Ratgeber

Was tun gegen Rückenschmerzen wegen Arthrose?

Ich (m, 76) leide an Arthrose der Lendenwirbelsäule. Ich versuche, trotzdem beweglich zu bleiben, und treibe regelmässig Sport, aber trotz Lockerungsübungen und anderen Massnahmen habe ich immer wieder quälende Rückenschmerzen. Haben Sie Tipps zur Verbesserung dieser chronischen Einschränkungen?

Sarah Hummel *
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Oft tritt eine Arthrose dort auf, wo ein Gelenk möglicherweise über Jahre durch ungünstige Belastung nicht seiner Funktion entsprechend beansprucht wurde. Ein Gelenk möchte von Natur aus in allen seinen möglichen Winkeln zum Einsatz kommen. Laut dem ausführlichen Begleitschreiben hat der an einer Lendenwirbelarthrose leidende Leser mehrfach Verletzungen am rechten Bein, am Knie und im Hüftgelenk erlitten. Das kann Spätfolgen haben.

Sarah Hummel.

Sarah Hummel.

Aufgrund von Unfällen und Operationen kann nämlich eine meist unbewusste einseitige Körperhaltung entstehen. Das führt mit der Zeit zu veränderten Spannungen und Dehnungen nicht nur im Gelenk selbst, sondern auch in seinen schützend umgebenden Strukturen wie Muskulatur, Bänder und Bindegewebe. Diese Ungleichgewichte verursachen gelegentlich Schmerzen. Dagegen können Bewegung und weitere Therapieoptionen helfen.

Aktive und passive Therapien

Durch gezielte Massnahmen soll erreicht werden, dass die physiologischen Funktionen in den Gelenken und der Muskulatur wieder hergestellt werden. Zu diesem Zweck empfehlen wir dem Leser zum einen eine fachkundige Beratung durch die Physiotherapie. Er erlernt aktiv spezifische Übungen für die Gelenkzentrierung und für den muskulären Ausgleich.

Zum anderen kann gerade wegen der dauernden Schmerzen und für den Abbau von Verspannungen vor allem in der Muskulatur eine passive Therapie sinnvoll sein. Wir denken dabei an die medizinische Massage, die dank hormoneller Effekte die Schmerzreduktion und die Stressregulation positiv beeinflusst.

Ferner bewirkt eine Massage beim behandelten Gewebe eine Verbesserung der Durchblutung von Haut und Muskulatur. Sie löst überdies Verklebungen im Bindegewebe (zum Beispiel bei vorhandenen Narben), und die Gelenke können sanft von Blockaden befreit werden.

Danach braucht der Körper Zeit für die Regeneration und Stabilisierung im Behandlungsgebiet. Eine Stabilisierungsübung der Rückenmuskulatur sieht wie folgt aus:

Anleitung für eine Stabilisierungsübung

Gehen Sie in den Vierfüsslerstand. Versuchen Sie, Ihr Becken zu stabilisieren und das Gewicht gleichmässig auf beide Arme und Beine zu verteilen. Versuchen Sie, ein Bein anzuheben und auszustrecken, ohne das Becken zu verschieben. Am Anfang kann dies noch zu streng sein, dann gehen Sie einen Schritt zurück und heben nur das Knie. Wenn dies gut klappt, können Sie die Übung steigern, indem Sie zusammen mit dem Bein auch einen Arm heben und senken.

Die vom Leser anscheinend ebenfalls angewandten Wärmepackungen sind für die Regeneration ebenfalls sehr hilfreich. Im Weiteren könnten wegen der morgendlichen Qualen die Anpassung der Schlafposition sowie eine Betrachtung der Ernährungsgewohnheiten von Nutzen sein.

* Sarah Hummel ist Inhaberin der Medpraxis GmbH, Zug, www.medpraxis.ch.

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