Ratgeber

Wie lange halten selbst gemachte Eiernudeln?

Immer mal wieder stelle ich meine eigenen Nudeln mit Eiern her. Wie lange sind diese haltbar? Besteht wegen der Eier Salmonellengefahr? Und wie trocknet man Pasta richtig? Ich würde die selbst gemachten Nudeln auch gerne verschenken. Kann ich das ohne Bedenken tun?

Herbert Huber*
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Kompliment, dass Sie sich Zeit nehmen, Pasta selber zu produzieren. Wo doch vielen vor allem die Zeit, noch selber «Frisches» zu kochen, fehlt. Ein bisschen Wissen zum Einstieg: Die Schweizer essen rund neun Kilogramm Pasta pro Kopf und Jahr. Und wir haben in der Schweiz beste Pasta-Produzenten. Die Pasta mag ein bisschen teurer sein, ist dafür transportbedingt aber umweltfreundlicher als importierte Pasta, und zudem mit Schweizer Zutaten hergestellt.

Herbert Huber

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Man unterscheidet übrigens zwischen «Tipo Napoli» (Pasta aus Hartweizengriess und Wasser) und – bei Schweizern beliebt: «Pasta mit Eiern». Zu nennen wäre auch noch Pasta aus «Urdinkel» – eine Spezialität der «Kernser» Pasta-Firma Röthlin.

Zu beachten ist Folgendes: Luftgetrocknete Pasta ist bei kühler, dunkler und trockener Lagerung – bitte nie im Kühlschrank aufbewahren – zwei bis drei Monate haltbar, wird durch die Lagerung aber nicht besser. Selber Lufttrocknen geht so: Die Pasta in einem dunklen, trockenen Raum mindestens 48 Stunden trocknen lassen (sie muss hart sein und «glasig» klingen).

Man trocknet Nudeln, indem man sie über einen Holz- oder Kunststoffstab hängt oder luftige Häufchen auf ein Gitter legt. Ein Trocknen im Dörrapparat würde ich nicht empfehlen. Das ist sehr heikel, da die Pasta aussen zu schnell trocknet und im Innern noch feucht sein kann. Man kann Pasta auch sofort einfrieren, und sie später gefroren kochen, ohne sie vorher aufzutauen. Pasta sollte man immer à la minute kochen. Der Gast wartet auf die Pasta und nicht umgekehrt.

Verschenken eher nicht

Betreffend Salmonellen besteht keine Gefahr, da Pasta gekocht wird. Schimmel entsteht nur dann, wenn die Teigwaren noch feucht gelagert werden. Oder Halbtrockenes und Feuchte sich mischen. Auch wenn Sie noch so stolz auf Ihre hausgemachten Nudeln sind, würde ich diese nicht verschenken. Denn kochen die Beschenkten nicht so, wie Sie es tun, ist der Flop programmiert. Gefrorene Pasta sollten Sie erst recht nicht verschenken, denn diese taut sehr schnell wieder auf, verliert an Qualität und klebt aneinander.

Deswegen nun extra eine Transporttiefkühltasche zu kaufen, lohnt sich kaum. Und noch etwas: Sollte das Pastageschenk nicht richtig verpackt sein, also nicht vakuumiert sein, besteht auch die Gefahr, dass sich irgendwo ein «Chäferli» einschleichen könnte.

So rate ich Ihnen: Geniessen Sie Ihre Pasta zu Hause mit Ihren Freunden. So gehen Sie auf Nummer sicher. Und noch ein Tipp: In Grosswangen, Luzern, dürften Sie sicher auch einmal Vilma Fischer-Di Tommaso besuchen. Sie produziert Pasta professionell. Vielleicht plaudert Vilma für Sie ja aus dem Näh- respektive dem Pastakästchen?

Hinweis: salute@vilmas-pasta.ch

* Herbert Huber ist Gastronom und diplomierter Hotelier sowie Autor des Buches «Geschichten und Gekochtes. Tanz mit der Gastronomie», erschienen im Werd-Verlag. 

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