Ratgeber
Wie bringt man Deo- und Schweissrückstände raus?

Mein Sohn trägt unter dem Hemd jeweils ein weisses T-Shirt. Obwohl er täglich duscht und schon verschiedene Deos ausprobiert hat, werden die Shirts in der Achselhöhle mit der Zeit gelb. Ich wasche sie bei 60 Grad, um die Schweiss- und Deorückstände rauszubringen, leider ohne Erfolg. Was kann ich effizient tun?

Monika Neidhart*
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Monika Neidhardt.

Monika Neidhardt.

Bei grosser Hitze kommen alle ins Schwitzen, auch ohne körperliche Anstrengung. Nebeneffekte des Schwitzens sind nicht nur unangenehmer Geruch und feuchte Stellen, sondern auch Flecken. Achselschweiss enthält Inhaltsstoffe, die gelbliche Stellen auf hellen Stoffen begünstigen oder Salzränder auf dunklen Kleidern nach dem Trocknen hinterlassen. Auch Deos, die Aluminiumverbindungen enthalten, können Ursache der Verfärbung sein. Das Aluminium lagert sich auf den Textilfasern ab und bildet mit der Zeit richtige Schichten. Kommt eine Reaktion mit Waschmittel und Waschen bei höheren Temperaturen dazu, werden die gelblichen Stellen immer deutlicher.

Man kann Schweissflecken vorbeugen: Deo nach dem Auftragen trocknen lassen oder überschüssiges Deo mit einem Kosmetiktuch abtupfen, bevor Kleider darüber angezogen werden. Oder Deo ohne Aluminium verwenden. Dieses wirkt auch gegen Schweissgeruch, ist aber nicht schweisshemmend. Aluminiumhaltige Produkte stehen zudem im Verdacht, Krankheiten auszulösen.

Sollte doch ein Fleck entstehen, möglichst schnell reagieren. So wird der Fleck nicht fixiert. Vorsicht beim Waschen und Bügeln: Hohe Temperaturen sind bei Flecken immer gefährlich, sie werden dadurch regelrecht fixiert. Entsprechend sollte man Wäsche mit Flecken nur bei maximal 40 °C waschen und nicht bügeln, damit keine Fleckenfixierung stattfindet.

Behandlung von Schweissflecken: Weisser Essig ist ein ideales Hausmittel für weniger hartnäckige Verfärbungen. Essig mit etwas Wasser verdünnen, die Flüssigkeit auf den Fleck tupfen und das Kleidungsstück nach rund 15 Minuten waschen. Auch Zitronensäure (Drogerie) kann helfen: Das Pulver mit Wasser mischen und auf verfärbte Stelle auftragen. Vor dem Waschen je nach Stärke des Flecks bis 30 Minuten einwirken lassen. Bei farbiger Wäsche bei beiden Varianten vorgängig Farbechtheit an einer unsichtbaren Stelle prüfen. Oder konzentriertes Waschmittel auftragen (bei Pulver mit Wasser gemischt) und leicht ins Gewebe einreiben. 15 Minuten einwirken lassen.

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Schreiben Sie an: Ratgeber «Luzerner Zeitung», Maihofstrasse 76, 6002 Luzern. E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Spezielle Sprays erhältlich

Bei Buntwäsche hilft allenfalls auch die Vorbehandlung mit einem Waschkraftverstärker. Für weisse Wäsche sind im Handel auch Anti-Schweiss-Fleckensprays erhältlich. Wichtig bei allen Varianten der Vorbehandlung: Kleidungsstück nach der Einwirkungszeit bei 30 bis 40°C waschen, nicht höher!

Sind die Schweissränder mit Körperfett kombiniert – an Blusen- und Hemdkragen ...–, kann Gallseife helfen: Auf die zuvor angefeuchteten Bereiche auftragen und leicht einreiben. Nach einer Einwirkzeit von einer halben Stunde folgt das Waschen. Bei hartnäckigen Flecken reicht oft eine Behandlung nicht, sie muss wiederholt werden.

Der Schweizerische Kosmetik- und Waschmittelverband SKW führt auf seiner homepage www.skw-cds.ch die Broschüre «Waschen heute», die grundlegende Fragen zum Waschen von Kleidern beantwortet.

* Monika Neidhart, Goldau Hauswirtschaftslehrerin und Fachjournalistin MAZ/FH www.textwerke.ch

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