Ratgeber

Welche essbaren Wildkräuter stärken das Immunsystem?

Im Zuge der Corona-Krise ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig ein gutes Immunsystem ist. Da ich (w, 44) den Kräften der Natur vertraue, interessiert es mich, welche essbaren Pflanzen besonders geeignet sind.

Elena Lustenberger*
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Es gibt sehr viele Pflanzen, die unsere Gesundheit und damit unser Immunsystem stärken. Viele sind uns vertraut, etwa Thymian, Lindenblüte, Echinacea, Salbei oder Holunder. Ich ermutige Sie, weiterhin den Kräften der Natur zu vertrauen, die Kenntnisse über die Pflanzen zu vertiefen, um sie noch gezielter nutzen zu können.

Elena Lustenberger

Elena Lustenberger

Quasi zur gleichen Zeit, wie das Coronavirus aufgetaucht ist, sind bei uns die ersten essbaren Frühlings- Wildkräuter gewachsen. Diese sind nicht nur in dieser besonderen Zeit ein grosser Segen. Sie schenken uns sehr viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, Chlo­rophyll, Phytohormone und vieles mehr. Sie regen unseren Stoffwechsel und unser Immunsystem prima an. Wildkräuter sind auch Heilkräuter!

Essbare Wildkräuter wachsen vor Ihrer Haustür. Machen Sie einen Spaziergang, und lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt. Wichtig: Pflücken Sie nur Pflanzen, die Sie 100-prozentig kennen – und nur an naturbelassenen Orten!

Wenn Sie Wildkräuter selber suchen und pflücken, tun Sie zudem viel für Ihre körperliche und psychische Gesundheit: Bewegung an der frischen Luft mit allen Sinnen, Freude über die wunderschöne Natur, Dankbarkeit und Gourmet-Genuss!

Im Internet oder in spezialisierten Kochbüchern finden sich viele Rezepte mit essbaren Wildkräutern, zum Beispiel für Salat, Suppe, Pesto, Kräuteraufstrich, Omeletten, Quiche, Smoothie, Tee.

Jetzt im Frühling möchte ich Ihnen drei Pflanzen ans Herz legen, die zum einen gut bekannt sind und zum anderen üppig wachsen.

Bärlauch (Alium ursinum) findet sich in Hülle und Fülle in feuchten, schattigen Mischwäldern. Er wirkt stark blutreinigend, entzündungshemmend, schleimlösend, regt den Stoffwechsel an, stärkt und kräftigt uns. Nach den Blättern können auch die Knospen, Blüten und Samen gepflückt werden. Achtung vor der Verwechslungs­gefahr mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose, die beide giftig sind. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal: Bärlauch duftet nach Knoblauch, die beiden anderen nicht.

Löwenzahn (Taraxacum officinale) schenkt uns viele Bitterstoffe, die speziell die Nieren, Leber und Galle an­regen. Junge Blätter, Knospen, Blüten, Stengel und die langen Pfahlwurzeln können gegessen werden. Löwenzahn ist auch ein Blutreinigungsmittel und hilft bei Gicht, Rheuma und Verdauungsbeschwerden.

Brennnessel (Urtica dioica) ist eine alte Heil- und Gemüsepflanze. Sie enthält speziell viel Eisen, Proteine und Kohlenhydrate. Sie wirkt blutreinigend, blutaufbauend und entgiftend. Gepflückt werden die jungen Triebe. Speziell empfehlenswert ist eine Brennnesselteekur jetzt im Frühling. Brennnessel senkt den Blutzuckerspiegel, unterstützt die Verdauung und hilft bei Entzündungen.

Beginnen Sie mit kleinen Mengen, denn die Wildkräuter sind Heilnahrung und wirken im ganzen Organismus. Wenn Sie sich in die Pflanzenwelt vertiefen möchten, empfiehlt sich ein gutes botanisches Buch oder – in «Normalzeiten» – die Teilnahme an geführten Wild- oder Heilkräuterspaziergängen, die vielerorts in der Schweiz durchgeführt werden.

* Elena Lustenberger ist Wildkräuter-Expertin, www.wild-rose.ch

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