibt es keinen Grund, Angst vor der Untersuchung zu haben.

*Dr. med. Clemens Reisinger ist Facharzt für Radiologie am Institut für Radiologie und Nuklearmedizin der Hirslanden- Klinik St. Anna in Luzern

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